Aus der Jugend der HSG Schwerte/Westhofen in die 2. Bundesliga

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Als Achtjährige hat Leonie Schmitz mit dem Handball bei der HSG Schwerte/Westhofen begonnen. Zwölf Jahre später wagt die Schwerterin einen großen Schritt.

Schwerte

, 02.06.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die 20-jährige Rückraumspielerin wechselt in die 2. Bundesliga zum TV Beyeröhde.

„Ich hoffe schon, mich da im Rückraum durchsetzen zu können, auch wenn ich eine der Jüngsten bin“, sagt die „Halblinke“ selbstbewusst. Auch Trainer Dominik Schlechter traut ihr zu, in der zweithöchsten Spielklasse Fuß zu fassen, wie er auf der Internetseite des Wuppertaler Vereins verlauten lässt.

Es geht zwei Spielklassen höher

Mit dem Wechsel in die 2. Liga geht es für Leonie Schmitz zwei Klassen höher. Denn in den vergangenen beiden Saisons spielte sie für den ASC 09 Dortmund in der Oberliga.

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Unter Trainer Tobias Genau, in der kommenden Spielzeit auf der Bank des Herren-Verbandsliga-Aufsteigers HVE Villigst-Ergste, wurden die Aplerbeckerinnen jeweils Vizemeister.

„Sehr ärgerlich“ meint Leonie Schmitz zu den jeweils knapp verpassten Oberliga-Meistertiteln.

Titelsammlerin mit HSG-Nachwuchsteams

Als wahre Titelsammlerin war Leonie Schmitz dagegen zuvor im Nachwuchsbereich unterwegs. Unter dem Trainergespann Mischa Quass/Manfred Ullrich und in ihrem letzten HSG-Jahr noch Peter Hengstenberg wurde Leonie Schmitz nicht weniger als fünfmal mit der HSG Schwerte/Westhofen von der C- bis zur A-Jugend Westfalenmeister.

Hinzu kam 2013 mit der C-Jugend der HSG der Titel des Westdeutschen Meisters und als A-Jugendliche die nur haarscharf verpasste Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga – es waren überaus erfolgreiche Jahre für Leonie Schmitz im Trikot der HSG Schwerte/Westhofen.

A-Jugend-Bundesliga in Ahlen

Als A-Jugend-Jungjahrgang stellte sie in der Saison 2016/17 parallel zu ihrem Wirken im Nachwuchsbereich auch schon in der Damen-Verbandsliga für die HSG ihr Können unter Beweis.

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Doch im Sommer 2017 verließ Schmitz ihren Stammverein, um in der A-Jugend-Bundesliga fürs Handballleistungszentrum Ahlen und parallel dazu für die Zweitvertretung der SG Menden Sauerland Wölfe in der Damen-Oberliga auf Torejagd zu gehen.

Auf dem Weg zum Profi? Wohl eher nicht

Es folgte der Wechsel nach Aplerbeck und nun der Sprung in die 2. Bundesliga nach Wuppertal – vielleicht nur als Zwischenstation auf dem Weg zum Handball-Profi? Wohl eher nicht, wie Leonie Schmitz erklärt. „Gerade als Frau ist es schwierig, vom Handball zu leben“, sagt 20-Jährige, die eine Ausbildung bei der Polizei begonnen hat. So ist eher die Maxime, „so hoch wie möglich zu spielen, sofern es mit dem Job kompatibel ist.“

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In knapp zwei Wochen geht es mit der Saisonvorbereitung los, zunächst noch kontaktlos – die Corona-bedingten Maßnahmen lassen grüßen. Wie alle hofft auch Leonie Schmitz aber, dass bald wieder ohne jegliche Einschränkungen Handball gespielt werden kann.

Gegen Zwickau mit weiterer Ex-HSG-Spielerin

Und wenn es halbwegs normal läuft, wird es dann irgendwann zum Duell mit dem FSV Zwickau kommen - und damit zu einem Aufeinandertreffen mit einer anderen Ex-Schwerterin: Lena Hausherr hat vor ein paar Wochen ihren Wechsel von Borussia Dortmund nach Zwickau bekannt gegeben.

So werden in der nächsten Saison gleich zwei Spielerinnen in der 2. Bundesliga auf Torejagd gehen, die bei der HSG Schwerte/Westhofen das Handball-ABC gelernt haben – Qualität made in Schwerte.

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