Nach „Witzelfmeter“ ist SuS Olfen am Boden

rnFußball: Bezirksliga

Trotz einer defensiv sehr soliden Leistung verliert Olfen gegen den SuS Stadtlohn mit 0:2 (0:0). Ein strittiger Strafstoß entscheidet die Partie.

von Nico Ebmeier

Olfen

, 08.03.2020, 20:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Spiel zwischen dem SuS Olfen und dem SuS Stadtlohn war wie das Wetter am Sonntagnachmittag: trist. Wenige Lichtblicke, kaum Chancen und am Ende ein glücklicher Sieger aus Stadtlohn.

Bezirksliga 11

SuS Olfen - SuS Stadtlohn

0:2 (0:0)

Es war die erhoffte Antwort des SuS Olfen nach der 1:4-Derbyschelte gegen Union Lüdinghausen, bei dem der SuS jeden Kampf, der den Aufsteiger eigentlich auszeichnet, vermissen ließ. „Wir haben nach dem Lüdinghausen-Spiel gesagt, dass wir auf jeden Fall eine Reaktion zeigen wollen“, sagte Trainer Michael Krajczy. Und die zeigte seine Mannschaft, wenn auch nicht in einem Offensivspektakel.

Aber der Reihe nach: Gegen den Tabellenzweiten aus Stadtlohn stellte Krajczy um, nominierte fünf Verteidiger und wollte möglichst wenig mit dem Ball zu tun haben. „Wir haben großartig verschoben und haben es Stadtlohn richtig schwer gemacht. Das haben meine Jungs unglaublich gut gespielt“, so Krajczy.

Immer wieder verzweifelten die Favoriten an den engstehenden Olfener Abwehrketten und fingen langsam an, sich selbst verbal aufzuziehen. Und es wurde auch vor dem Seitenwechsel nicht besser. Nicht einmal kam Stadtlohn gefährlich vor das Tor von Jan Stember.

Spiel wird trotz Regen besser

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel dann beim immer stärker werdenden Regen auch langsam an Fahrt auf und die erste Großchance hatten die Gastgeber. Niklas Mählmann brachte einen scharfen Freistoß auf das Stadtlohn-Tor, Gästefänger Justin Mess klärte den Ball genau vor die Füße von Robin Maikötter und dieser verfehlte das leere Tor knapp.

Langsam begannen auch die Gäste aufzuwachen und spielten munteren Offensivfußball, ohne Olfen wirklich vor echte Probleme zu stellen. Michael Krajczy: „Man hat natürlich gemerkt, dass da einige ordentlich kicken konnten, aber wir haben es eigentlich 90 Minuten lang überragend gemacht.“

Eigentlich - denn ein einziges Mal war die sonst so nagelfeste Olfener Abwehr eben nicht aufmerksam. Ein langer Pass aus dem Stadtlohner Mittelfeld fand Hendrik Deitert, der sich gegen Jonas Frings durchsetzt und von diesem regelwidrig zu Boden gerissen wurde - zumindest laut Schiedsrichter Tobias Hammerschmidt.

„Hätte man nicht pfeifen dürfen“

Der Regelbrecher selbst ist da nämlich anderer Meinung: „Das war ein Witzelfmeter. Auch der Stadtlohner hat das nachträglich gesagt. Den hätte man nicht pfeifen dürfen.“ Dem Tabellenzweiten war dies natürlich egal und so nahm Stürmer Maximilian Rhein das Geschenk zum 0:1 aus Olfener Sicht an. In der Folge musste der Gastgeber aufmachen und wurde offensiver. Die größte Chance zum Ausgleich hatte noch Niklas Mählmann, der nach einer Maikötter-Flanke mit dem Hinterkopf das Stadtlohn-Tor knapp verfehlte.

Die endgültige Entscheidung folgte dann in der Nachspielzeit: Der Aufsteiger war bei einem Standard weit aufgerückt und wurde in Person von Niclas Dormayer klassisch ausgekontert. Dormayer bekam aus der eigenen Hälfte einen Pass, überlief die halbe Olfener Abwehr und passte dann mustergültig auf den in der Mitte lauernden Maximilian Wolf, der zum 0:2-Endstand einnetzte.

„Es ist natürlich unendlich bitter, dass wir dieses Spiel auf diese Art und Weise verlieren. Wir haben alles gegeben und hätten uns gerne mit einem Punkt belohnt“, sagt Frings, der tragische Held.

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