SuS Olfen gewinnt den ersten Teil der Relegation gegen den TV Jahn Dortmund

Volleyball

Der SuS Olfen hat sich am Freitagabend in eine gute Ausgangssituation vor dem zweiten Relegationsspiel gebracht. Eine Landesliga-Spielerin von Dietmar Köhler weinte sogar Freudentränen.

Olfen

, 10.05.2019 / Lesedauer: 4 min
SuS Olfen gewinnt den ersten Teil der Relegation gegen den TV Jahn Dortmund

Laura van Dunderen (v.l.) umarmt Sonja Prott, Jana Köhler Katharina Hasenberg. © Sebastian Reith

Es war ein magischer Volleyballabend, den die Spielerinnen des SuS Olfen da am Freitag in der heimischen Halle an der Hoddenstraße erlebten. Über 200 Zuschauer verfolgten, wie der SuS das erste von zwei Relegationsspielen gegen den TV Jahn Dortmund mit 3:1 gewann und damit vor dem zweiten Relegationsspiel am Samstag eine gute Ausgangslage hat.

Relegation zur Verbandsliga

SuS Olfen - TV Jahn Dortmund

3:1 (25:23, 25:18, 18:25, 25:14)

Riesengroß war der Jubel bei den Olfenerinnen. Noch während der Ball in der Luft war, ertönte ein Schiedsrichterpfiff wegen eines Fehlers im vierten Satz - und brachte Olfen den ersten Sieg in der Relegation zur Verbandsliga gegen den TV Jahn Dortmund ein, der wie der SuS in einer Landesliga-Staffel Vizemeister geworden war.

SuS Olfen gewinnt den ersten Teil der Relegation gegen den TV Jahn Dortmund

Der SuS Olfen feiert nach dem ersten Sieg in der Relegation zur Verbandsliga. © Sebastian Reith

Das Duell der Landesligisten ist also schon mal an Olfen gegangen. Und an der Stimmung hätte man fast ablesen können, dass der Erfolg schon ausreicht für den Aufstieg. Olfens Spielerinnen lagen sich in den Armen, bevor die Welle für die Zuschauer folgte. Jana Köhler, Tochter von Trainer Dietmar Köhler, standen die Tränen in den Augen. Und Vereinschef Bernhard Bußmann fühlte sich sogar an glorreiche Zweitligazeiten zurückerinnert. „Von der Stimmung her war es sagenhaft. In der zweiten Liga haben wir es mal so voll hier gesehen“, sagte Bußmann. Trommeln, Gaströten, Sirenen und Fangesänge - es war ein Relegationsabend mit gutem Ende, den die Olfenerinnen so schnell nicht vergessen werden.

Olfen ist sich einig: Gegen Gievenbeck wird es schwieriger

„Man hat ja gemerkt, dass die Mädels viel zu nervös waren. Ich weiß gar nicht, wie viele Aufgaben wir ins Aus geschlagen haben. Im Angriff sind wir sonst auch aggressiver. Aber es geht um viel. Keiner viel sich eine Blöße geben“, sagte Dietmar Köhler. Dass der Verbandsliga-Drittletzte TSC Gievenbeck, auf den Olfen keine 24 Stunden später an diesem Samstag um 17 Uhr in der Halle der Mosaik-Schule (Dieckmannstraße 131, Münster-Gievenbeck) trifft, ein stärkeres Kaliber wird, davon gehen die Olfener aus. „Es wird mit Sicherheit nicht leichter werden. Die sind bestimmt abgezockter und haben mehr Routine. Aber wir haben Selbstbewusstsein getankt.“

Mittelblock Karla Zuske schloss sich da an: „Wir haben zu viele Aufschläge verschlagen. Hätten wir in dem Satz, den wir verloren haben, mehr rübergekriegt, wäre es vielleicht auch unser Satz gewesen. Da müssen wir noch eine Schüppe drauflegen. So ein Verbandsligist ist noch eine Nummer härter“, sagte Zuske.

Olfen kommt auch nach Rückständen zurück

Verstecken muss sich der SuS aber keinesfalls, denn er kam am Freitag selbst nach Rückständen zurück. Im ersten Satz lag Olfen lange mit drei Punkten zurück. Dann das Ass von Johanna Jäger zum 24:23. Jägers zweiter Ball kam auch nicht mehr vom Gegner wieder über das Netz - der erste Satz war schon mal für Olfen verbucht.

Im zweiten Satz verspielte Olfen dann in nur zwei Minuten eine sichere 14:9-Führung. Köhler nahm eine Auszeit, dann ging es hin und her mit wechselnden Führungen, ehe sich der SuS beim 20:17 doch vorentscheidend abgesetzt hatte. Olfen holte auch die emotional wichtigen Punkte nach langen, harten Ballwechseln. Zuske sah schließlich die Lücke und spielte den Ball über den Block kurz zum Satzgewinn.

In der zweiten Hälfte des dritten Satzes unterliefen Olfen dann nach dem 15:15 zu viele einfache Fehler. Schlecht gestellte Bälle, Annahmeprobleme und ein Block, der nicht da war, wo er hingehörte, sorgten für einen schnellen Rückstand. Der Satz ging klar an die Gäste.

SuS Olfen ist nun im Spiel

Doch der SuS hatte im vierten Satz auch wieder das nötige Glück. Mal tanzte der Ball bei Maria Lütkenhaus‘ Wischer auf dem Netz und fiel dann auf der richtigen Seite runter. Doch Olfen überzeugte auch spielerisch wieder. Die Angriffe waren präziser und wuchtig. Beim 15:8 war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Nach dem 18:11 ging die Halle noch mehr mit. Man verstand sein eigenes Wort fast nicht mehr.

Der Rest war Olfener Kampfgeist, Wille und schließlich Party, die am Samstag weitergeht. Die Mannschaft weilt um 14 Uhr erst bei der Trauung von Spielerin Sarah Richter, fährt dann nach Gievenbeck und möchte einen Grund haben, noch weiterzufeiern. Köhler: „Könnte sein, dass ich dann mal im Anzug an der Linie stehe wie in der Champions League.“ Mit einem weiteren Sieg ist Olfen Verbandsligist.

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