22 Schwerter Tore: So lief der Sonntag für das Bezirksliga-Quintett

FUSSBALL-BEZIRKSLIGA

Gleich drei Schwerter Teams feierten hohe Siege am Sonntagnachmittag. Der VfL holte einen Punkt, nur der SC Hennen musste eine Niederlage einstecken.

von Uwe Wiemhoff, Dennis Heinings, Linus Jäger, Markus Leyk

Schwerte

, 06.10.2019, 19:52 Uhr / Lesedauer: 5 min
22 Schwerter Tore: So lief der Sonntag für das Bezirksliga-Quintett

Der Geisecker SV gewann mit 5:2 gegen Türkiyemspor Hagen. © Bernd Paulitschke

SSV Hagen - ETuS/DJK Schwerte 1:7 (1:2)

Das Kellerduell war eine eindeutige Angelegenheit: Der ETuS/DJK Schwerte hat sich für die 1:8-Schmach am Donnerstag rehabilitiert und beim SSV Hagen einen deutlichen 7:1-Sieg eingefahren. Das war auch in der Höhe verdient, denn die Hagener hatten in dieser Verfassung unteres A-Liga-Niveau.

Von Beginn an nahmen die „Östlichen“ das Heft des Handelns in die Hand. Die Führung ließ nicht lange auf sich warten, auch wenn der SSV die erste Chance (7.) hatte: Yücel Balta hatte auf Ismail Ayar durchgesteckt, der dann im Duell mit Hagens Keeper Khokhlunov die Oberhand behielt (11.). Der Passgeber legte dann nach einem flach ausgeführten Freistoß von Yannik Körner aus kurzer Distanz zum 2:0 nach. Wie aus dem Nichts kam Hagen durch ein angebliches Handspiel von Jan Söpper im eigenen Strafraum wieder zurück in die Partie. Den Strafstoß verwandelte Grüterich (42.).

Die Gäste waren auch nach dem Wechsel hellwach und legten mit dem 3:1 durch Jasmin Smajlovic nach. Balta rückte dann wieder im Mittelpunkt, als er in höchster Not das sichere 2:3 vereitelte. Ayars Traumtor aus 25 Metern in den Winkel machte dann den Deckel drauf – 4:1 (58.).

Die Hagener Gegenwehr war danach gebrochen und der ETuS/DJK konnte noch etwas für sein mieses Torverhältnis tun. Erneut Ayar und zweimal Frohn schraubten das Resultat auf ein standesgemäßes 7:1, das André Haberschuss so kommentierte: „Die Mannschaft hat nach dem Spiel gegen TSK eine Reaktion gezeigt. Eigentlich war es eine eindeutige Sache und dann kassierst du fast aus dem Nichts den Anschlusstreffer. Es war nach der Pause wichtig, sofort auf das dritte Tor zu gehen.“

Schwerte: Dominik Pfannenschmidt, Marcel Neumann, Jan Söpper, Yücel Balta, Harun Sentürk (74. Cagdas Yetim), Yannik Körner, Mijo Martinovic (74. Ian Rodrigues), Kevin Loke (65. Dennis Frohn), Filipe Ferreira, Ismail Ayar (65. Serkan Arslan), Jasmin Smajlovic.

Tore: 0:1 Ayar (11.), 0:2 Balta (24.), 1:2 (42., Handelfmeter), 1:3 Smajlovic (52.), 1:4 Ayar (58.), 1:5 Ayar (62.), 1:6, 1:7 beide Frohn (87., 90.).

Geisecker SV - Türkiyemspor Hagen 5:2 (2:1)

Einen auch in der Höhe verdienten 5:2-Heimsieg konnte der Geisecker SV gegen den Tabellenzweiten Türkiyemspor Hagen feiern. Mann des Tages aufseiten der Geisecker war Kapitän Patrick Filla mit drei Toren.

Die ‚‚Kleeblätter‘‘ hatten früh durch Florian Kliegel die ersten beiden Abschlüsse (9., 13.). Nach einer Viertelstunde brachte die dritten Chance dann die Führung, Julian Hüser legte den Ball auf Patrick Filla, der zum 1:0 traf. Im Anschluss entwickelte sich zunächst ein Spiel im Mittelfeld, wobei die Gastgeber die etwas bessere Mannschaft waren. In der 38. Minute kamen die Gäste dann jedoch durch Sebetci zum Ausgleich. Die Geisecker hatten aber noch vor der Pause eine Antwort parat: Gästetorwart Krasniqi ließ einen harmlosen Ball von Filla aus gut 25 Metern durch die Hände ins Tor gleiten.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste aus Hagen dann ihre stärkste Phase der Partie. Erst parierte Helmdach stark, in der 59. Minute war er dann aber geschlagen und Sebetci traf zum 2:2. Das Wotzlawski-Team war aber wieder zur Stelle und traf nur vier Minuten später durch eine Bogenlampe von Calvin Höptner zum 3:2 – wieder sah Gästetorwart Krasniqi nicht gut aus.

