Hammerwerfer des SuS Olfen sorgen bei Westfalenmeisterschaft für Überraschungen

Leichtathletik

Nach langer Pause sind die Hammerwerfer des SuS Olfen wieder im Wettkampfeinsatz. Bei den Westfalenmeisterschaften im heimischen Steversportpark setzen sie einige Ausrufezeichen.

Olfen

07.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der SuS Olfen stellte zahlreiche Westfalenmeister und Bestleistungen: Trainer Franz-Josef Sträter freute sich mit (v.l.) Rik Amann, Jannis Gutschera, Luca Brückner, Leon Brückner, Daniel Siepe und Nils Wurfmann

Der SuS Olfen stellte zahlreiche Westfalenmeister und Bestleistungen: Trainer Franz-Josef Sträter freute sich mit (v.l.) Rik Amann, Jannis Gutschera, Luca Brückner, Leon Brückner, Daniel Siepe und Nils Wurfmann © SuS Olfen

Nach langer Pause flogen am Sonntag wieder die Hämmer im Steversportpark in Olfen in einem Wettkampf. Die westfälischen Hammerwurfmeisterschaften waren in der Sommersaison der erste Wettkampf überhaupt für viele der angereisten 19 Hammerwerfer aus Westfalen. Und diese zeigten, dass sie dankbar waren, wieder bei einem Wettkampf im Ring zu stehen.

Vor allem die Lokalmatadoren vom SuS Olfen, die vielfach mit neuen persönlichen Bestleistungen erzielten, sorgten dafür, dass der Olfener Wurftrainer Franz-Josef Sträter mit einem breiten Lächeln am Ende der Veranstaltung den Platz verließ.

Mengelkamp sorgt für eine Überraschung

Für die erste faustdicke Überraschung des Tages sorgte Lea Mengelkamp in der weiblichen U18. Mit einer bisherigen Bestleistung von knapp 30 Metern gehörte sie keinesfalls zum Favoritenkreis der Westfalenmeisterschaft. Im Wettkampf selber bestätigte sie dann aber mit starken 38,96 Metern ihre letzten Trainingsleistungen und holte sich völlig überraschend den Titel vor der Favoritin Gila Sheriff von der LG Kreis Gütersloh.

Seine gute Verfassung untermauerte im Wettbewerb der männlichen U20 Rik Amann. Amann, der bewusst auf die Teilnahme bei den deutschen Jugendmeisterschaften verzichtet hatte, überzeugte in einer starken Serie mit der neuen persönlichen Bestmarke von 53,12 Metern. Das bedeutete den Westfalentitel.

Mit dieser neuen Bestmarke verbesserte er sich in der DLV-Bestenliste auf Platz 15 und hofft in der sogenannten Late Season noch auf den ein oder anderen guten Wettkampf.

Brückner steiger sich auf über 40 Meter

Leon Brückner als Vizemeister übertraf erstmals die 40 Meter und steigerte sich auf 41,40 Meter. Nicht seinen besten Tag erwischte in diesem Wettbewerb Daniel Siepe, der sich mit 26,50 Meter zufriedengeben musste.

Starke Leistungen der Olfener gab es auch im Wettbewerb der Jugend M15. Sowohl Luca Brückner als auch Nils Wurfmann steigerten ihre persönlichen Bestmarken aus dem Vorjahr um über 15 Meter.

Am Ende holte sich Luca Brückner mit starken 45,08 Metern, die ihn in der aktuellen Deutschen Bestenliste auf Platz 14 hieven, den Titel vor Nils Wurfmann, der mit 40,35 Metern als Vizemeister auch noch den Sprung in die Deutsche Top 20 schaffte.

Einen weiteren, nicht erwarteten Westfalentitel holte sich Jannis Gutschera bei den Männern. Auch er übertraf die 40-Meter-Marke und siegte mit 40,73 Metern vor dem Herforder Peter Sjoerds.

Nur die Favoriten ist nicht zu schlagen

Silber und Bronze gab es dann noch für die Olfener Frauen. Kira Schlierkamp mit 37,20 Metern und Franziska Heimes mit 33,22 Metern mussten sich im Titelringen nur der Soester Topfavoritin Annika Straub geschlagen geben, die mit 44,52 Metern eine neue Saisonbestleistung aufstellte.

Mit diesen Leistungen untermauerten die SuSler ihre Vormachtstellung im Hammerwurf in Westfalen, auch vor den Augen von Bürgermeister Wilhelm Sendermann, der von den Leistungen der Lokalmatadoren angetan gewesen sei, wie der Verein schreibt.

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