Flippertor entscheidet Kellerkracher zwischen Westfalia Vinnum und Vestia Disteln

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Genauso trüb wie das Wetter am Sonntag waren die Gesichter der Vinnumer Spieler nach dem Schlusspfiff. Die Vinnumer verloren ihr Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Disteln mit 0:1.

von Rik Amann

Vinnum

, 26.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kaum hatte der Schiedsrichter die Fußball-A-Liga-Partie von Westfalia Vinnum beendet, waren die Spieler auch schon in der Kabine verschwunden. Denn nach so einer unglücklichen Niederlage bei regnerischem Wetter wollte niemand länger auf dem Platz bleiben, als er musste.

Wenn man sich fragt, ob man unglücklich verlieren kann im Fußball, so braucht man sich nur das Spiel der Vinnumer ansehen. „Wir sind heute natürlich extrem enttäuscht“, sagte Trainer Michael Nachtigall. Die Mannschaften waren quasi schon auf dem Weg in die Halbzeitpause, als der Ball den Weg ins Vinnumer Tor nahm. Doch dieser Weg glich einem Flipperspiel. Torschütze Marko Bosnjak fiel die Kugel mehr oder weniger vor die Füße und dann schoss er. Auf dem Weg zum Tor kam noch ein Vinnumer Fuß an den Ball und fälschte ihn ab.

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Vinnums Torwart Jan-Patrick Roser, der eigentlich schon in die andere Richtung unterwegs war, kam mit seinen Fingerspitzen noch an den Ball und lenkte ihn gegen den Pfosten. Von da aus prallte er so unglücklich ab, dass er zurück zu Roser sprang und von dessen Rücken aus ins Tor rollte.

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„Dieses Tor ist ein Sinnbild für den heutigen Tag gewesen“, sagte Nachtigall. Neben diesem Treffer blieben sehenswerte Torchancen auf beiden Seiten im Spiel größtenteils aus. „Letztendlich haben wir auch keine großartigen Torchancen rausgespielt“, sagte Nachtigall nach dem Spiel.

Westfalia Vinnum verliert das fünfte Spiel in Folge

Die zweite Halbzeit ging Vinnum dann offensiver an und zeigte Kampfgeist innerhalb der Mannschaft. „Die zweite Halbzeit mussten wir natürlich etwas offener stehen und haben umgestellt“, so Nachtigall. Doch der letzte Pass vors Tor, der letzte Laufweg oder einfach mal ein Schuss aus der zweiten Reihe führten nicht zum gewünschten Erfolg.

„Wir hätten hier heute Punkten müssen“, sagte Nachtigall. Durch die Niederlage, welche wettbewerbsübergreifend die fünfte in Folge war, rutschen die Vinnumer auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Wollen sie im nächsten Spiel gegen den Tabellenführer punkten, so muss sich die Mannschaft von Trainer Michael Nachtigall gerade im Abschluss noch steigern.

Vinnum: Roser - Wessels, Tetzlacht, F. Forsmann, Rosowski, Cengiz, Demir, Stanek, A. Forsmann, Asemann, Diekmann

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