Warum durften Andreas Stolzenberg und David Olschewski Westfalia Vinnum im Winter verlassen?

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Hat der Vorstandsbeschluss, Spieler in der Winterpause nicht freizugeben, Bestand, obwohl Andreas Stolzenberg und David Olschewski gehen durften? Westfalia Vinnum hat sich geäußert.

Vinnum

, 07.02.2020, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Warum ließ Fußball-Kreisligist Westfalia Vinnum die Offensivkräfte Andreas Stolzenberg und David Olschewski trotz selbstauferlegtem Winterpausen-Wechselverbot ziehen? Der Verein zog sich vereinsintern zurück, bevor er sich dazu äußerte. Freitag, eine Woche nach der Einigung zwischen den Vinnumern und Stolzenbergs neuem Klub SW Meckinghoven, erklärte der Verein, warum er die Spieler doch noch freigab.

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Eigentlich dürfen Fußballer von Westfalia Vinnum in der Winterpause den Verein nicht verlassen. Eine Freigabe erteilen die Vinnumer grundsätzlich nicht. Das hat der Verein wie berichtet innerhalb des Vorstandes vor Jahren beschlossen - ein Grundsatzbeschluss. Wollen Spieler doch wechseln, müssen sie mit einer sechsmonatigen Sperre rechnen, die mit ihrem letzten Einsatz für die Vinnumer beginnt, bevor sie automatisch für ihren neuen Klub spielberechtigt sind.

Prominentestes Beispiel: Sven Görlich, dessen Wechselwunsch die Vinnumer im vergangenen Jahr nicht nachkamen. Die Vinnumer wollen die Spieler mit dem Vorstandsbeschluss an ihr Wort erinnern und Wechselchaos in der Winterpause eindämmen.

Vinnumer Spieler dürfen in der Winterpause weiterhin nicht gehen

In der Winterpause 2019/20 aber durften die Stürmer Andreas Stolzenberg (SW Meckinghoven) und David Olschewski (PSV Bork) aber doch wechseln. Warum machte der Verein eine Ausnahme? Ist der Vorstandsbeschluss aufgehoben? Gewährt der Verein Spielern in Zukunft wieder, den Verein auch in der Winterpause zu verlassen?

Warum durften Andreas Stolzenberg und David Olschewski Westfalia Vinnum im Winter verlassen?

Andreas Stolzenberg (l.), hier mit Helmut Stolzenhoff, wird keine Tore mehr für Westfalia Vinnum schießen. Doch warum durfte er den Klub trotz Wechselverbots doch verlassen? © Sebastian Reith

Geschäftsführer Michael Asemann verschickte am Freitag ein schriftliches Statement mit einer Begründung. Darin heißt es: „Westfalia Vinnum hält an dem Vorstandsbeschluss fest, wechselwilligen Spielern keine Freigabe in der Winterpause zu erteilen. Die Wechsel der Spieler Stolzenberg und Olschewski in diesem Winter sind differenziert von diesem Beschluss zu betrachten.“

Stolzenberg wollte angeblich schon im Herbst weg

Die Vinnumer berufen sich dabei auf ihre Bekanntgabe von Anfang Januar, sich von den Spielern getrennt zu haben, was Andreas Stolzenberg anschließend bestritt und seinerseits dem Verein vorher bereits seinen Wechselwunsch mitgeteilt haben will.

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Die Vinnumer halten dem entgegen, dass ein „einseitiger Wechselwunsch der Spieler“ nicht vorliege. Asemann: „Somit handelt es sich bei den Wechseln der Spieler Stolzenberg und Olschewski nicht um eine Ausnahme von der Regel.“ Viel mehr sei es „eine Beendigung der Zusammenarbeit, die in unserem Sinne war.“

Warum durften Andreas Stolzenberg und David Olschewski Westfalia Vinnum im Winter verlassen?

David Olschewski durfte nur wechseln, weil der Verein sich von ihm getrennt habe, sagen die Vinnumer. © Sebastian Reith

Mehrere Spieler sind Teil einer Wechselvereinbarung gewesen

Für Westfalia Vinnum standen die Wechsel auch in einem praktischen Zusammenhang. Felix Preuß zum Beispiel ist vom PSV Bork, Olschewskis neuem Verein, nach Vinnum gewechselt. Torhüter Dennis Apitzsch und Rückkehrer Florian Yavuz kamen aus Meckinghoven, wohin Stolzenberg wechseln wollte.

„Da sich in diesem Winter unter anderem Spieler des PSV Bork und SW Meckinghoven uns anschließen wollten, waren die oben genannten Spieler ein Bestandteil der Wechselvereinbarungen, ohne die wir eine sofortige Pflichtspielfreigabe für Dennis Apitzsch, Florian Yavuz und Felix Preuß nicht realisieren konnten“, teilte Asemann mit. Sonst hätte auch diesen Spielern eine Sperre gedroht, wenn sie die Freigabe nicht erhalten.

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