Das große Warten hat ein Ende: Westfalia Osterwick empfängt den SuS Olfen zum Topspiel

Fußball-Kreisliga

Nur vier Punkte trennen die beiden Kontrahenten an der Tabellenspitze. Gewinnt also Ligaprimus Olfen, ist der Titelkampf fast schon entschieden. Siegessicher ist man aber auf beiden Seiten.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 03.05.2019, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das große Warten hat ein Ende: Westfalia Osterwick empfängt den SuS Olfen zum Topspiel

Wie im Hinspiel werden sich auch am Sonntag Florian Richters (l.) und Julian Wilhelm (r.) bekämpfen. © Wittenberg

Dass die Vorzeichen am Sonntag so sind, hätte in der Winterpause wohl keiner erwartet. Doch nach einer sechs Spieltage langen Siegesserie auf Olfener Seite und nach schon fünf sieglosen Partien der Westfalia ist der SuS am Sonntag um 15 Uhr (Im Kleining, Rosendahl) beim Gipeltreffen der Fußball-Kreisliga A2 Ahaus-Coesfeld tatsächlich Favorit.

Kreisliga A2 Ahaus-Coesfeld

Westfalia Osterwick - SuS Olfen

Seit dem siebten Spieltag thronte Westfalia Osterwick auf dem Platz an der Ligasonne, spielte eine beeidruckende Hinrunde und erarbeitete sich bis zum Winter einen Vorsprung von sechs Punkten auf Olfen heraus. Im neuen Jahr gelangen dem Primus dann bisher nur zwei Siege und nach der 2:3-Pleite gegen Schöppingen musste der erste Platz an den SuS Olfen abgegeben werden. Trainer Jürgen Meier relativiert dies allerdings: „Wir haben eine unglaublich herausragende Hinrunde gespielt. Dass wir das so nicht durchhalten können, war klar. Noch ist allerdings nichts verloren.“ Nur, dass der Abstand auf die Olfener nun vier Punkte beträgt, ärgert den Coach. „Nachdem Olfen letzten Donnerstag nur Remis gespielt hat, wussten wir, dass wir nun die Chance haben, den Titelkampf wieder richtig spannend zu machen. Wir konnten es allerdings selbst nicht nutzen“, kritisiert Meier.

Die Tendenz spricht für den SuS Olfen

Beim SuS ist man logischerweise mit dem aktuellen Verlauf völlig zufrieden und weist den Druck gerne auf die Gästeseite zurück. „Natürlich werden wir alles geben und wollen unbedingt gewinnen“, so Olfen-Coach Michael Krajczy. „Aber es ist auch klar, dass ein Remis uns mehr hilft als ihnen. Sie brauchen dringend drei Punkte.“ Bei der Punkteteilung gegen Schöppingen war Krajczy mit der ersten Hälfte überhaupt nicht zufrieden, hat dann aber „die vielleicht beste Halbzeit der Saison“ gesehen. Einzig die Chancenverwertung hätte nicht gepasst.

Wieso die Ausgangssituation so ist wie sie ist, begründen beide Trainer unterschiedlich. Jürgen Meier erklärt, „dass bei uns im Winter beide Stammtorhüter abgegangen sind.“ Unter anderem Julian Medding, der im Hinspiel sogar einen Elfmeter hielt. Auf der anderen Seite sagt Michael Krajczy: „Wir haben im Winter einfach die richtigen Gespräche geführt und die passenden Umstellungen gemacht. Dass es so funktioniert, ist klasse.“

Auf das Hinspielremis schauen beide Trainer unterschiedlich. Jürger Meier spricht von einem glücklichen Punktgewinn für Olfen. Die Spielanteile wären eher 60:40 für seine Westfalia gewesen. Krajczy widerspricht dem klar: „Das kann ich so nicht unterschreiben. Wir haben einen Elfmeter verschossen und hatten weitere Großchancen.“

Westfalia Osterwick hofft auf das Glück

Am Sonntag hofft Osterwick wieder „das Quäntchen Glück aus der Hinrunde“ zu haben und kann dafür fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Bartlomiej Kijas und Johannes Sicking fehlen verletzt. Beim SuS muss nur Felix Schröder passen. „Die Jungs brennen und haben Bock auf dieses Spiel“, erzählt Krajczy. „Es wird ein echtes Topspiel!“

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