Weniger Reiter, weniger Zuschauer, weniger Wettkämpfe: So steht es um die Vinnumer Reitertage

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Der Reitverein Lützow steht in den Startlöchern. In zwei Wochen stehen nämlich die Vinnumer Reitertage auf dem Programm. Diese werden aber durch Corona etwas anders ablaufen als sonst.

Vinnum

, 17.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise steht für den Reitverein Lützow Anfang August immer das fünftägige Reitturnier, die Vinnumer Reitertage, ganz groß im Kalender. Wegen Corona stand das Event lange auf der Kippe. Nun gibt es aber am 1. und 2. August, vom 4. bis 6. August sowie vom 7. bis 9. August drei Turniere, alles ein wenig anders als sonst. Vorstandsmitglied Franz-Josef Schulte im Busch erklärt im Interview, wie die Wettbewerbe aussehen und worauf sich Reiter und Zuschauer einstellen müssen.

Wie kam die Idee zustande, das ganze Event aufzuteilen?
Wir waren gewillt, für die Reiter in irgendeiner Form die Veranstaltung anzubieten. Dass das in der üblichen Art und Weise nicht möglich ist, war schnell klar. In Rücksprache mit der Olfener Kommune kam dann der Bürgermeister auf die Idee, das Ganze in drei größere Blöcke aufzusplitten. Nun ziehen wir die Veranstaltung ein wenig auseinander und machen daraus eben nicht wie sonst eine Massenveranstaltung oder ein Volksfest.

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Warum sind es nun nicht wie sonst fünf, sondern acht Wettkampftage?
Wir haben mehr Tage gebraucht, um alle Wettbewerbe unterzukriegen. Denn es dürfen nicht mehr so viele Reiter und Pferde vor Ort sein wie sonst. Hinzu kommt, dass wir nicht mehr fünf, sondern nur noch drei Plätze für die Veranstaltungen benutzen werden. In 10 bis 12 Stunden können wir dann nicht die ganzen Teilnehmer unterkriegen.

Franz-Josef Schulte im Busch freut sich auf das Reitturnier in Vinnum.

Franz-Josef Schulte im Busch freut sich auf das Reitturnier in Vinnum. © Jura Weitzel

Was musste noch anders gestaltet werden als die restlichen Jahre?

Es wird keine große Siegerehrung geben. Ihre Schleifen und Ehrenpreise können die Teilnehmer sich aber trotzdem abholen. Was wir noch planen, ist wahrscheinlich eine Ehrung in Dreier-Gruppen auf einem Treppchen, aber ohne die Pferde und natürlich alles kontaktlos. Somit hat es ein bisschen den Charakter einer Siegerehrung, denn sonst ist das immer eines der Highlights.

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Fallen dieses Jahr auch viele Prüfungen weg?

Im Grunde genommen gibt es an den acht Tagen nur Spring- sowie Dressurwettbewerbe und das Ponyreiten. Die Sonderschauen sowie alle Abendveranstaltungen, wie beispielsweise das Flutlichtspringen, fallen dieses Mal leider weg. Da alles nur in abgespeckter Form stattfindet, gibt es im Grunde genommen auch keine wirklich großen Highlights.

Das Flutlichtspringen muss in diesem Jahr bei den Vinnumer Reitertagen aus dem Programm gestrichen werden.

Das Flutlichtspringen muss in diesem Jahr bei den Vinnumer Reitertagen aus dem Programm gestrichen werden. © Jürgen Weitzel

Wird es durch die aktuellen Vorgaben für Veranstaltungen eine Mindestanzahl an Teilnehmern geben?

Wir werden eine Startplatzbegrenzung für jeden einzelnen Wettbewerb haben. Das gab es bisher auch noch nie bei uns, sonst sind es immer fast 3000 Starts gewesen. Für jede Prüfung sind die Anzahl der Plätze dieses Mal bereits in den Ausschreibungen angegeben. Die liegen bei 48 bis 95. Die Begrenzung ist speziell an den Wettbewerb angepasst, da beispielsweise das Springreiten nicht so lange dauert wie die Dressur. Und man somit auch mehr Teilnehmer durchkriegt.

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Wie sieht es mit den Zuschauern aus?

Nach den offiziellen Vorgaben werden auch bei unserem Event nur 300 Zuschauer zugelassen. Anhand von Listen überprüfen wir dann, wie viele bereits auf dem Gelände sind. Wer wieder geht, trägt sich einfach wieder aus, sodass wir uns genau an die 300 Zuschauer halten. Das wird zwar eine sportliche Aufgabe, aber ich schätze mal, dass wir nie auf die maximale Zahl kommen werden, sondern sich die Menschen gut über den Tag verteilen.

Haben Sie oder der Verein irgendwelche Bedenken bezüglich des Turniers?

Wir haben mehrere Stunden zusammengesessen, um ein Konzept auszuarbeiten und sind bereit für das Event. Große Bedenken gibt es bei mir persönlich deswegen nicht, da ich auch schon auf einigen anderen Reitveranstaltungen war in der aktuellen Lage. Und die Reiter wissen auch, was zu tun ist und wie sie sich verhalten müssen, da es wohl für viele nicht das erste Event in dieser besonderen Form ist. Hinzu kommt, dass unser Gelände auch großflächig angelegt ist.

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