Olfener Bernhard Bußmann hat sein Kreuzchen für den Verbandstag schon gemacht

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Bernhard Bußmann ist für den Verbandstag stimmberechtigt, weil er einem Ausschuss vorsteht. Für die Entscheidungsfindung hat er nur lobende Worte übrig. Wie er abstimmt, weiß er auch bereits.

Olfen

, 25.05.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Chef des Leichtathletikausschusses im FLVW ist der Olfener Bernhard Bußmann stimmberechtigt auf dem Verbandstag, der am 9. Juni den Saisonabbruch der Amateurfußballsaison in Westfalen beschließen soll. Die Beschlussvorlage mit Stimmkarte liegt bereits bei Bernhard Bußmann auf dem Schreibtisch. Entschieden hat sich Bernhard Bußmann auch schon, wie er abstimmen wird.

Die Ausgangslage ist schon etwas seltsam: Da darf ein langjähriger Leichtathletiktrainer aus Olfen darüber mitabstimmen, ob die Fußballer ihre Saison abbrechen - oder nicht. Die Rede ist von Bernhard Bußmann, Vorsitzender des SuS Olfen. Doch der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) ist eben nicht der „FVW“, sondern hat als einziger Landesverband in Deutschland unter seinem Dach auch die Leichtathleten beheimatet.

Beim Verbandstag kommen Leichtathleten und Fußballer dann gemeinsam zusammen, um Entscheidungen zu fällen. Dem Verbandstag gehören 149 Delegierte aus dem Verband und den Kreisen an, darunter auch die Ausschussvorsitzenden. Und ein solcher ist Bußmann, der seit 2016 den Ausschuss leitet und damit einer der wichtigsten Funktionäre für die westfälische Leichtathletik ist.

Bernhard Bußmann gehörte der Task Force an

„Genau wie die Fußballer über Leichtathletik-Dinge abstimmen dürfen, dürfen die Leichtathleten darüber auch mitabstimmen. Für mich ist es selbstverständlich, gemeinsam Entscheidungen zu finden“, erklärte Bußmann, der auch der Task Force angehörte, die wochenlang über den Saisonabbruch beriet.

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Wohl noch nie war ein Verbandstag so im Fokus der Öffentlichkeit wie dieser. Der Verbandstag, eine Art Parlament innerhalb des FLVW, ist das letzte Teilstück auf der langen Reise zum Saisonabbruch. Nachdem der Fußballausschuss eine Empfehlung abgegeben hat, wanderte der Entwurf durch das Präsidium und die Ständige Konferenz, bevor er nun im Verbandstag am 9. Juni beschlossen werden soll - dass die letzte Hürde genommen wird, gilt aber als wahrscheinlich.

„Die Einladung und die Unterlagen zur Beschlussfassung habe ich schon hier“, erzählte Bußmann. Auch den Abstimmungszettel habe er schon fertig, aber noch nicht mit dem zur Verfügung gestellten Brief für die Wahl abgeschickt. Verrät Bußmann auch, wo er sein Kreuzchen gemacht hat?

Bernhard Bußmann stimmt der Vorlage zu

„Ja, damit habe ich kein Problem“, sagte Bußmann, „ich stimme dem Beschluss zu, weil ich ihn für die beste Entscheidung halte.“ Er lobte den Fußballausschuss in höchsten Tönen. „Der Beschluss ist sehr lange erarbeitet worden. Der Ausschuss unter der Führung von Reinhold Spohn und Manfred Schnieders hat sich extrem viel Mühe gemacht. Sie haben versucht, eine Lösung zu finden, die für die meisten Vereine gerecht ist.“

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Dass es noch ein paar Vereine gibt, die damit nicht zufrieden sind, sei nicht vermeidbar. „Aber sie haben sich auch nicht an nur eine Variante geklammert, sondern darüber hinaus eine Lösung gesucht, die Quotientenregelung, den Herbstmeister und keine Absteiger vorsieht. Das war transparent die beste Lösung, die man finden konnte. Das hat der Ausschuss super hingekriegt. Deswegen stimme ich dem zu“, sagte Bußmann.

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