Rik Amann und die letzten Tage vor den Deutschen Meisterschaften

Coronavirus

In einer wöchentlichen Kolumne schreibt Hammerwerfer Rik Amann (18) vom SuS Olfen, wie die Auswirkungen des Coronavirus sein Sportlerleben durcheinanderwirbeln.

von Rik Amann

Olfen

, 05.08.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rik Amann ist gespannt auf die Deutschen Meisterschaften.

Rik Amann ist gespannt auf die Deutschen Meisterschaften. © Rik Amann

In wenigen Tagen ist es soweit. Die Deutschen-Meisterschaften werden an diesem Wochenende in Braunschweig ausgetragen. Erste Erfahrungen hat man mittlerweile mit den Hygienemaßnahmen und der Wettkampforganisation sammeln können. Doch eine Deutsche Meisterschaft ist dann doch nochmal eine Nummer größer.

Ein größeres Medieninteresse, TV-Übertragungen, größere Teilnehmerzahlen und vieles mehr spielen bei diesem Event eine große Rolle. Es werden maximal 999 Personen das Gelände rund um das Stadion in Braunschweig gleichzeitig betreten dürfen, eine Zahl die sonst deutlich überschritten werden würde.

Denn die Leichtathletik ist natürlich lange nicht so ein Zuschauermagnet wie der Fußball, doch mehr als 999 Zuschauer würde bei einer DM sicher vorbeischauen.

Doch an Zuschauer ist in diese Situation gar nicht zu denken. Der Deutsche Leichtathletik-Verband stand vor der Aufgabe, ein vernünftiges Konzept zu erarbeiten, damit alle Athleten, Trainer, Kampfrichter und wer sonst noch alles zum reibungslosen Ablauf einer solchen Veranstaltung beiträgt das Stadiongelände betreten dürfen. Nun stellt sich dann die Frage ob dieses Konzept auch wirklich so umgesetzt werden kann, wie es geplant ist.

Doch es ergeben sich auch einige Erleichterungen für die Durchführung der Meisterschaften. So dürfen nun bei den Sprints wieder alle Bahnen belegt werden, bei Mittel- und Langstreckenläufen können wieder bis zu 12 Athleten pro Lauf gesetzt werden und Coronatests werden für die Mittel- und Langstreckenläufer auch nicht nötig. Daher bleibt Abzuwarten wie die ersten Deutschen Meisterschaften ohne Zuschauer ab Samstag über die Bühne gebracht werden.

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Es sind jedoch nicht nur die Top-Events, welche einen riesigen organisatorischen Aufwand mit sich bringen, sondern auch die einfachen Sportfeste kleinerer Vereine. Es werden deutlich mehr ehrenamtliche Helfer benötigt, um ein solches Sportfest zu stemmen. Doch für Vereine ist es schon in normalen Zeiten sehr schwierig genügend Helfer zu finden, also wie sollen jetzt noch mehr gefunden werden?

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Hinzu kommt, dass ein Essensverkauf, der für die Vereine meistens neben den Startgeldern die einzige Einnahmequelle ist, nun nur unter Auflagen möglich ist. Somit ist das Einzige was ein kleiner Verein momentan von einem Sportfest hat, das Lob der Athleten und deren gute Leistungen. Umso höher ist der Einsatz derer anzurechnen, die genau diese Wettkämpfe möglich machen.

Alle Teile der Serie:

In einer wöchentlichen Kolumne schreibt Hammerwerfer Rik Amann (18) vom SuS Olfen, wie die Auswirkungen des Coronavirus sein Sportlerleben durcheinanderwirbeln. Amann war bereits Leichtathlet des Jahres im SuS Olfen, in dem er seit 2006 Mitglied ist. Seine größten Erfolge waren die Silbermedaille bei den Deutschen U16-Meisterschaften im Jahr 2016 und der sechste Platz in der U18 im Jahr 2018.
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Gleich beim ersten richtigen Härtetest warf Rik Amann (U20) den Hammer wieder über 50 Meter. Damit hat er die Qualifikationsweite für die DM erfüllt. Teilnehmen wird er jedoch nicht.

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