Der 19. Spieltag war beinahe ein kompletter Flop

Fußball: Bezirksliga 6

Einzig das Last-Minute-Tor des Westhofeners Mark Moldenhauer hat verhindert, dass man den 19. Spieltag der Fußball-Bezirksliga 6 aus heimischer Sicht als kompletten Flop bezeichnen muss. Außer dem VfB konnte kein Schwerter Team auch nur ein Pünktchen einfahren.

SCHWERTE

, 30.03.2015 / Lesedauer: 3 min
Der 19. Spieltag war beinahe ein kompletter Flop

Damian Lingemann (li.) und der VfB Westhofen gewannen auch das dritte Spiel nach der Winterpause.

Sein zweiter Treffer zum 2:1-Endstand im Heimspiel gegen den SV Bommern machte Mark Moldenhauers zum Matchwinner und den VfB Westhofen zum Gewinner des Spieltages, der die Distanz zu den Abstiegsrängen auf sechs Punkte vergrößerte.

„Das war wirklich kein gutes Spiel, darum brauchen wir nicht herumzureden. Und trotzdem sind solche Siege geil – einfach, weil der Gegner sich nicht mehr wehren kann“, sagt Trainer Michael Kalwa. Wehren konnte sich Bommern in der Tat nicht mehr, denn nach Moldenhauers spätem Siegtor pfiff der Schiedsrichter erst gar nicht mehr an.

Damit hat der VfB die Distanz zur Abstiegszone auf sechs Punkte vergrößert – eine Abstiegszone, der die punktgleichen Rivalen aus dem Osten der Stadt dagegen bedrohlich nahe gekommen sind. Je zwei Zähler stehen der Geisecker SV und der ETuS/DJK Schwerte vor dem Drittletzten – das bevorstehende Derby am Ostermontag bekommt somit eine tabellarische Brisanz, auf die beide Seiten gut und gerne verzichtet hätten.

Für die Harmlosigkeit seiner Mannschaft im Offensivbereich beim 0:2 gegen den mitgefährdeten FSV Gevelsberg fand ETuS/DJK-Trainer André Haberschuss deutliche Worte. „Gevelsberg hätte auch meinen Sohn ins Tor stellen können – und der Junge ist erst neun Jahre alt“, so Haberschuss, der die lange Liste an Ausfällen diesmal nicht als Erklärung für die Niederlage heranziehen wollte.

„Ohne dem Gegner zu nahe zu treten: Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen. Aber Anspruch und Wirklichkeit passen bei einigen Spielern nicht zusammen, das war einfach nur unbeholfen“, nahm der Coach kein Blatt vor den Mund.

Noch dicker kam es für die Geisecker, die sich in Breckerfeld innerhalb einer Viertelstunde vier Gegentore fingen und mit dem 0:4-Endergebnis sogar noch gut bedient waren. Eine Erklärung für diesen blutleeren Auftritt zu finden, fällt auch den Verantwortlichen schwer.

„Wenn das Pokalspiel am Donnerstag gegen Hennen nicht gewesen wäre, würde ich mir Sorgen machen. Da haben die Spieler gezeigt, dass sie es können“, sagt der Sportliche Leiter, Thomas Redel. Warum aber kommt es dann nur drei Tage später zu so einem krassen Leistungsabfall? Die Frage bleibt offen – schlüssig beantworten kann auch Redel sie nicht.

Platz drei bleibt das Ziel

Eine Erklärung, warum der VfL Schwerte beim FC Wetter nicht punkten konnte, gibt es dagegen sehr wohl. Letztlich habe sich die individuelle Klasse des Tabellenführers durchgesetzt, musste VfL-Trainer Jörg Silberbach anerkennen, „auch wenn unsere Taktik bis kurz vor der Halbzeit aufgegangen ist und die Jungs es bis dahin richtig gut umgesetzt haben.“

Mit dem 0:3 beim Liga-Primus fielen die Blau-Weißen in der Tabelle zwei Plätze auf Rang fünf zurück – muss man befürchten, dass der VfL nun nach unten durchgereicht wird, Herr Silberbach? Der Trainer verneint. Auch wenn die Personaldecke ein bisschen dünn sei (in Wetter saßen neben Alexander Göbel nur drei A-Jugendliche auf der Bank), hat der Coach die Führungsposition hinter dem enteilten Spitzenduo nicht aus dem Auge verloren. „Den dritten Platz möchte ich schon gerne haben“, lautet Silberbachs Devise für die Restsaison.

Bleibt noch der SC Berchum/Garenfeld, dessen Trainer Frank Henes die 1:2-Niederlage beim Tabellennachbarn SG Hemer als „ein kurioses Spiel“ bezeichnete. Bis zum vermeidbaren 1:2 (53.) seien seine Schützlinge die bessere Mannschaft gewesen.

Dann aber riss der Faden und der SC konnte sich bei Keeper Patrick Stein bedanken, nicht noch höher verloren zu haben. „Unter dem Strich bin ich schon etwas enttäuscht“, so Henes, „denn es war mehr drin.“ 

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