Vorbereiter Daniel Berger hat seine Instinkte trotz neuer Rolle beim SuS Olfen nicht verloren

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Der SuS Olfen hat Daniel Berger umfunktioniert. Früher hatte er eine andere Rolle bei seinen Vereinen. Jupp Ovelhey hat eine andere Verwendung für den Neuzugang auf dem Feld.

Olfen

, 09.09.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim PSV Bork war Fußballer Daniel Berger einst der Strippenzieher im Mittelfeld, der mit seinen langen und präzisen Bällen Joel Grodowski und Marvin Schuster, Borks gefürchtetstes Sturmduo, bediente. Auch beim BV Brambauer zog Berger seine Kreise im Zentrum, bereitete immer wieder Tore vor, vor allem auf den mit gewechselten Marvin Schuster, mit dem er schon in Bork zusammenspielte. Nun der SuS Olfen: Doch hier hat Berger eine andere Aufgabe.

In der Vorbereitung spielte er die Position schon, im ersten Meisterschaftesspiel, dem 2:1 gegen Union Lüdinghausen, auch: Daniel Berger agierte im System von Trainer Josef Ovelhey als überraschende zweite Spitze. Bergers feiner linker Fuß ist nun vermehrt für das Toreschießen da statt für die Vorbereitungen. Verloren hat Berger seine Instinkte, wo die Mitspieler hinlaufen, aber nicht.

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„Ich habe ja trotzdem einen Stürmer von uns gefüttert, den Steckball zum 2:0“, merkt Daniel Berger an. Bergers Klasse, weswegen Sportchef Norbert Sander ihn vom FC Nordkirchen geholt hat, blitzte auf: Wunderschön schickte er Sebastian Rast in die Tiefe, der legte quer auf Niklas Mählmann. Nach Rast war Berger der zweite Gratulant beim Schützen.

Daniel Berger spielt gerne auf der Stürmerposition

Die Stürmerposition ist für Berger deshalb ungewohnt, weil er sie jahrelang nicht bekleidet hat. Deswegen ließ er sich auch immer wieder etwas tiefer fallen, holte Bälle aus dem Mittelfeld ab, ließ klatschen, verteilte die Bälle.

Daniel Berger (r.) läuft auf Sebastian Rast (l.) und Niklas Mählmann zu.

Daniel Berger (r.) läuft auf Sebastian Rast (l.) und Niklas Mählmann zu. © Sebastian Reith

Das war er aus Bork und Brambauer gewohnt. „Der Trainer hat mich da die ganze Vorbereitung aufgestellt. Mir macht es Spaß. Ich kann die Bälle halten und hinter die Abwehr spielen. Gefällt mir“, ließ der 27-Jährige nach Spielschluss wissen.

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Der Derbysieg war ein Arbeitssieg, aber ein verdienter. Olfen war klar besser als die Gäste. Berger: „Es war ganz, ganz wichtig, mit einem Dreier in die Saison zu starten. Ich glaube, man hat es in der ersten Halbzeit gesehen, dass es eine disziplinierte Leistung war. Wir sind mit Vollgas in die Zweikämpfe gegangen und sind zufrieden, hätten aber eigentlich höher gewinnen können. An der Chancenverwertung müssen wir arbeiten.“

Das Abtasten zu Beginn des Spiels kann er nachvollziehen: „Man will keine Fehler machen, man spielt mit Vorsicht und traut sich nicht, die Risikobälle zu spielen.“ Berger spielte ihn dann doch - das führte zum Erfolg.

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