Die sieben SuS-Gebote: SuS Olfen zeigt sich in Leitlinien weltoffen und sozial

Fußball

Der SuS Olfen präsentiert sich mit seinen Leitlinien offen, sozial, antikommerziell und gegen Gewalt. Mit dem Projekt geht der SuS Olfen mit gutem Beispiel voran.

Olfen

, 04.03.2020, 21:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vorstandsmitglied Werner Sander - seine Fußballabteilung des SuS Olfen hat jetzt ein Leitbild.

Vorstandsmitglied Werner Sander - seine Fußballabteilung des SuS Olfen hat jetzt ein Leitbild. © Reith

Die Fußballabteilung des SuS Olfen ist einen neuen Weg gegangen. Seit zwei Jahren arbeitet das Vorstandsgremium zusammen mit dem DFB an einem Leitbild, das der SuS Olfen vergangenen Freitag bei der Mitgliederversammlung der Fußballabteilung auch erstmals der Öffentlichkeit vorstellte. Entstanden ist dabei eine präzise Vorstellung, wofür der SuS Olfen stehen soll.

Für die einen ist Schalke eine Religion, für die anderen repräsentiert Königsblau nur ein Spiel. Jetzt mag es Zufall sein, dass im Vorstand des SuS Olfen gerade besonders viele Schalke-Fans sind und bei dem Leitbild-Projekt etwas herausgekommen ist, das man gut und gerne als „Die sieben SuS-Gebote“ bezeichnen könnte: sieben Leitsätze, die alle in einem großen Leitbild vereint sind: „Wir sind ein sportlich ambitionierter Breitensportverein auf der Grundlage sozialer Werte!“

1. Wir identifizieren uns mit dem Verein!
2. Wir sind für alle offen und schließen niemanden aus!
3. Wir stehen für gemeinsame Werte ein!
4. Wir stellen uns vielfältig dar und vernetzen uns!
5. Wir leben vom Einsatz aller und der Wertschätzung des Ehrenamtes!
6. Wir bieten für alle eine sportliche Heimat, von der frühesten Jugend bis zu den Senioren!
7. Wir verfolgen ein gesundes Finanzkonzept!

„Es geht darum, zu wissen, wofür wir stehen“, sagt Vorstandsmitglied Werner Sander. Der Fußballvorstand hatte den Tagesordnungspunkt „Leitlinien der Fußballabteilung“ extra noch etwas weiter nach vorne geschoben und sie vorgestellt. Sie vermitteln das Bild eines charakterstarken, sozialen und weltoffenen SuS und implizieren „Dos and Don’ts“ - eben gutes und schlechtes Verhalten.

Das Ziel erklärt Werner Sander: „Die Leitlinien sind Teil unserer Kultur.“ In Zukunft bieten sie die Möglichkeit, Mitglieder an die Leitlinien zu erinnern - oder auch den Vorstand, wenn es sein muss.

Leitlinien sind identitätsstiftend

Die erste Leitlinie beschäftigt sich mit der Identifikation zum Verein: „Wir leben ein aktives Vereinsleben über den Fußball hinaus, an dem sich jeder beteiligen kann. Durch die gegenseitige Vernetzung und Hilfe untereinander ergeben sich weitere Chancen und Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung und Ausprägung sozialer Kompetenzen. Wir übernehmen Verantwortung und bringen uns durch ehrenamtliche Tätigkeiten ein.“

Die zweite Leitlinie bezieht sich zwar nicht explizit auf Andersdenkende und Migranten, Werner Sander schlägt genau dahin aber die Brücke. „Wir schließen niemanden aus, egal, welche Hautfarbe er hat“, sagt Sander.

Bemerkenswert ist Leitlinie drei. Denn sie wirkt gesellschaftlichen Abwärtstendenzen entgegen. „Wir erwarten von allen Beteiligten einen fairen und offenen Umgang miteinander. Dazu zählen Freundlichkeit, Offenheit, Pünktlichkeit, Disziplin, Respekt, Akzeptanz von Regeln, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, Teamgeist.“

Der SuS distanziert sich auch von jeglicher Form von Gewalt. „Dies bezieht auch ausdrücklich die verbale Gewalt gegenüber anderen Sportlern, den Schiedsrichtern und den Zuschauern mit ein“, steht Schwarz auf Weiß in den Leitlinien. Klar wird auch, dass die Olfener eine leistungsorientierte Ausrichtung haben (Leitlinie 6), aber einen Einfluss übenden Großsponsor und Spielerbezahlung (Leitlinie 7) ablehnen.

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