6:0 im Derby - dennoch keine große Feier beim VfB Westhofen

Fußball-Bezirksliga

SCHWERTE 6:0 - einen solch klaren Ausgang hatte ein Derby seit einer halben Ewigkeit nicht mehr. Genau so endete aber das Lokalduell zwischen den Fußball-Bezirksligisten VfB Westhofen und ETuS/DJK Schwerte. Und dennoch: Ausschweifend gefeiert wurde nach dem Abpfiff nicht.

von Von Michael Dötsch

, 22.03.2010, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mächtig ins Straucheln kam der ETuS/DJK Schwerte, hier mit Vito Chiarella im Zweikampf gegen Lukas Wieczorek, im Lokalduell beim VfB Westhofen.

Mächtig ins Straucheln kam der ETuS/DJK Schwerte, hier mit Vito Chiarella im Zweikampf gegen Lukas Wieczorek, im Lokalduell beim VfB Westhofen.

Ausschweifende Feierlichkeiten suchte man nach dem "Sixpack" gegen den Lokalrivalen beim VfB allerdings vergeblich. "Die Spieler wissen, dass sie eine harte woche vor sich haben", meint Kalwa in Anspielung auf morgen Abend. Dann kommt mit Borussia Dröschede ein Westfalenligist zum Kreispokal-Viertelfinale nach Westhofen. Und der ETuS/DJK? Man werde die "Klatsche" am Dienstag ganz normal analysieren. "So wie wir das nach jedem anderen Spiel auch machen", war Uwe Kallenbach am Tag danach um Sachlichkeit bemüht. Gleichwohl musste er eingestehen: "Ein solches Derby habe ich noch nie erlebt - weder als Spieler noch als Trainer."

Hauptsächlich monierte Kallenbach am Auftritt seiner Schützlinge, dass sie - mit wenigen Ausnahmen - nicht richtig dagegen gehalten hätten. "Wir haben zu viele Kreativspieler dabei. Das Hauptaugenmerk bei neuem Personal für die nächste Saison wird darauf liegen, Indianer dazu zu holen", so der Coach der "Östlichen". Die nicht unerhebliche Liste an Ausfällen wollte Kallenbach nicht als Erklärung heranziehen. "Die, die auf dem Platz gestanden haben, hätten anders auftreten müssen - keine Frage." Weil dies nicht passierte, mussten die Schwerter nicht nur den VfB, sondern auch die Hennener "Zebras" in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen. Zudem führte das halbe Dutzend Gegentore dazu, dass Torwart André Haberschuss mittlerweile in der "Schießbude" der Liga steht. 43 Gegentore - so viel hat keine andere Mannschaft der Bezirksliga 14 kassiert.

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