Teutonia Waltrop ist gegen SuS Olfen die weniger harmlose Mannschaft

rnFußball-Bezirksliga

Gegen Teutonia Waltrop wollte der SuS Olfen am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga weitere Punkte einfahren. Das klappte nicht. Verdient wäre es aber gewesen, weil beide Teams schwach spielten.

Olfen

, 13.09.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange Zeit tat sich nichts im Sportpark Nord. Am Ende stand der SuS Olfen bei seinem Bezirksliga-Gastspiel bei Teutonia Waltrop aber durch die 0:1 (0:0)-Niederlage mit leeren Händen da. „Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel“, befand Jupp Ovelhey nach dem Spiel.

Damit meinte der SuS-Trainer zum einen die annähernde Gleichzahl an Großchancen beider Mannschaften und zum anderen die Qualität des Spiels. Denn die Partie zwischen der Teutonia und dem SuS Olfen war besonders in der Hälfte nichts für Ästheten. Zwei Halbchancen auf Waltroper, eine auf Olfener Seite - Daniel Berger scheiterte mit einem harmlosen Schuss aus etwa 25 Metern -, das war‘s im ersten Durchgang.

SuS Olfen ist auf Fehlervermeidung aus

„Die erste Hälfte war von beiden nichts. Der Gegner stand im Mittelfeld kompakt. Wir sind da nicht ins letzte Drittel gekommen“, meinte Ovelhey. „Wie sagt man so schön: Die einen wollten nicht, die anderen konnten nicht.“

Olfen war vor allem darauf bedacht, keine Fehler zu machen und den Gegner möglichst vom eigenen Tor fernzuhalten, was über weite Teile des Spiels auch gelang. Trotzdem war die Teutonia dem ersten Treffer näher als Olfen. Kurz nach dem Seitenwechsel drängten die Waltroper zunächst auf die Führung, scheiterten aber an SuS-Keeper Louis Reitemeier (50.) oder waren zu inkonsequent im Abschluss (51.).

Olfen kam in dieser Phase kaum mit dem Ball in die gegnerische Hälfte. Bezeichnend für diesen Abschnitt war auch, dass die beste Olfener Aktion eine Grätsche von Darius Brüggemann war, der mit dieser Aktion verhinderte, dass ein Waltoper frei vor Reitemeier aufgetaucht wäre (63.).

„Wir waren nicht so präsent und so zweikampfstark, um uns richtig gute Chancen herauszuspielen“, sagte Ovelhey.

Teutonia Waltrop bleibt gefährlicher als Olfen

Danach tat sich eine Viertelstunde wieder nichts mehr. Dann waren es erneut die Waltroper, die gefährlicher waren. Zunächst verfehlten die Gastgeber das SuS-Tor nach einer Ecke per Kopf nur knapp (78.). Eine Zeigerumdrehung später war es dann aber so weit. Per Heber überwand Nikolas Poslednik den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Reitemeier - 1:0 für Waltrop (79.).

Bis dahin, schien es, war die Taktik aufgegangen. „Wir haben nicht auf Null gespielt, aber versucht, aus unserer Ordnung heraus das Spiel aufzubauen“, sagte Ovelhey.

Olfen musste nach dem Gegentreffer mehr machen und intensivierte die Offensiv-Bemühungen, scheiterte aber immer wieder am Defensiv-Verbund der Teutonia und blieb relativ harmlos. Die beste Gelegenheit auf den Ausgleich vergab nach einer Hereingabe des eingewechselten Marvin Böttcher Niklas Mählmann, dessen Versuch, den Ball über die Linie zu drücken, noch im letzten Moment geblockt wurde (86.).

Waltrop bringt den Sieg über die Zeit

Danach passierte nicht mehr viel und Teutonia Waltrop brachte den Sieg über die Zeit. Insgesamt wachte der SuS zu spät auf und spielte erst konsequenter nach vorne, als er dazu gezwungen war. „Richtig zielstrebig, auch auf die Gefahr hin, in einen Konter zu laufen, waren wir erst nach dem 0:1“, bestätigte Ovelhey den Eindruck.

Die Enttäuschung nach dem Spiel war groß bei Niklas Mählmann (l.) und Darius Brüggemann.

Die Enttäuschung nach dem Spiel war groß bei Niklas Mählmann (l.) und Darius Brüggemann. © Matthias Henkel

Damit bleiben die Olfener bei drei Punkten in der Bezirksliga - einen mehr hätte sich Jupp Ovelhey mindestens gewünscht. „Ich bin ein bisschen enttäuscht, da wäre mehr drin gewesen“, so der SuS-Trainer und sagte weiter: „Damit muss ich jetzt klar kommen.“

Teutonia Waltrop - SuS Olfen 1:0 (0:0)
SuS Olfen: Reitemeier - Akti, Brüggemann (66. Kleischmann), Schlestein, Konietzni, Brüggemann, Zyla, Maikötter (81. Westrup), Berger (81. Böttcher), Rast, Mählmann

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt