2:0-Erfolg - Westfalia Vinnum gelingt Sensation gegen ein Topteam

Fußball: Kreisliga A

Riesenüberraschung bei Westfalia Vinnum: Der abstiegsbedrohte A-Ligist hat den Tabellenzweiten SuS Bertlich mit 2:0 geschlagen. Damit hatten nicht viele gerechnet. Der Trainer aber schon.

Vinnum

, 10.11.2019, 20:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
2:0-Erfolg - Westfalia Vinnum gelingt Sensation gegen ein Topteam

Nach vorne verteidigen: Frederik Forsmann (r.) leitete das 1:0 ein. © Jura Weitzel


Kreisliga A2 Recklinghausen
Westfalia Vinnum - SuS Bertlich 2:0 (1:0)

Für Trainer Michael Nachtigall, dem ein Riesenstein vom Herzen gefallen sei, war es die Bestätigung: „Das, was wir trainieren, ist nicht verkehrt.“ Es war sein erster Pflichtspielsieg – in viereinhalb Monaten Amtszeit. Seit er Westfalia Vinnum im Sommer übernommen hat, predigt der Coach nun schon den Verteidigungsstil. Gegen Bertlich trug die Arbeit Früchte.

Das 1:0 durch Andreas Stolzenberg sei gefallen, weil seine Spieler zweimal kurz hintereinander „nach vorne“ verteidigt hätten: erst Frederik Forsmann in der Abwehr, dann Daniel Wessels vor ihm im Mittelfeld. Über Yusuf Demir kam der Ball zu Stolzenberg – der traf in Mittelstürmer-Manier nach 38 Minuten.

Zuvor war Vinnums Coach schon das eine oder andere Mal das Herz in die Hose gerutscht gerutscht angesichts der Chancenverwertung der Westfalia. „Wir müssen zur Pause 3:0 oder 4:0 führen“, sagte Nachtigall. Moritz Wendel vergab die erste dicke Möglichkeit. Später scheiterte dann Arnd Forsmann aus kurzer Distanz. Er war jahrelang für die Defensive zuständig. „In anderen Spielen ist uns das auch schon mal auf die Füße gefallen“, sagte Nachtigall.

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In Halbzeit zwei gehörte dann auch Glück dazu. Nach einer Stunde knallte der Ball gegen das Vinnumer Lattenkreuz. Kein Tor! „Man hat aber gesehen, dass die Mannschaft will, nicht nur möchte“, sagte Nachtigall – zwischen beiden Verben differenziert der Vinnumer Trainer bekanntlich fein. „Wollen“ steht wir unbedingten Willen, „möchten“ in seinem Vokabular für einen zaghaften, abgeschwächten Wunsch. Klar, dass Nachtigall Ersteres von seiner Elf sehen will. „Die Tore waren keine Zufälle. Wir haben es sehr gut gemacht“, sagte Nachtigall. Yusuf Demir beseitigte fünf Minuten vor dem Abpfiff alle Zweifel.

In der Tabelle ließ Vinnum Meckinghoven hinter sich – und geht mit reichlich Rückenwind in den Abstiegskracher gegen Grün-Weiß Erkenschwick. Vielleicht ja der Beginn einer Serie?

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