Das Abwehr-Puzzle des SC Hennen zwingt zu Umstellungen

Fußball-Landesliga 3

Die Punkte 22, 23 und 24 hatte der SC Hennen am Sonntag um 16.20 Uhr mit dem 2:1-Heimsieg über den Kirchhörder SC eingetütet und ein wenig geriet Vorstandssprecher Heiner Camen ins Träumen: "Wenn uns immer der komplette Kader zur Verfügung gestanden hätte, wären wir ganz vorne dabei."

SCHWERTE

von Von Jörg Krause

, 11.11.2013, 18:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jan Benner (li.) pendelt in dieser Saison beim SC Hennen zwischen Außen- und Innenverteidigung.

Jan Benner (li.) pendelt in dieser Saison beim SC Hennen zwischen Außen- und Innenverteidigung.

Dass der SC Hennen aber nun nach dem 14. Spieltag auf den dritten Platz der Landesliga geklettert ist, kommt schon fast einem Kunststück gleich. Das Trainerduo Peter Habermann/Stefan Kolatke konnte kaum einmal dieselbe Formation aufs Feld schicken. Besonders in der Abwehr, in der eigentlich Konstanz gefragt ist, mussten die "Zebras" schon gefühlte 20 Umstellungen vornehmen - ein Vabanquespiel. "Wir kriegen überhaupt keine Ruhe rein. Jedes Mal müssen wir umstellen", stöhnte Habermann. Da ist schon eine Menge Kreativität für das Abwehr-Puzzle gefragt und bei den Spielern Flexibilität. Denn die "jungen Dachse", wie Habermann seine Youngsters gerne liebevoll nennt, müssen da auch schon mal auf ungewohnten Positionen ran.

Das "Drama" begann schon in der Vorbereitung: Jascha Habermann, eigentlich im Abwehr-Zentrum gesetzt, konnte in der Hinrunde verletzungsbedingt nur ganze 32 Minuten spielen. Im zweiten Spiel zog sich Torben Ochs eine schwere Schulterverletzung zu - damit war der zweite Leistungsträger aus dem Rennen. Nick Unkhoff, die einzige Konstante, der in zwölf Partien keine einzige Minute fehlte, ist für drei Monate in die USA gereist. So ist Jan Benner mittlerweile Pendler zwischen Innen- und Außenverteidigung. Mit Wiesner und Steinau hat Hennen noch zwei Abwehrspieler, auch Berg und Sentürk können es in der Defensive. Neuzugang Zorawik zog sich dagegen in der Vorbereitung einen Fußbruch zu und ist noch ohne Einsatz. Zuletzt wurde Wemmer, eigentlich als Alternative im Sturm vorgesehen, in die Abwehr beordert - Allrounder sind gefragt.Improvisationstalent gefragt Doch Wemmer sah nun gegen Kirchhörde die Ampelkarte - übrigens die erste gegen Hennen in dieser Saison - und ist damit am kommenden Sonntag gesperrt. "Da sind wir schon wieder gezwungen, umzustellen", musste Habermann gefrustet zur Kenntnis nehmen. So darf man schon gespannt sein, welche Abwehr-Konstellation Habermann und Kolatke für die Partie bei Hedefspor Hattingen auf dem Hut zaubern werden.

 

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