In der 77. Minute schwächte sich Türkiyemspor dann selbst: Marinelli trat gegen Leuer nach und sah die Ampelkarte. Zwei Minuten später traf Kliegel zum 4:2 und brachte damit die Vorentscheidung. Für den 5:2-Endstand sorgte dann Patrick Filla in der Nachspielzeit mit seinem dritten Tor. ‚‚Die Jungs machen zurzeit einfach Spaß. Wir haben gegen ein Spitzenteam gewonnen und waren dabei die bessere Mannschaft‘‘, zeigte sich Wotzlawski erfreut.

Geisecke: Tim Helmdach, Calvin Höptner, Mathis Leuer, Patrick Filla, Julian Hüser, Luis Pothmann (59. Julian Boethin), Lars Veith, Marius Manecki, Marc Schipper (28. Mert Yildrim, 86. Nico Gerl), Gökhan Hizarci, Florian Kliegel (81. Jannis Kassel).

Tore: 1:0 Filla (16.). 1:1 (38.), 2:1 Filla (45.), 2:2 (59.), 3:2 Höptner (63.), 4:2 Kliegel (79.), 5:2 Filla (90.+1).

VfL Schwerte - BW Voerde 0:0

Hätte jemand die Highlights der ersten Halbzeit zwischen dem VfL Schwerte und BW Voerde zusammengefasst, sie hätten gähnende oder eingeschlafende Zuschauer gezeigt. Die etwa 80 treuen Fans, die sich bei kühlem Nieselregen auf den Weg zum Schützenhof gemacht haben, wurden bei der Nullnummer nicht mit fußballerischen Leckerbissen verwöhnt.

Beide Teams standen sicher in der Defensive, dafür ließen Offensivaktionen zu wünschen übrig. Viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten bestimmten das Spiel im Angriffsdrittel auf beiden Seiten und wenn ein Schuss auf das Gehäuse kam, war es eher eine Art Rückgabe.

Voerde hatte die erste und letzte nennenswerte Chance im ersten Abschnitt. Nach Pietzyk-Flanke schoss Monse genau in die Arme von VfL-Keeper Graudejus (8.), der zudem einen Freistoß von Salvo sicher parierte (43.). Die Gastgeber strahlten Torgefahr aus, wenn Yannis Schwarze beteiligt war: BW-Keeper Pixberg war bei seinem Distanzschuss auf dem Posten (24.) und die Direktabnahme vom VfL-Stürmer Schwarze landete genau in seinen Armen (42.).

Nach 50 Minuten hatten die Gästefans den Torschrei auf den Lippen, doch Salvo schoss nur an das Außennetz (50.). Bis zur Schlussviertelstunde verfiel das Spiel in die beschriebenen Muster der ersten Halbzeit, ehe die Gastgeber nochmal die Offensive entdeckten. Die Großchance auf den Siegtreffer vergab Tim Birnkraut in der 77. Minute: Der eingewechselte Gianluca Zocco setzte sich auf rechts durch und fand den frei stehenden Birnkraut, doch alleine vor dem Tor behielt Keeper Pixberg die Oberhand.

Der ebenfalls eingewechselte Nicolaßen fand aus 20 Metern genauso in Pixberg seinen Meister (78.) wie Schwarze mit seinem Lupfer (82.). „Es war ein gerechtes Unentschieden, denn wir waren offensiv nicht zielstrebig genug“, meinte der spielende Co-Trainer Yannis Schwarze.

Schwerte: David Graudejus, Luca Vöckel, David Sprungk, Robin Heuft, Yannis Schwarze, Janis Dworak, Kai Hintzke, Tim Birnkraut, Mert Arslan (63. Gianluca Zocco), Amir Khan (76. Till Nicolaßen), Sofoklis Ioannidis.

SC Berchum/Garenfeld - Sinopspor Iserlohn 9:1 (4:1)

Es war eine einseitige Partie, die sich im Garenfelder Waldstadion abspielte. Der SC Berchum/Garenfeld ließ Sinopspor Iserlohn beim 9:1-Erfolg keine Chance.

