Warum der SuS Olfen so lange mit einem Bezirksliga-Einsatz für Sebastian Rast wartete

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Lange war er verletzt: Nun hat Sebastian Rast (19) den ersten Startelf-Einsatz in der Bezirksliga erhalten - und sogar getroffen. Dass Olfen umstellen musste, spielte Rast in die Karten.

Olfen

, 21.10.2019, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Kreisliga B hatte Stürmer Sebastian Rast (19) schon 18 Saisontreffer für die zweite Mannschaft des SuS Olfen erzielt. Sonntag traf er erstmals für die Bezirksliga-Mannschaft gegen Vreden (4:2) zum Endstand. Auch in der Startelf stand er zum ersten Mal. In Olfen hatte man bewusst lange gewartet, bis Michael Krajczy ihm die Chance gab.

Sebastian Rast genießt wegen seiner fußballerischen Qualitäten durchaus ein Standing in seinem Verein. „So einen Stürmertyp wie ihn haben wir sonst gar nicht. Er steht oft mit dem Rücken zum Tor, kann die Bälle halten. Er hat seine Stärken im Strafraum, ist aber nicht der Typ für das Konterspiel“, sagte Sportchef Norbert Sander am Montag. „Er ist ein Strafraumstürmer“, wiederholte auch Krajczy am Sonntag.

Krajczy überlegte, wie er Sebastian Rast am besten einsetzen kann

Deswegen haben die Olfener auch mit einem Einsatz lange gewartet. Der SuS Olfen lebt von den vielen schnellen Offensivspielern. Sebastian Rast passt da auf den ersten Blick vielleicht nicht gleich rein. „Wir haben lange überlegt: Wie können wir ihn bringen?“, so Krajczy.

Hinzu kam eine langwierige Verletzung von Sebastian Rast, der nach einem spät erkannten Meniskusriss operiert werden musste. „Er hatte gar keinen Rhythmus mehr. Den kriegt er nur, wenn er jede Woche durchspielt“, sagte Sander. Daher kickte Sebastian Rast bei seinem Vater in der B-Liga-Reserve, holte sich Spielpraxis und Selbstvertrauen. Im Topspiel gegen Hochmoor brauchte die zweite Mannschaft ihren Torjäger noch.

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„Ich war elf Spieltage bei der zweiten Mannschaft. Es hat Spaß gemacht, in beiden Mannschaften zu trainieren“, sagte Rast. Sonntag war der Moment für einen Einsatz dann gekommen. „Wir haben vor drei bis vier Wochen das Spiel gegen Vreden anvisiert“, sagte Sander - auch weil bekannt war, dass Kapitän Marvin Böttcher dann im Urlaub sein wird und der SuS vorne Ersatz brauchen wird.

SuS Olfen musste nach herber Niederlage eine Reaktion zeigen

Die unterirdische Leistung gegen den FC Epe aus der Vorwoche (1:3) machte es Krajczy obendrein leicht, Änderungen vorzunehmen. Olfen wollte den Stil verändern und voll draufgehen. „Wir mussten eine Reaktion zeigen“, sagte Sander. Und mit einer dominanten Belagerungsspielweise rückt auch ein Stürmertyp wie Rast in den Fokus.

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„Ich würde nicht sagen, dass ich langsam bin, aber ich bin nicht ein Spieler wie Felix Schröder, der 30 Sprints pro Spiel anzieht. Ich mag es, im Strafraum zu sein, und sollte mich auch hauptsächlich im Zentrum aufhalten. Das hatten wir so besprochen“, sagte Rast.

Warum der SuS Olfen so lange mit einem Bezirksliga-Einsatz für Sebastian Rast wartete

Bälle abschirmen - das ist eine von Sebastian Rasts Spezialitäten. © Jura Weitzel

Sebastian Rast trifft und arbeitete viel

Und der 19-Jährige nutzte die Chance. „Er hat ja nicht nur ein Tor gemacht, sondern viel gearbeitet“, sagte Sander. Krajczy geht davon aus, dass Rast sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat: „Er hat es gut gemacht, muss jetzt aber dran bleiben. Er kann noch viel, viel mehr.“

Rast gibt sich mannschaftsdienlich: Eine Vorlage sei manchmal mehr wert als ein Tor. „Ich möchte umsetzen, was gefordert wird, und zeigen, was ich kann. Das Bezirksliga-Tempo ist schon ein anderes, aber ich versuche, mich bestmöglich anzupassen. Es war geil, mal wieder bei der Ersten zu spielen.“

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