35:29 - HSG spielt ohne Quass wie entfesselt

Handball

SCHWERTE Wie entfesselt spielten die Verbandsliga-Handballer der HSG Schwerte-Westhofen im ersten Spiel nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Mischa Quass auf. Die Schwerter fegten den Tabellenführer HSG Gütersloh mit einer glänzenden Vorstellung mit 35:29 vom Parkett.

von Von Michael Dötsch

, 13.12.2009, 14:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit einem hoch verdienten 35:29-Erfolg fegten die Schwerter den Tabellenführer aus der Halle – nicht knapp und glücklich, sondern überraschend eindeutig und hochverdient. Dass auf der eher spärlich besetzten Tribüne der FBG-Halle nicht so recht Stimmung aufkommen, passte so gar nicht zu dem, was die Schwerter Spieler aufs Parkett legten. Zwar lagen die Ostwestfalen in der ersten Viertelstunde stets in Führung, die sie bis auf 10:7 ausbauen konnten, doch dann drehten die Hausherren auf.

Das Tor zum 16:11 durch den erneut überragenden Dominik Thäsler bedeutete den höchsten Vorsprung des ersten Spielabschnitts, nach dem es mit 18:14 in die Kabinen ging – ein Zwischenergebnis, mit dem der erstaunlich abwehrschwache Spitzenreiter sogar noch ziemlich gut bedient war, denn ein halbes Dutzend „Hundertprozentiger“ vergaben die Schwerter noch – allen voran der diesmal glücklose Denissov. Bis zum 20:23 durfte Gütersloh dann nach dem Wechsel noch hoffen, doch dann kannte vor allem Thäsler keine Gnade mehr. Vier der fünf Tore in Serie zum 28:20 gingen auf das Konto des Rückraumspielers, der am Ende im Dutzend getroffen hatte. Die Schwerter dominierten die Partie aber auch deshalb, weil sie bei aller Spiellaune auch in der Abwehr ein richtig gutes Spiel machten. Und dann war da ja auch noch der Mann im orangefarbenen Trikot: Torwart Sebastian Emde war ein weiteres Mal ein bärenstarker Rückhalt einer Mannschaft, die nach dem Abpfiff allen Grund hatte, ausgelassen den Jubelkreis in Hochgeschwindigkeit rotieren zu lassen.  

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