Nach schwerer Verletzung geht es für Christian Brüse vom SuS Olfen „nur noch bergauf“

rnSuS Olfen

Knapp drei Monate ist es nun her, dass sich Christian Brüse im Spiel gegen Brukteria Rorup das Schien- und Wadenbein gebrochen hat. Jetzt befindet er sich auf dem Weg der Besserung.

von Carl Brose

Olfen

, 26.02.2019, 13:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war die 25. Minute im Kreisliga A-Spiel zwischen SuS Olfen und Brukteria Rorup: Der Roruper Spieler zieht im Zweikampf mit SuS-Abwehrspieler Christian Brüse voll durch und trifft den Olfener am rechten Bein. Sofort ist klar, dass sich Brüse schwer verletzt hat. Die Diagnose später im Krankenhaus lautet: Schien- und Wadenbeinbruch. „Es war einfach total dämlich, der Gegenspieler kam bestimmt fünf Minuten zu spät und trifft mich voll“, erinnert sich Brüse an das Foulspiel.

Noch am selben Tag wird er im Krankenhaus operiert. Dabei wird ihm ein Nagel vom Knie bis in das Sprunggelenk eingesetzt, dieser soll das Bein wieder stabilisieren. Nach der Operation ist Brüse zunächst sehr stark eingeschränkt. „Ich bin eigentlich ein sehr aktiver Mensch, der viel unterwegs ist, aber da musste ich dann natürlich erstmal kürzer treten“, so Brüse über die Zeit nach der Verletzung. Am Fußballplatz ist er danach zunächst nur mit Krücken und Schiene zu sehen.

Reha-Antrag abgelehnt

Mithilfe von Physiotherapie ist der Olfener nun dabei, sein rechtes Bein wieder aufzubauen. Sein Antrag auf einen Reha-Platz wurde abgelehnt: „Dafür hätte ich psychische Probleme von der Verletzung davon tragen müssen, aber das war bei mir nicht der Fall.

Jetzt dauert halt alles ein wenig länger mit der Genesung, als wenn ich in der Reha wäre. Wirklich nachvollziehen kann ich die Begründung auch nicht.“ Denn eine schnelle Genesung wünscht sich Brüse vor allem, um möglichst bald auch bei der Arbeit wieder voll einzusteigen, ohne Reha wird sich das verzögern.

Auf dem Weg der Besserung

Aber auch mit der Physiotherapie macht Brüse gute Fortschritte bei seiner Genesung: „Inzwischen kann ich schon wieder laufen, wobei es im Moment noch mehr ein Humpeln ist. Auch mit Fahrradfahren kann ich meine Gelenke wieder in Gang bringen.“ Bald erhofft er sich auch schon, intensiver mit Krafttraining anzufangen.

„Es wird alles mit jedem Tag besser.“
Christian Brüse
Denn aktuell habe das verletzte rechte Bein praktisch keine Muskeln mehr, während beim Linken noch alles da ist. Die Schiefstellung bringt vor allem im Beckenbereich Probleme. „Es wird alles mit jedem Tag besser. Auch die Ärzte sind sehr zufrieden mit der Entwicklung, daher bin sehr optimistisch. Ab jetzt geht es nur noch bergauf für mich“, freut sich der Abwehrspieler.

Christian Brüse will wieder auf den Platz

Eine Rückkehr auf den Fußballplatz kann sich Brüse auch sehr gut vorstellen. Die Verletzung mache ihm keine Angst vor zukünftigen Zweikämpfen: „Ohne Fußball geht es für mich einfach nicht. Ich will es auf jeden Fall noch einmal probieren. Ich weiß bloß noch nicht, ob das im Senioren-Bereich sein wird.“

Denn der bei der Operation eingesetzte Nagel muss insgesamt 18 Monate im Bein bleiben. „Dann bin ich auch schon für die Ü32 spielberechtigt. Vielleicht gebe ich dann dort mein Comeback. Ich werde auf jeden Fall nochmal die Fußballplätze unsicher machen“, kündigt Brüse an.

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