Aus Peking zurück im Bootshaus: Verein gratuliert "Vio" und Ariane

SCHWERTE Es war eher unauffällig, wie Ariane Herde und Violetta Oblinger-Peters das Bootshaus in Schwerte betraten: Ein kurzes Klatschen, ein warmer Händedruck oder eine herzliche Umarmung - ein krasser Kontrast zu der Ehrung, die der Kanu- und Surf-Verein Schwerte für seine beiden Olympionikinnen noch vorbereitet hatte.

von Von Christoph Kleine

, 03.09.2008, 13:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Vorstand des KVS und des Fördervereins ehrte die beiden Olympionikinnen Ariane Herde (3.v.re.) und Violetta Oblinger-Peters (Mitte) im Bootshaus.

Der Vorstand des KVS und des Fördervereins ehrte die beiden Olympionikinnen Ariane Herde (3.v.re.) und Violetta Oblinger-Peters (Mitte) im Bootshaus.

Hier standen "Vio" Oblinger-Peters und Ariane Herde voll im Mittelpunkt - so als wäre ihnen Aufmerksamkeit und das Blitzlichtgewitter aus Peking nach Schwerte gefolgt. KVS-Vorsitzender Werner Rosener, Fördervereins-Vorsitzender Willi Tebroke und auch Stadtsportverband-Vorsitzender Heiner Kockelke bedachten die beiden Sportlerinnen nochmal mit lobenden Worten für ihre nicht alltäglichen Leistungen, die sie die Niederlande und Österreich in China gebracht hatten. Tebroke griff sogar einmal ganz unverholen nach dem Edelmetall für ein Foto. Dass der KVS eine olympische Medaille holte, liegt schließlich auch schon 36 Jahre zurück.

In Österreich eine Straße nach "Vio" benannt So richtig zur Ruhe gekommen sind die beiden Kanutinnen offenbar noch nicht. Beim Empfang in ihrem österreichischen Wohnort Schärding wurde sogar eine Straße nach "Vio" sogar eine Straße benannt. Nach ihrem Abstecher in ihrem Geburtsort geht es noch heute weiter nach Wien, wo das österreichische Heer die Sportsoldatin gebührend im Empfang nehmen wird.

Die Bronzemedaillengewinnerin war beeindruckt von der Reaktion in ihrem Geburtsort. "Es ist ein schönes Gefühl, wenn man in der Heimat gewürdigt wird, auch wenn man das Land gewechselt hat", sagte sie nach der Ehrung. Ariane Herde schien ähnlich fasziniert: "Wenn man hierher kommt und sieht, wie viele Menschen hinter einem standen und mitgefiebert haben, dann ist das schon beeindruckend. Ich möchte mich auch an dieser Stelle bei allen dafür bedanken", sagte die Schwerterin mit niederländischem Pass, die für das Nachbarland den sehr guten sechsten Platz geholt hatte.

Arianes Souvenir: Eine Erkältung Herde, die am Wochenende bereits die deutschen Meisterschaften vor der Brust hat, kämpft momentan noch mit einer leichten Erkältung, die sie als Souvenir aus Peking mitgebracht hat. Eine Ursache für diesen unlieben Import, könnte unter anderem auch die dicke Pekinger Luft sein, die "Vio" Oblinger-Peters wie folgt beschreibt: "Das ist unvorstellbar. Es ist, als würde man in einem riesigen Kochtopf sitzen."

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