Vom Luxusproblem zur Personalnot: SuS Olfen muss den Ersatz-Ersatz-Torwart im Pokal aufbieten

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Gegen die DJK Vorwärts Lette muss SuS-Trainer Jupp Ovelhey sein Team auf einigen Positionen umbauen. Auf der Torwartposition wird es besonders heikel. Endet Olfens Pokal-Fluch?

von Janis Czymoch

Olfen

, 23.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor der Saison hatte Jupp Ovelhey, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SuS Olfen, eigentlich ein richtiges Luxusproblem im Tor. Seine beiden Keeper Louis Reitemeier und Jan Stember lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nummer eins im SuS-Kasten. „Einen richtigen Stammtorhüter hatten wir vor der Saison nicht“, so Trainer Ovelhey. Letztendlich setzte sich Reitmeier im Torhüter-Duell durch, was sich für den anderen als doppelt bitter herausstellte, denn bei Jan Stember wurde ein Knorpelschaden festgestellt.

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Am vergangenen Wochenende gegen RW Germania dann der nächste Ausfall im Tor der Olfener. Louis Reitemeier knallte gegen den Torpfosten und zog sich dabei eine Prellung im Rückenbereich zu. Für ihn kam Niklas Zöller in die Partie, der normalerweise in der zweiten Mannschaft den Kasten sauber hält. „Louis wird für Donnerstag definitiv ausfallen und ist auch für das Ligaspiel am Sonntag fraglich“, gab sein Trainer bekannt. Im Pokal gegen Kreisligist DJK Lette wird also definitiv Niklas Zöller das Tor des SuS Olfen hüten.

Auch Gordon Zyla fehlt verletzt

Doch die Torhüterposition ist nicht die einzige, auf der die Olfener für Donnerstag umbauen müssen. Mit Gordon Zyla verletzte sich im letzten Bezirksligaspiel ein weiterer wichtiger SuS-Spieler, dessen Ausfall für Donnerstag ebenfalls feststeht.

Die Verletzung des Mittelfeldspielers könnte auch Einfluss auf das System für das Pokalspiel gegen Lette haben, wie Trainer Jupp Ovelhey erklärte. „Gordon ist ein erfahrener zentraler Mittelfeldspieler, vielleicht müssen wir sein Fehlen mit einer Doppel-Sechs-Formation kompensieren“, ließ sich Ovelhey etwas in die Karten schauen.

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Der Trainer will die Pokal-Partie gegen einen Gegner, der im Liga-Alltag normalerweise eine Liga drunter spielt, also als Chance nutzen, ein paar neue Dinge auszuprobieren. „Das Pokalspiel gibt uns die Möglichkeit, ein paar Spieler von Anfang an spielen zu lassen, die am Sonntag zum Beispiel auf der Bank gesessen haben“, erklärte der Trainer.

SuS Olfen hat ein Pokal-Trauma

Wenn es den Olfenern am Donnerstag gelingen würde, eine Runde weiter zu kommen, wäre das der erste Erfolg im sechsten Anlauf. So lange wartet der SuS nämlich schon auf einen Sieg in der ersten Runde des Pokals. Seit der SuS Olfen vom Kreis Lüdinghausen in den Kreis Ahaus/Coesfeld gewechselt ist, gab es nie ein Weiterkommen in Runde eins – ob gegen einen Oberligisten oder einen B-Ligisten.

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