Dabei gingen die Gäste in der zwölften Minute sogar in Führung. Dem Tor war aber eine unerkannte Abseitsstellung vorausgegangen. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits ein Feldspieler bei den Iserlohnern im Tor, da sich Keeper Babacan nach einem Zusammenprall verletzt hatte.

Anschließend benötigten die Gastgeber zunächst einige Minuten, um ins Spiel zu kommen. Aber dann ging es auf der Seite des Sportclubs los: Nach einem Eckball kam der Ball zu Rafael Agacinski, der von der Strafraumlinie den Ball unter die Latte schoss – 1:1 (23.). Und nur 120 Sekunden später wurde Tobias Neynaber gut eingesetzt, der die Führung erzielte. Jetzt drückte der SC die Gäste immer mehr in die eigene Hälfte. Erneut Neynaber (43.) und Marcel Grzondziel (45.) sorgten für klare Verhältnisse bereits vor der Pause.

Nach Wiederanpfiff wollte dann Torjäger Nicolas Külpmann auch in der Torschützenliste auftauchen. Dafür benötigte er zwei Minuten, dann traf er per Kopf. In der Folgezeit war es eigentlich nur der mangelnden Chancenverwertung geschuldet, dass es nicht frühzeitig zweistellig wurde. Grzondziel traf zum zweiten Mal (59.), ehe sich Daniel Wanderer erstmalig in die Torschützenliste eintragen durfte. Die beiden letzten Treffer waren dann wieder Neynaber vorenthalten.

Berchum/Garenfeld: Dominik Hollmann, Luca Becker (70. Thomas Koblitz), Nicolas Külpmann (60. Christian Jackson), Marcel Grzondziel, Vladimir Kunz, Rafael Agacinski (60. Leander Koeser), Daniel Wanderer, Christian Deuerling (65. Timo Schürholz), Manuel Pais, Tobias Neynaber, Jerome Nickel.

Tore: 0:1 (12.), 1:1 Agacinski (23.), 2:1 Neynaber (25.), 3:1 Neynaber (43.), 4:1 Grzondziel (45.), 5:1 Külpmann (47.), 6:1 Grzondziel (59.), 7:1 Wanderer (63.), 8:1 Neynaber (69.), 9:1 Neynaber (81.).

SC Hennen - FSV Gevelsberg 1:3 (0:1)

Nach den 90 Minuten gegen den FSV Gevelsberg muss der SC Hennen feststellen, dass er das Siegen verlernt hat. Durch die 1:3-Heimniederlage gelang den „Zebras“ in den letzten vier Spielen kein Erfolgserlebnis und es setzte drei Pleiten in Serie. Dadurch steckt die Stemmann-Elf als Zehnter im Tabellenmittelfeld fest und muss den Blick nach unten richten.

Zum Spiel: In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Teams und es gab keine großen Torchancen. Mit dem ersten Torschuss gingen die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff doch noch in Führung: Gevelsberg flankte von rechts und Guthof schoss in der Mitte ein – 0:1 (45.+1). In der zweiten Halbzeit waren die Platzherren das bessere Team und belohnten sich in der 55. Minute: Eine Ecke von Luca Bühren wurde auf den zweiten Pfosten verlängert und Michael Weigelt traf zum 1:1-Ausgleich.

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit zeichnete sich immer mehr eine Punkteteilung ab, doch Jöns traf zehn Minuten vor Ende zur erneuten Gästeführung – 1:2 (80.). Drei Minuten später sorgte der FSV dann für die Entscheidung. Hennen konnte an der Mittellinie den Ball nicht klären, sodass Quardt sich im Strafraum nur noch mit einem Foul zu helfen wusste und Behr den fälligen Strafstoß verwandelte (83.).

„Die reifere und clevere Mannschaft hat gewonnen. Wir haben taktisch gut agiert, aber in den entscheidenden Aktionen nicht gut verteidigt“, fasste SC-Trainer Holger Stemmann die Partie gegen seinen Ex-Verein zusammen.

Hennen: Jonas Krause, Haris Elezovic (77. Brian Osei-Poku Prince), Joshua Quardt, Jan-Hendrik Bergmann (68. Marcel Kordt), Luca Bühren (85. Dominik Essmann), Michael Weigelt, Nils Krawczyk, Hauke Reimann, Hassan Boulakhrif, Kevin Rudzinski (88. Nick Weinrich), Jan Loos.

Tore: 0:1 (45.+1), 1:1 Weigelt (55.), 1:2 (80.), 1:3 (83., Foulelfmeter).

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