Juri Lebsack ist zurück bei Westfalia Vinnum: Und auf einmal ist alles anders

rnKreisliga A

Nach achte Monaten feierte Juri Lebsack sein Pflichtspiel-Comeback für Vinnum. Seitdem hat sich einiges verändert. So lief Lebsack am Sonntag mit einer fast komplett anderen Mannschaft auf.

von Carl Brose

Vinnum

, 19.02.2020, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen Vestia Disteln II war Juri Lebsack die Enttäuschung und die Erschöpfung anzusehen. Mit gesenkte Kopf schlenderte er vom Platz. Acht Monate musste Westfalia Vinnum auf seinen Mittelfeldspieler verzichten, der sich im April 2019 auf Südostasien-Reise begeben hatte. Gegen Disteln feierte Lebsack am Sonntag sein Comeback für Vinnum.

„Anstrengend. Es war sehr anstrengend“, lautete sein persönliches Fazit nach dem Spiel. Nur eine Trainingseinheit und ein Testspiel absolvierte er zuvor mit der Mannschaft. Dann ging es für ihn im ersten Ligaspiel direkt über 90 Minuten und das mitten im Abstiegskampf der Kreisliga A.

Ob sich Lebsack das bei seinem Abgang im vergangenen Jahr hätte vorstellen können? Seit dem hat sich bei Westfalia Vinnum einiges verändert. Sein letztes Spiel absolvierte Lebsack beim furiosen 4:3-Heimerfolg über die DJK Herten. Damals entschied Vinnum das Spiel durch zwei Treffer in den Schlussminuten für sich und stand danach mit Platz sieben im gesicherten Mittelfeld in der Tabelle.

Nun stehen bei Vinnum als Tabellen-14. alle Zeichen auf Abstiegskampf.

Dazu hat sich auch der Kader innerhalb der acht Monate extrem gewandelt. Mit Arnd Forsmann und Daniel Wessels standen nur zwei Spieler aus dem Herten-Spiel auch am Sonntag gegen Disteln wieder im Kader mit Juri Lebsack. „Es ist natürlich schwierig mit so vielen neuen Spielern. In der letzten Saison waren wir eingespielt. Jetzt muss man sich als Mannschaft auch erstmal finden, das dauert wahrscheinlich noch ein paar Spiele“, sagt Lebsack über die personellen Veränderungen.

Jetzt lesen

Mit Yusuf Demir kehrte mit ihm zusammen auch noch ein weiterer Eckpfeiler der erfolgreicheren Vinnumer A-Liga-Zeiten in die Startelf zurück. Für Westfalia-Trainer Michael Nachtigall ein wichtiges Zeichen im Abstiegskampf: „Man merkt natürlich, dass wir mit Yusuf und Juri direkt deutlich mehr Stabilität dazu bekommen haben. Dazu war auch die Einstellung der Mannschaft auf dem Platz eine ganz andere als noch in der letzten Woche.“

Jetzt lesen

In seiner vorerst letzten Saison für Vinnumm kommt jedenfalls noch einmal eine schwierige Phase auf Lebsack zu. Im Sommer wird er seinem ehemaligen Trainer Frank Bidar zum BV Brambauer folgen. Davor will er aber noch den Abstieg mit Vinnum vermeiden.

„Im letzten Sommer haben uns viele erfahrene Spieler verlassen. Die sind natürlich schwer mit jungen Spielern zu ersetzen. Gerade in unserer Situation im Abstiegskampf wird das nicht ganz einfach, aber ich glaube, der Verein ist auf einem guten Weg“, so Lebsack. Im Spiel gegen Disteln deutete er dabei auch bereits an, dass er für den Klassenerhalt ein entscheidender Faktor sein kann.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt