Coronavirus: Aus für den NRW-Hammerwurf-Cup 2020

Coronavirus

Der Hammerwurf-Cup ist für das Jahr 2020 abgesagt. Initiator Franz-Josef Sträter sah keine Argumente mehr, die Werferserie in diesem Jahr noch auszutragen. Schuld ist das Coronavirus.

Olfen

, 03.04.2020, 06:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Franz-Josef Sträter hat den NRW-Hammerwurf-Cup für dieses Jahr abgesagt.

Franz-Josef Sträter hat den NRW-Hammerwurf-Cup für dieses Jahr abgesagt. © Reith

Franz-Josef Sträter, Hammerwurftrainer des SuS Olfen, hat vor ein paar Jahren den NRW-Hammerwurf-Cup ins Leben gerufen - ein Zusammenschluss mehrerer Veranstaltungen, um für die selten gewordene Leichtathletik-Disziplin weiterhin genug Wettkämpfe zu haben. Auch Olfen war regelmäßig Station. Donnerstagnachmittag verschickte Sträter dann eine Mail und sagte den Cup für 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ab.

„Von Anfang an stand der NRW-Hammerwurf-Cup 2020 nicht unter einem guten Stern. Zuerst die Trennung unserer beiden Landesverbände, dann die unendliche Suche nach geeigneten Ausrichtern mit immer neuen Terminwünschen und jetzt Corona. Es hat einfach nicht sollen sein“, schrieb Sträter.

Nachdem bis Ende Juni in ganz NRW alle Meisterschaften abgesagt wurden und man auf DLV-Ebene schon überlege, bis Ende Juli alle Deutschen Meisterschaften abzusagen oder eventuell noch zu verschieben, sehe er keine vernünftigen Argumente mehr, den NRW-Hammerwurf-Cup 2020 durchzuführen. „Durch die Sperrung sämtlicher Trainingsanlagen fehlen unseren Werferinnen und Werfern hunderte von Trainingswürfen, um eine halbwegs vernünftige Saison zu bestreiten“, so Sträter.

Sträter hofft noch auf NRW-Meisterschaften im Herbst

Ob und wann es in diesem Jahr überhaupt noch möglich sein wird, Wettkämpfe in irgendeiner Art und Weise zu bestreiten, stehe in den Sternen. Meisterschaften seien wahrscheinlich ebenso davon betroffen, wie sämtliche Werfertage.

Franz-Josef Sträter (r.) im Gespräch mit Olfens Vereinschef Bernhard Bußmann

Franz-Josef Sträter (r.) im Gespräch mit Olfens Vereinschef Bernhard Bußmann © Weitzel (A)

„Vielleicht haben wir ja noch eine kleine Chance, im September oder Anfang Oktober unsere NRW-Meisterschaften auszutragen, das hängt aber davon ab, wie sich unsere beiden Landesverbände dahingehend einigen“, schrieb Sträter. Den Termin des Hammerwurf-Cup-Finales am 6. September in Olfen will Sträter aber auf jeden Fall zunächst noch stehen lassen. Dadurch, dass auch die NRW-Meisterschaften im Hammerwerfen in Rhede am 11. Juni bereits gestrichen wurden, bleibt dann noch ein Fenster offen, anstelle des Hammerwurf-Cup-Finales in Olfen dann am selben Tag die NRW-Meisterschaften im Steversportpark nachzuholen.

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Doch er machte auch deutlich, dass es hier „nur“ um Sport gehe: „Viel schlimmer ist, was mit den Tausenden in der Welt geschieht, die von diesem Virus befallen sind und teilweise mit dem Leben kämpfen. Wir alle, die wir noch gesund sind, sollten dankbar und demütig sein, dass es bei uns zur Zeit nur um eine Sportart geht“, sagte Sträter. Für 2021 will er die Serie neu beleben. „Wenn dieser Albtraum endlich vorbei ist, wird es weitergehen und dann wird es auch wieder einen NRW-Hammerwurf-Cup geben.“

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