SuS Olfen kassiert gegen die DJK Blau-Weiß Annen die erste Saisonpleite

Volleyball

Volleyball-Landesligist SuS Olfen hat am Samstag die erste Saisonniederlage kassiert. Annen war klar besser. Ein großes Olfener Problem waren die Angaben.

Olfen

, 23.11.2019, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
SuS Olfen kassiert gegen die DJK Blau-Weiß Annen die erste Saisonpleite

Kerstin Zieren (l.) und Sonja Prott am Boden: Beide konnten dem Ball nur hinterhergucken. © Sebastian Reith

Nach anderthalb Stunden war der Spuk in der Halle des Phoenix-Gymnasiums in Dortmund-Hörde vorbei. Kerstin Zieren schlug im Entscheidungssatz den eigenen Aufschlag zu lang ins Aus. Der Ball zum 6:15 aus Sicht des SuS Olfen besiegelte am Samstag die erste Niederlage des Tabellenführers der Volleyball-Landesliga.

Damen, Landesliga 6

SuS Olfen - DJK BW Annen 2:3 (13:25, 25:22, 25:17, 18:25, 6:15)

Dass es ein eigener Aufschlag war, der zum letzten noch fehlenden Punkt zum Sieg für den Gegner führte, war bezeichnend. Man hätte fast meinen können, dass das Feld in der Hörder Halle zu kurz war. Nicht zu erklären waren nämlich die vielen eigenen Aufschläge, die zum Teil deutlich hinter der Grundlinie runter kamen. Doch Volleyballfelder sind genormt. Daran kann es nicht gelegen haben.

„Im ersten Satz haben wir, glaube ich, gar keinen rüber gekriegt“, sagte Olfens Trainer Dietmar Köhler hinterher enttäuscht. Beim 5:12 im ersten Satz hatte er die erste Auszeit nehmen müssen, um seine Spielerinnen wach zu rütteln. Olfen machte einfach zu viele eigene Fehler. Von den ersten acht Gegenpunkten resultierten vier aus verschlagenen Angaben. Zieren bekam sogar den Ball am Netz wartend gegen den Hinterkopf. Über das gesamte Spiel vergab der SuS fast 20 Aufschläge.

Olfen baut keinen eigenen Druck auf

Hinzu kamen massive Olfener Annahmeprobleme. So schaffte es die Köhler-Sechs auf dem Feld fast nie, selbst Druck aufzubauen, hechelte immer Bällen hinterher. „Irgendwie sind wir nicht reingekommen. Wenn wir zurückliegen, lassen Köpfe hängen“, sagte Köhler.

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Neuer Satz, neues Glück: Olfen kam in den Durchgängen zwei und drei besser rein. Und auf den entscheidenden letzten Punkten setzte sich der SuS im zweiten Satz dann auch ab. Maria Lütkenhaus sorgte mit ihrem Schmetterball für Satzausgleich. Und im dritten Satz lief es dann sogar richtig gut. Das „Par-ty!“ bei jedem Olfener Punkt wurde immer häufiger. 11:8, 13:10, 21:17 und dann 22:17 - damit war der Satz vorentschieden.

Statt Schub und Eurphorie reißt Olfens Serie ab

„Das hätte uns einen Schub geben müssen und für Euphorie sorgen müssen“, sagte Köhler. Unerklärlicherweise fiel Olfen in Satz vier in alte Verhaltensmuster. Die Wittenerinnen setzten sich ganz schnell ab (14:6) - ein Rückstand, von dem sich Olfen sich trotz kämpferischer Einstellung nicht mehr erholte. Um 15.11 Uhr ging der Satz an Annen - Olfens erster Punktverlust in dieser Saison.

Und nur 14 Minuten später hatte der SuS auch den fünften Satz verloren, nachdem Annen kurzen Prozess gemacht hatte. Das Momentum hatte der Tabellendritte klar auf seiner Seite. Köhler: „Irgendwann waren wir mal reif. Die waren besser, aggressiver und wollten den Sieg mehr.“

SuS Olfen: Zuske, Lütkenhaus, Maikötter, Jäger, van Dunderen, Köhler, Prott, Zieren, Schlieker-Steens, Schinkler

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