Olfens Pascal Zöller im Porträt: Wenn man ihn braucht, ist er zur Stelle

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Er sprang für Louis Reitmeier ein, spielte im Pokal und stand nun auch Sonntag in der Liga von Beginn an im Tor: Auf die Kappe von Torwart Pascal Zöller gingen die vier Gegentreffer des SuS Olfen am Sonntag nicht.

Olfen

, 30.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ganz fremd ist Pascal Zöller die erste Mannschaft des SuS Olfen nicht. Schon vor zwei Jahren verbuchte der Schlussmann Einsätze. Sonntag musste er beim 4:4 in Kirchderne zum zweiten Mal in dieser Saison in der Fußball-Bezirksliga ran. Zöller war ein sicherer Rückhalt, nur beim späten Ausgleich sah er etwas unglücklich aus, auch wenn man ihm die Schuld dafür nicht geben kann - da gab die gesamte Hintermannschaft eine unglückliche Figur ab, als Patrick Kasper in der Nachspielzeit Olfen zwei Punkte entriss.

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„Man spielt immer gerne zu Null, gar keine Frage! Am Ende ist es halt ärgerlich. Ich hätte natürlich gerne weniger Gegentore gekriegt“, sagte Zöller nach dem Abpfiff. Einen dicken Patzer - und das ist die Hauptsache für einen jungen Schlussmann - hatte er sich nicht erlaubt.

„Es gibt immer Tage, an denen man die Wunder rausholt“, sagte Pascal Zöller.

„Es gibt immer Tage, an denen man die Wunder rausholt“, sagte Pascal Zöller. © Sebastian Reith

Bei den Gegentreffern war Zöller weitestgehend machtlos. „Es gibt immer Tage, an denen man die Wunder rausholt“, sagte Zöller. Verhindern hätte die gesamte Olfener Mannschaft die Entstehung der Gegentreffer aber viel weiter vorne. „Da haben die Absprachen nicht gestimmt. Wir haben uns hinten oftmals Lücken reißen lassen“, sagte Zöller, der selbstkritisch meinte: „Wenn man Glück hat, kann ich den ersten haben, aber auch der kommt mit viel Druck flach in die Ecke. Für uns wäre es gut gewesen, dann wären wir gar nicht erst in Rückstand geraten.“

Der SuS Olfen hätte in Überzahl nicht in Rückstand geraten dürfen

Das verrückte Spiel hätte Olfen Zöller zufolge gewinnen müssen. „Nachdem es die Rote Karte gibt, müssen wir es cleverer machen. Wir dürfen auf keinen Fall das 2:3 in Überzahl kriegen. Das war dumm. Am Ende ist es passiert“, sagte Olfens Schlussmann.

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„Das Tempo ist der gravierendste Unterschied. Die Bezirksliga ist deutlich schneller. Die Dynamik bei vielen Spielern intensiver, die Spielzüge werden dementsprechend schneller. Man muss wacher sein. Und die Mentalität ist an der einen oder anderen Stelle auch eine andere. Das muss man sagen“, sagte Zöller nach seinem ersten Bezirksligaspiel über 90 Minuten.

Zöller kam in die Partie, weil Louis Reitemeier sich verletzt hat

Vergangene Woche rückte er für den verletzten Louis Reitemeier während des Spiels zwischen die Pfosten, da Olfens zweiter Torwart, Jan Stember, momentan verletzt ist. Eigentlich spielt Pascal Zöller in der zweiten Mannschaft in der Kreisliga B. „Da wir drei Torhüter in der Zweiten haben, ist es aktuell so, dass immer ein Torwart die Erste unterstützt“, erklärte Zöller.

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Bereits kommende Woche könnte er dann wieder auf der Bank sitzen, wenn Louis Reitemeier sich fit melden sollte. Zöller hätte damit kein Problem: „Ich sehe mich als einer der Torhüter der Zweiten. Das ist meine Mannschaft, hier feiere ich die Events mit und habe die Vorbereitung mitgemacht. Ich bin näher an dem Team. Das heißt nicht, dass ich die Leute in der Ersten nicht kenne oder mag - ich würde niemals etwas Negatives über die Jungs auf dem Platz sagen.“

Die Erfahrung, Bezirksliga zu spielen, nimmt Zöller dennoch gerne mit. „Das macht Bock! Ich spiele hier gerne. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da. Das ist kein Problem“, sagte Zöller. Ob er Ambitionen hat, eines Tages dauerhaft in den Konkurrenzkampf um das Tor für die erste Mannschaft zu gehen? „Für diese Saison nicht. Ich habe mich bewusst für die Zweite entschieden. Mit Sicherheit aber in Zukunft“, antwortete Zöller.

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