Michael Nachtigall hat sich entschieden: So geht es für den Coach von Westfalia Vinnum weiter

rnWestfalia Vinnum

Seit Sommer ist Michael Nachtigall Trainer beim A-Ligisten. Vor Weihnachten trafen sich alle Verantwortlichen, um über die Zukunft des Coaches zu beraten. Der Entschluss steht nun.

von Nico Ebmeier

Vinnum

, 17.01.2020, 14:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Westfalia Vinnum sind sie sich einig: Es läuft richtig gut, seitdem Michael Nachtigall das Zepter übernommen hat. In einem italienischen Restaurant haben die Vinnumer nun über die Zukunft des Trainers in Vinnum entschieden.

„Ich fühle mich hier super wohl. Es macht einfach richtig Spaß“, sagt Michael Nachtigall, der seinen Vertrag beim Fußball-A-Ligisten nun verlängert hat. Und das obwohl die Tabellensituation der Westfalia eigentlich etwas ganz anderes verspricht. Nur ein Sieg aus 15 Partien und magere 13 Tore bringen den 14. Tabellenplatz in der Kreisliga A2 Recklinghausen, der momentan zur Abstiegsrelegation berechtigen würde. „Aber die Tabelle ist nicht alles“, stellt Nachtigall klar.

Vertragsverlängerung beim Italiener

Deshalb trafen sich der Trainer, der Sportliche Leiter Patrick Roser und Geschäftsführer Michael Asemann zwischen den Jahren beim örtlichen Italiener und verhandelten über die Zukunft. „Es war eine super Stimmung zwischen uns und alle wollten eigentlich das Gleiche“, erinnert sich Roser: eine Vertragsverlängerung von Michael Nachtigall.

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„Nachti“, wie ihn Patrick Roser nennt, mache einen tollen Job an der Seitenlinie und habe es geschafft, fast jeden Spieler weiterzubringen. Aber besonders die Arbeit mit den jüngeren Spielern lobt der Sportliche Leiter sehr: „Wir wollten im Sommer einen Verjüngungsprozess einleiten und Nachti bringt ihn sehr gut voran. Die Forsmann-Brüder sind da wohl die besten Beispiele.“

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Und auch Nachtigall scheint das schon aufgefallen zu sein: „Ich versuche immer, sehr viel mit ihnen zu reden und ihnen viel zu erklären. Oft höre ich dann nach der Übung Sprüche wie: Das geht ja plötzlich viel einfacher.“

„Direkt drei Jahre zu verlängern ist Quatsch“

Aber wenn es doch so gut läuft, wieso wird dann nur um ein Jahr verlängert? „Weil es einfach keinen Sinn macht“, antwortet der Ex-Trainer von Schwarz-Weiß Meckinghoven. „In den Kreisligen passiert so viel. Da kann man kaum bis zur nächsten Saison denken. Ich hätte kein Problem, noch dreimal um ein Jahr zu verlängern, aber auf einen Schlag um drei Jahre zu verlängern ist Quatsch.“

Und auch in Nachtigalls Kader gibt es Neuigkeiten. „Es haben fast alle der aktuellen Mannschaft ihre Zusage für die kommende Saison gegeben. Unabhängig der Ligazugehörigkeit“, so Roser. Nur ein bis zwei Spieler hätten aus beruflichen Gründen noch nicht ihre Zusage gegeben.

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Mit Dennis Apitzsch holt „Nachti“ dazu einen Torwart nach Vinnum, den er schon in Meckinghoven trainiert hat. „Wir haben zwar mit Fabian Südfeld einen A-Jugendlichen im Tor, der sich super eingefügt hat, haben aber mit Dennis (Apitzsch Anm. d. Red.) nun noch einen Torwart geholt, der der Mannschaft allein mental sehr weiterhelfen wird.“

Ein alter Bekannter kehrt zurück

Zusätzlich kehrt mit Juri Lebsack ein alter Bekannter zurück nach Vinnum. Lebsack hatte schon in den vergangenen drei Jahren bei den Gelb-Schwarzen gespielt, ist dann aber ein Jahr auf Reisen gegangen. Ab Januar zieht er sich nun wieder das Vinnumer Trikot über.

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Der dritte Neuzugang kommt von Teutonia Waltrop. Felix Gutzeit soll die noch stockende Offensive verstärken. Generell sei das die große Baustelle, an der Westfalia Vinnum in der Winterpause noch schrauben müsse, erklärt Vinnum. „Wer auf unser Torverhältnis schaut, sieht schnell, dass 13 Tore viel zu wenig sind. Das fängt im Mittelfeld mit der Zweikampfführung an und hört vorne mit der Chancenerarbeitung auf.“ Besonders die zu großen Löcher im zentralen Mittelfeld störten den Trainer in der Hinrunde.

Im ersten Testspiel schien sich dies aber soweit schon mal gebessert zu haben. Mit 3:0 schlug Vinnum den B-Ligisten aus Oberwiese im ersten Testspiel. An diesem Wochenende stehen dann nur Trainingseinheiten auf dem Programm.

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