Coronavirus: Der SuS Olfen und die Planung mit dem Ungewissen

rnFußball-Bezirksliga

Wird der Spielbetrieb in den nächsten Wochen nochmal einsetzen? Oder wird die Saison gar komplett abgebrochen? Die Fußballer des SuS Olfen wissen nicht wirklich, für welches Szenario sie planen.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 26.03.2020, 07:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer in diesen Tagen eine echte Vorhersage über den weiteren Saisonverlauf der Fußballer machen kann, könnte vermutlich als Wahrsager sein Geld verdienen. Viele mögliche Szenarien gibt es momentan und auch die Fußballer des SuS Olfen müssen natürlich planen, wie sie die Saison zu Ende bringen.

„Viel machen kann man da nicht“, weiß auch Olfen-Coach Michael Krajczy. „Die Jungs sollen sich fithalten und dann abwarten, was passiert.“ Einen wirklich Lauf- oder Trainingsplan hat der Trainer seinen Jungs aber nicht mitgegeben: „Das bringt ja auch nicht, wenn ich jetzt sage: Lauft jede Woche 20 Kilometer. Es gibt momentan auch wichtigere Dinge, als den Fußball.“

Dass die Saison vernünftig sportlich zu Ende gebracht wird, glaubt Krajczy nicht. „Es wäre doch Wahnsinn, wenn die Jungs fünf Wochen nicht auf den Platz dürfen und dann direkt zwei Mal die Woche wichtige Spiele spielen müssen.“ Zusätzlich habe der SuS mit seinen vielen Jugendteams wohl gar nicht die Kapazitäten, alle ausbleibenden Senioren- und Jugendpartien noch zu absolvieren.

Aktuell sehr wahrscheinlich scheint es, dass der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen auf die Wildcard-Regelung zurückgreift, wie es auch schon der Westdeutsche Basketball-Verband gemacht hat.

Jetzt lesen

Demnach würden den Mannschaften, die aktuell auf Aufstiegsplätzen ständen, ein Aufstiegsrecht zugesprochen werden und die Teams, die noch eine Nicht-Abstiegschance gehabt hätten, würde die Wahl zwischen Klassenerhalt und Abstieg gegeben werden. Die lange gesperrten Rasenplätze und die oft unterschiedliche Anzahl an absolvierten Partien könnte dem Plan allerdings einen Strich durch die Rechnung machen.

Da der SuS Olfen allerdings bei der Saisonunterbrechung sowieso „über dem Strich“ stand, muss man sich mit so einer Regelung an der Hoddenstraße aktuell nicht befassen. „Dann hätten wir unser Ziel erreicht und alles wäre überragend“, scherzt Michael Krajczy. „Nein, wir sind Fußballer und möchten die Saison gerne sportlich zu Ende bringen. Letztendlich kann man es eh nicht allen recht machen.“

Jetzt lesen

Daran, dass die Saison eventuell mit Geisterspielen beendet wird, glaubt der Olfener nicht: „Bei uns am Platz sind sowieso nur 20-30 Leute. Wenn die alle Abstand halten, sollen die gerne alle zum Gucken kommen.“ Da aber die Bundesliga beispielsweise schon bis zum 30. April Pause macht, geht Krajczy auch nicht davon aus, dass der Bezirksligabetrieb schon am 19. April wieder aufgenommen wird.

Lesen Sie jetzt

Die StayAtHomeChallenge ist der neueste Schrei im Internet: Fußballer jonglieren in Zeiten von Corona vor einer Kamera mit einer Klopapierrolle herum. Aus Langeweile? Man weiß es nicht. Von Sebastian Reith

Lesen Sie jetzt