SuS Olfen verliert deutlich gegen Bochumer HC

Handball: Kreisliga

Die Handballer des SuS Olfen haben gegen Bochum verloren. Deutlich – und am Ende auch durch technische Fehler berechtigterweise. Daran änderten auch drei personelle Überraschungen im Olfener Kader nichts.

Olfen

, 18.02.2018, 17:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Michael Scholten, wiedergewählter Abteilungsleiter der Olfener Handballer, musste mit dem SuS eine Niederlage einstecken.

Michael Scholten, wiedergewählter Abteilungsleiter der Olfener Handballer, musste mit dem SuS eine Niederlage einstecken. © Jürgen Weitzel

Handball, Kreisliga
SuS Olfen – Bochumer HC 20:26 (7:12)

Die letzten Jedi – so lautet der Titel des jüngsten „Star Wars“-Films aus dem Hause Disney. Tausende lockte er Ende 2017 in die deutschen Kinos. Der Plot: ganz simpel. Ein alter Held – Luke Skywalker – kehrt auf die Leinwand zurück, um „die dunkle Seite der Macht zu bekämpfen“. Bekommt dabei Unterstützung weiterer legendärer Helden – die Jedi-Ritter. Am Ende gewinnen – klar, die Guten. Nicht so am Samstag beim SuS Olfen in der Handball-Kreisliga.

SuS-Trainer Michael Scholten reaktivierte zwar seine „letzten Jedi-Ritter“ mit Till Ott, Tobias Nocke und Sebastian Reinkober. Allesamt Spieler, die zuletzt nur noch für die zweite Mannschaft spielten. Am Ende gewannen aber – aus Olfener Sicht – die Bösen. Was im Film klappt, schafft die Realität eben noch lange nicht. Der Bochumer HC ging mit 26:20 (7:12) als Sieger am Samstag in der Olfener Sporthalle hervor. Besonders die letzten Spielminuten wirkten ähnlich hektisch wie ein 3D-Kinofilm voller Raumschiffe und Laserwaffen.

Während im Krieg der Sterne die Protagonisten ihr Heil im Angriff suchten und alles auf Attacke setzten, scheiterte es für die Olfener Handballer genau dort. „Wir haben die Partie vorne verloren“, sagte Michael Scholten. Zu viele Fehlwürfe. Der BHC setzte sich bis zur neunten Minute auf 4:1 ab, zog in der 41. Minute auf 11:17 davon.

Der Grund: Es fehlte an Training. Auch wegen des Olfener Karnevals. Hinzu kamen die vielen Ausfälle. Ob er zufrieden war mit dem reaktivierten Trio? „Tobi, Till und Reini (Anm.: Sebastian Reinkober) haben alles gegeben. Leider hat es nicht gereicht“, sagte Scholten – und nannte auch hier einen Grund: „Die waren eben mit dem Rest der Truppe nicht eingespielt. Da kann man nichts machen.“

Und was die Olfener in diesem Fall nicht vermochten, setzten die Bochumer Gäste einfach besser um. Ein Blockbuster wie Star Wars kommt nicht ohne eine epische Schlacht aus. Die Partie am Samstagabend bot auch das.

Auf der einen Seite: Ott, Nocke und Reinkober. Die erfahrenen Helden, die die Reihen der angeschlagenen Mannschaft auffüllen sollten. Siebenmal trafen sie zusammengerechnet das Tor.

Auf der anderen Seite: Philipp Schwiderowski. Der 134-Tore-Mann der Bochumer. Die ultimative Waffe. Neun Treffer verzeichnete er alleine. Auch eine zwischenzeitliche Manndeckung durch Justin Knebel hielt ihn nicht auf – Schwiderowski traf aus allen Lagen.

Doch Olfen ließ nicht ab, voller Angriff, 0:6-Manndeckung ab der 54. Minute. Ott verkürzte per Gegenstoß auf 16:23. Ein letztes Aufbäumen. Die Partie wurde hektisch. Die Zuschauer sahen einen regelrechten Schusswechsel – ohne Folgen. Olfen blieb chancenlos. Scholtens Fazit: „Mit den Punkten hätte keiner gerechnet. Ich hätte die gerne geholt gegen den Bochumer HC. Eigentlich war es auch nicht die bessere Mannschaft. Aber so wurde das nichts.“

Team und Tore
SuS:
Bölken, Steinkraus - Knebel (2/1), Winkler ), Nocke (3), L. Scholten (5/2), Oberhag, Cremer, Ott (1), Elsner, Reinkober (3), Lemberg (1), M. Wienken (1)

Am Freitag wählte die Abteilung Vorstand Michael Scholten und den gesamten Vorstand auf der Jahreshauptversammlung im SuS-In-Treff wieder. Der SuS plant ein Strategiekonzept, um die Handball-Jugendabteilung zu fördern, und sucht dafür Freiwillige.
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