Wenige Tore, aber trotzdem gewonnen - SuS Olfen reichen 19 Tore zum Sieg

Handball: Kreisklasse

19 eigene Tore reichen dem SuS Olfen zum Auswärtserfolg in Wanne-Eickel. Das liegt auch an der Abwehr um Torhüter Henrik Billermann.

Olfen

, 01.12.2019, 22:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wenige Tore, aber trotzdem gewonnen - SuS Olfen reichen 19 Tore zum Sieg

Hielt stark: Olfens Torhüter Henrik Billermann war es mit zu verdanken, dass Olfen in Herne die Punkte holte. © Jürgen Weitzel

Mit 19 Gegentoren kann man schon mal ein Handballspiel gewinnen – das dürfte sich der Gegner der Olfener Kreisklasse-Handballer gedacht haben. Doch Olfens Abwehr aber war noch besser und ließ am Sonntag in der Sporthalle der Erich-Fried-Gesamtschule in Herne nur 15 Tore des DSC Wanne-Eickel zu – Ligabestwert!

1. Kreisklasse Industrie

DSC Wanne-Eickel - SuS Olfen

15:19 (8:8)

Bisher hatte der SuS Olfen nämlich bestenfalls 16 Gegentore in einem Spiel kassiert. Das war erst vor zwei Wochen gegen den VfL Bochum. Gegen Wanne-Eickel unterbot der SuS das noch – Grundstein für die zwei Punkte.

Und die sind nach dem Ausrutscher eines Verfolgers besonders viel wert. Der Tabellenzweite HC Westfalia Herne II verlor nämlich in Herbede mit 27:30 und hat jetzt zwei Punkte Rückstand auf den alleinigen Tabellenführer aus Olfen. „Da fühlt sich der Sieg gleich noch besser an“, sagte Daniel Schnellhardt, Olfens Trainer.

Was ihm nicht gefiel, war die Offensive der eigenen Mannschaft. „Wir sind gar nicht zur Entfaltung gekommen. Der Gegner war unangenehm und der Torwart wirklich gut. Der größte Gegner waren aber wir selbst. Wir haben uns zu oft im Weg gestanden und haben keine Normalform gezeigt“, sagte Schnellhardt kritisch.

Auszeit bringt Wende im Olfener Offensivspiel

Am DSC-Keeper biss sich der SuS Olfen zudem die Zähne aus. Nach 13 Minuten – es stand 5:2 für Wanne-Eickel – nahm Schnellhardt seine erste Auszeit. Zwei Tore in 13 Minuten waren nun wirklich nicht das, was sich der Olfener Handballcoach vorgestellt hatte. Und es besserte sich. Massiv.

Die Unglückszahl 13 wurde zur Olfener Glückszahl: Es dauerte wieder 13 Minuten, bis nun der Gegner wieder das Tor traf. Olfen hatte in der Zwischenzeit aus dem 2:5 ein 8:5 gemacht. Großen Anteil hatte daran Henrik Billermann. Olfens Keeper wurde eingewechselt und Schnellhardt rechnete seinen Paraden später einen Löwenanteil des Olfener Sieges zu.

Torarmes Unentschieden zur Pause

In die Pause ging es nach einigen Nachlässigkeiten dann mit einem 8:8 – eine torarme erste Halbzeit. Viel mehr Tore fielen aber auch in der zweiten nicht. Die entscheidende Phase waren die zehn Minuten nach der Pause. Olfen führte nach 40 Minuten mit 13:9. Sieben Minuten vor der Sirene lag der SuS mit 17:11 in Fromt – das war die berühmte halbe Miete.

„Zwei Siege noch und es wäre ein perfektes Jahr“, sagte Schnellhardt, der damit wohl nicht den Abstieg im Frühjahr, sondern die Trendwende in der Kreisklasse meinte. Sieben Siege stehen nur einer Niederlage gegenüber. Olfen ist auf bestem Weg zurück in die Kreisliga.

SuS Olfen: Billermann, Bölken - Knebel, Lang (5), . Scholten (6/3), Ott (1/1), Cremer, Kaschinski (1), Elsner (2), Marc. Oberhag, Lemberg (1), Höning (3)

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