Das sagt Trainer Fabian Kampmann nach dem verlorenen Topspiel des SC Berchum/Garenfeld

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Ein paar Minuten haben dem SC Berchum/Garenfeld zu seinem Glück gefehlt. Bis kurz vor Schluss lag der SC im Spitzenspiel gegen Rot-Weiß Lüdenscheid in Führung, am Ende aber stand es 1:2.

Schwerte

, 02.12.2019, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fabian Kampmann, Trainer des entthronten Tabellenführers, erwies sich schon direkt nach Spielschluss als sehr fairer Verlierer und bezeichnete den Lüdenscheider Erfolg als verdient – trotz des glücklichen Zustandekommens in Form der Tore in der 88. Minute und der vierten Minute der Nachspielzeit.

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...die Enttäuschung, das Spiel verloren zu haben: „Die Enttäuschung ist da, weil es ein Stück weit unsere Dummheit war. Wenn man bis zur 88. Minute führt, darf man ein Spiel nicht mehr verlieren – das ist einfach so.“

...die Gründe, warum Lüdenscheid mit zunehmender Dauer der zweiten Halbzeit so drückend überlegen war, dass die Berchum/Garenfelder sich kaum noch befreien konnten: „Meine Spieler hatten Angst, etwas zu verlieren. Für die meisten Spieler war die Situation neu. Berchum/Garenfeld hat in den vergangenen Jahren immer oben mitgespielt. Aber es ging nie um die Wurst, ein Topspiel in dieser Tabellenkonstellation hatten sie noch nicht. Die Jungs waren leider nicht abgezockt genug.“

...das Ende der Serie von Spielen ohne Niederlage: „Wir haben am 13. Juli das zweite Spiel in der Vorbereitung gegen den Westfalenligisten Brünninghausen verloren – danach nicht mehr, wenn man mal vom verlorenen Elfmeterschießen auf der Stadtmeisterschaft gegen den VfL Schwerte absieht. Dass wir gegen Lüdenscheid verloren haben, wird uns nicht aus der Bahn werfen. Die Jungs waren nach dem Spiel richtig angefressen – das ist ein gutes Zeichen. Ich setze auf einen Lerneffekt.“

...das Statement auf der Internetseite von Rot-Weiß Lüdenscheid, Marcel Grzondziel hätte in der 50. Minute wegen einer Tätlichkeit vom Platz fliegen müssen: „So etwas ärgert mich sehr. Ich würde nie namentlich jemanden erwähnen mit der Forderung, dass er vom Platz fliegen müsste. Ganz abgesehen davon: Von den beiden Mannschaften waren wir sicherlich die bravere. Tätlichkeiten gab es eher auf Lüdenscheider Seite.“

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...das Niveau des Spitzenspiels: „Vor einer guten Kulisse war das ein richtig gutes Spiel. Ich glaube, selbst in der Landesliga gibt es nicht viele Spiele auf diesem Niveau zu sehen.“

...die These, mit dem Lüdenscheider Sieg sei eine Vorentscheidung im Titelrennen gefallen: „Das ist Quatsch, die Messe ist noch lange nicht gelesen. Sicher, Lüdenscheid ist konstant und gut. Aber in einigen Spiele hatten sie Matchglück – so jetzt auch am Sonntag. So einen Traum-Freistoß wie in der 88. Minute zum 1:1 schießt der Kapitän von denen auch nicht alle Tage – den hätte kein Bundesligatorwart gehalten. Uns dagegen hat ein bisschen das Matchglück gefehlt – zum Beispiel direkt nach der Pause, als Nicolas Külpmann das 2:0 auf dem Fuß hatte. Aber das ist nun mal so. Wir befinden uns jetzt wieder in der Jägerrolle – das ist doch auch ganz nett.“

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