Louis Reitemeier oder Jan Stember - wer wird Nummer eins beim SuS Olfen?

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Zwei Torhüter - doch nur einer kann spielen. Derzeit steht Louis Reitemeier hauptsächlich im Kasten. Entschieden ist der Kampf um das Tor aber dadurch noch lange nicht.

Olfen

, 19.08.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kampf um das Olfener Tor könnte schneller vorbei sein als gedacht. Bislang hatte Herausforderer Louis Reitemeier, der vom VfB Waltrop zurück nach Olfen gekommen ist, die meiste Spielzeit bekommen - eine Vorentscheidung? „Nein“, sagt sein Trainer Jupp Ovelhey. Denn Jan Stember, den anderen Keeper beim Fußball-Bezirksligisten, plagen derzeit andere Sorgen.

„Ich bin zurückhaltend“, sagte Jupp Ovelhey über die T-Frage beim SuS Olfen. Im Rennen um den Posten zwischen Pfosten sind Jan Stember und Louis Reitemeier. Stember ist schon ein paar Jahre im Geschäft und kam aus Bork zurück. Reitemeier ist grad frisch aus der Jugend des VfB Waltrop gekommen. Und der Youngster machte zuletzt durch gute Leistungen auf sich aufmerksam.

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Kein Grund für Jupp Ovelhey, nun Reitemeier auch zur Nummer eins des SuS zu erklären. Denn Jan Stember ist derzeit verletzt und kann sich nicht beweisen. „Er hat sich bisher erst in der Trainingsarbeit zeigen können“, sagte Ovelhey. Stember leidet unter Knieproblemen. Im Verdacht steht ein Knorpelschaden. Eine MRT-Untersuchung soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Eine Diagnose gibt es aber noch nicht. „Die Frage ist“, sagte Ovelhey, „wie schafft Jan es mit seinem Knie?“ Doch Ovelhey sagte auch: „Wenn Jan nicht spielen kann, wird Louis spielen, bis Jan gesund ist.“

Derzeit verletzt: Jan Stember

Derzeit verletzt: Jan Stember © Jura Weitzel

Für einen dauerhaften Ausfall von Jan Stember ist schon ein Plan B entwickelt. Dann wird ein Torhüter der Reservemannschaft, die über drei Keeper verfügt, aufrücken.

Reitemeier verursachte selbst einen Elfmeter

Louis Reitemeier scheint sich jedenfalls ganz wohl in Olfen zu fühlen. Nach dem 0:3 gegen den TuS Haltern sagte Reitemeier: „Ich fand es stark von der Mannschaft. Wir haben gut verteidigt und die Ketten dicht gemacht. Zum Ende sind wir etwas eingestürzt, aber das war irgendwann zu erwarten. Da ist schon ein Ligenunterschied.“ Machtlos war der Schlussmann beim unglücklichen Eigentor durch Niels Kleischmann, der den Ball unhaltbar abfälschte.

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Olfens Trainer Jupp Ovelhey im Interview

Selbst unglücklich war Reitemeiers Rettungsversuch gegen Halterns Stefan Oerterer, der clever einfädelte. „Das ist der jugendliche Leichtsinn. Das war ungeschickt. Da fehlt ihm noch die Erfahrung“, sagte Ovelhey über Reitemeier, dem er ansonsten gute Wochen bescheinigte.

Louis Reitemeier hätte gerne zu Null gespielt

„Ich wäre hier sehr gerne zu Null rausgegangen. Es gab ein paar Aktionen, in denen ich mich auszeichnen konnte. Beim Elfmeter ist es immer ein Glücksspiel. Aber ich bin stolz auf die Mannschaft“, sagte Reitemeier, der wohl auch im kurzfristig anberaumten Test in Seppenrade am Donnerstag um 19.30 Uhr wieder im Tor stehen wird.

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