SuS Olfen siegt glücklich in der Generalprobe vorm Liga-Start

rnFußball: Testspiel

Es war ein intensives und wildes Testspiel zwischen dem Fußball-Bezirksligisten SuS Olfen und A-Ligist BW Alstedde – mit dem etwas glücklicheren Ende für die Olfener.

Olfen

, 26.01.2020, 20:04 Uhr / Lesedauer: 2 min


Testspiel
SuS Olfen - BW Alstedde 4:3 (1:1)

Die Teams geizten nicht mit Zweikampfszenen. Vor allem Alstedde bekam das zu spüren, auch wenn der SuS nicht mit übertriebener Härte Fußball spielte. So musste etwa Torschütze Albert Juric (23.), der bei seinem 1:0 Andre Milewzyk im Olfener Tor tunnelte, schon zur Pause wieder raus, weil er einen Schlag auf den Fuß bekommen hatte. Juric war erst für Can Cicek gekommen, der schon nach wenigen Minuten umgeknickt war und andeutete, dass es besser wäre, ihn rauszunehmen. Ein Ordnungsgeld dürfte Trainer Tim Hermes bekommen, der als Trainer nach Bemerkungen stellvertretend die Rote Karte im zweiten Durchgang bekam.

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Alstedde setzte die Platzherren zu Beginn gewaltig unter Druck. Auf Juric‘ Führung wären fast noch zwei Treffer von Jonas Hülsmann gefolgt. Bei beiden Freistößen soll der aufgerückte Abwehrspieler aber im Abseits gestanden haben. „Der Gegner ist eine Bezirksligamannschaft, das kann man so sagen“, sagte Olfens Trainer Michael Krajczy später.

Olfen kam nach einer halben Stunde ins Spiel und prompt zum Ausgleich durch Fabian Konietzni nach einem Solo aus spitzem Winkel. Kapitän Marvin Böttcher erzielte sogar fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff das 2:1 für den SuS und verpasste mit einem Heber neben das Tor das 3:1.

In Olfens Drangphase setzte dann Dustin Nowak wunderschön einen Freistoß über die Mauer ins Tor (53.). Und Werne-Wintertransfer Dominik Hennes erzielte nach einem Ballverlust sechs Minuten später das 3:2 für Alstedde. „Wir hatten mehr Spielanteile als Olfen und haben uns auch klare Torchancen erarbeitet“, sagte Alsteddes Trainer Tim Hermes, der auf eine „super erste Halbzeit“ zurückblickte. „Im Endeffekt haben wir uns drei Tore selber reingelegt“, sagte Hermes.

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Das wohl klarste ging auf das Konto von Dennis Schulz, Alstedder Pechvogel, der mit einem völlig verunglückten und viel zu hohen Rückpass auf seinen Schlussmann Kevin Glaap das Eigentor zum 3:3 schon kommen sah, als der Ball noch in der Luft war („Ach du scheiße!“) und dann Trost von Olfener Spielern erhielt. „Wir haben Böcke dringehabt, die haben Böcke dringehabt“, sagte Krajczy nach Spielschluss. „Sowas ist in der Vorbereitung normal. Wir haben eine intensive Woche hinter uns“, erklärte Tim Hermes.

„Ich weiß nicht, ob wir uns über den Sieg so freuen sollten. Das Selbstvertrauen nimmt man mit, aber wenn man ehrlich ist, war das in vielen Teilen keine Bezirksliga-Leistung von uns“, sagte Innenverteidiger Matthias Potthoff selbstkritisch. Sein Trainer hatte da eine andere Meinung: „Wir haben es gar nicht so schlecht gemacht. Der Ball lief gut. Die Chancenverwertung war dürftig. Das muss man so sagen“, erklärte Krajczy. Michael Karwot sorgte mit einem Schlenzer in der Schlussminute für Olfens späten Erfolg.

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