Das waren die Anfänge des Ruhrstadtlaufes

Rückblick

Zum zehnten Mal findet am Freitag, 10. Juni, der Schwerter Ruhrstadtlauf statt. Grund genug zum Jubiläum einen Rückblick auf die Entwicklung des einzigen Schwerter Straßenlaufs zu nehmen. Von den Anfängen bis zur anstehenden Ausgabe hat sich einiges getan.

SCHWERTE

, 08.06.2016, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Idee zur Veranstaltung war in einer Runde mit der Sparkasse, der Stiftung Sport, der TWS Schwerte sowie dem Stadtsportverband und der Leichtathletik-Abteilung der SG Eintracht Ergste entwickelt worden. "Sie ging aus einem Arbeitskreis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hervor", erinnert sich der Stadtsportverbandsvorsitzende Heiner Kockelke. Ziel für alle Beteiligten war und ist, dass der Lauf als Breitensportveranstaltung mit Wettkampfcharakter ein Sportfest für die ganze Familie sein soll.

Am 1. Juni 2007, einem verkaufsoffenen Freitag, ging die erste Ausgabe über die Bühne. Die Hagener Straße wurde ab 18 Uhr voll gesperrt, in der Fußgängerzone gab es einen Korridor an den Geschäften vorbei. Start und Ziel war auf dem Marktplatz.

2012 zog der Ruhrstadtlauf um. Die sechste Auflage führte nicht mehr direkt durch die Innenstadt, sondern ging auf dem Plateau der Rohrmeisterei über die Bühne. Dies hatte organisatorische und auch finanzielle Gründe. Vor allem die polizeilichen Auflagen nahmen immer mehr zu. Die Sperrung der Innenstadt verlangte großen organisatorischen Aufwand, der mit entsprechenden finanziellen Belastungen einherging. Zudem war der Marktplatz zu eng. Die Veranstalter schätzen die neue Streckenführung für die Zuschauer außerdem wesentlich attraktiver ein, da die Sportler auf der kleinen, natürlich offiziell vermessenen Runde die ganze Zeit zu sehen sind. So lädt das Plateau auch eher zum Verweilen ein.

2010 waren schon die Nordic-Walker erstmals in den Ruhrstadtlauf integriert worden. Die Strecke zählt neben dem Silvesterlauf des SC Hennen, dem Nordic-Walking-Tag und dem Crosslauf der SG Eintracht Ergste zum Schwerter Nordic-Walking-Kleeblatt. Die vierte Auflage des Ruhrstadtlaufs bescherte mit über 800 Teilnehmern bei optimalem Laufwetter eine Rekordbeteiligung.

Schon beim ersten Lauf ging es an die Grenze der Kapazität. Stolze 164 Bambinis hatten sich angemeldet. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Staffelwettbewerbe. Je 21 Schüler- und Erwachsenenstaffeln bedeuteten auch in diesem Bereich eine neue Rekordmarke. Der erste Preis für die Erwachsenen im Staffellauf war ein 50-Liter-Fass Bier. Allerdings ebbte die Staffelbegeisterung in den nächsten Jahren ab - nur noch eine Bambini-Staffel ist aktuell im Programm.

Verändert hat sich auch die Zeitmessung. Die war in Eigenregie nicht mehr zu stemmen. 2011 erfolgte sie erstmals per Chip. Inzwischen hat längst ein Zeitnahmepartner übernommen. Läufer aus Afrika, speziell aus Tansania, sorgten in den ersten Jahren für internationales Flair und heimsten auch die Prämien ein. "Wir hatten sie über ein Management gelockt", so Kockelke. Später entschloss man sich dazu, keine auswärtigen Läufer mehr einzuladen. "Das Geld sollte in Schwerte bleiben", so Kockelke. Der Ruhrstadtlauf sollte eben ein Lauf für Schwerter sein.

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