Jonas Frings leitete die Niederlage des SuS Olfen ein: „Das war ein Witz“

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Mit seinem Halten gegen Hendrik Deitert zerschlug er die Träume des SuS Olfen gegen Stadtlohn, einen Punkt zu holen. Auch wenn Jonas Frings mit dem Elfmeterpfiff überhaupt nicht zufrieden war.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 09.03.2020, 14:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Idee hätte fast funktioniert - Michael Krajczy wollte mit einer Fünferkette die 50-Tore-Offensive ins Stocken bringen. Auf den Außenpositionen sollten Jonas Frings und Jens Wennemann die Stellung halten. Doch die Verteidigung hielt nur 66. Minuten.

Denn genau in dieser Minute passierte der Supergau für die Olfener Punkt-Hoffnungen. Nach einem langen Flugball aus dem Mittelfeld kam der Stadtlohner Hendrik Deitert an den Ball und dribbelte mit einer kurzen Finte den jungen SuSler Jonas Frings aus.

Dieser ließ sich aber nicht abschütteln und zog am Stadtlohner Trikot, sodass dieser zu Boden ging. Während Frings den Ball nahm und schon auf dem Weg nach vorne war, pfiff Schiedsrichter Tobias Hammerschmidt nach kurzer Bedenkzeit Elfmeter.

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Zum Unverständnis des Rechtsverteidigers: „Das war ein Witzelfmeter - so etwas darf er nicht pfeifen“, kritisiert der 24-Jährige. Dennoch gab es den Elfmeter, den Maximilian Rhein zur 1:0-Führung einschob.

Jonas Frings (l.) schaltete sich oft ins Offensivspiel ein.

Jonas Frings (l.) schaltete sich oft ins Offensivspiel ein. © Nico Ebmeier

Dabei hatte es bis dahin so gut mit der Olfener Fünferkette ausgesehen. „Die Jungs haben extrem gut verschoben und Stadtlohn kaum eine Chance zum Tor gegeben“, lobt Trainer Michael Krajczy. Zum Elfmeter sagte er: „Das kann ich nicht beurteilen. Es sah zwar von uns so aus, als wäre der Pfiff nicht nötig gewesen wäre, doch der Schiedsrichter stand besser.“

Dass Frings überhaupt gespielt hat, lag an Krajczys Umstellung und an der guten Trainingswoche des 24-Jährigen: „Ich wusste, dass der Trainer nach dem Lüdinghausen-Spiel umstellen würde und habe mich deshalb voll reingehauen. Ich glaube, ich hatte es auch verdient, zu starten.“ Für Jonas Frings war es der erste Startelf-Einsatz in diesem Jahr - und das direkt gegen den offensiv gefährlich Ligazweiten aus Stadtlohn.

Jonas Frings (l.) kämpfte um jeden Ball.

Jonas Frings (l.) kämpfte um jeden Ball. © Nico Ebmeier

„Man hat gesehen, dass da einige Spieler waren, die richtig gut kicken können. Sie stehen nicht umsonst so weit oben in der Tabelle“, sagt der Rechtsverteidiger. „Umso bitterer ist es, dass wir dann durch so eine Fehlentscheidung um unseren Lohn kommen.“

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