Der Geisecker SV steht in der Bezirksliga ganz oben – eine Momentaufnahme oder mehr?

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Nach einem Drittel der Saison stehen die „Kleeblätter“ an der Tabellenspitze der Bezirksliga. Trainer und Sportlicher Leiter gehen mit dem aktuellen Höhenflug betont gelassen um.

Geisecke

, 14.10.2019, 19:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Abgesehen von einem Intermezzo in der Landesliga vor fast 20 Jahren, das aber mit dem sofortigen Wiederabstieg nach nur einer Saison schon wieder beendet war, spielt der Geisecker SV seit 30 Jahren in der Fußball-Bezirksliga um Punkte. Die „Kleeblätter“ gehören also fast schon zum Inventar der achthöchsten Spielklasse.

Letztmals Tabellenführer? „Wahrscheinlich 2001“

Wenn die aktuelle Saison nun schon nach zehn und nicht erst nach 30 Spieltagen beendet würde, könnten sie am Buschkampweg die Korken knallen lassen. Denn die Geisecker sind seit vergangenem Sonntag Tabellenführer – womit sich unweigerlich die Frage stellt, wann dies letztmals der Fall war. „Keine Ahnung – wahrscheinlich 2001, als wir aufgestiegen sind“, meint Thomas Redel, Sportlicher Leiter der „Kleeblätter“.

Unter Thomas Wotzlawski, im vierten Jahr der Trainer am Buschkampweg, standen die „Kleeblätter“ jedenfalls definitiv noch nicht ganz oben.

Tabelle hat eine gewisse Aussagekraft

Ein allzu großes Thema wollen weder Wotzlawski noch Redel aus der Tabellenführung machen – das Wort „Momentaufnahme“ wird in solchen Fällen immer gern genutzt, damit Spieler und Umfeld die Bodenhaftung bewahren. Fakt ist aber auch, dass nun schon immerhin ein Drittel der Saison absolviert ist und die Tabelle deshalb durchaus schon eine gewisse Aussagekraft.

„Wir genießen, dass es so gut läuft“, sagt Wotzlawski. Und dass das Stimmungsbarometer mit jedem Erfolgserlebnis noch ein Stück steigt, versteht sich fast von selbst. Man dürfe aber auch nicht vergessen, so Wotzlawski, dass manch ein Spiel auch anders hätte ausgehen können – man denke nur an den schmeichelhaften Sieg vor knapp zwei Wochen gegen den VfB Schwelm, der in diesem Spiel gleich zwei Elfmeter verschoss.

Genauso entspannt wie vor einem Jahr

Zudem vergisst Thomas Redel nicht, wie es vor ziemlich genau einem Jahr in Geisecke ausgesehen hat. Damals steckten die „Kleeblätter“ mitten im Abstiegskampf. „Damals stand in der Zeitung, dass der Trainer unser volles Vertrauen genießt – exakt so war es. Und genauso entspannt, wie wir damals mit der Situation umgegangen sind, tun wir es jetzt auch“, sagt der Sportliche Leiter.

Aber wie kommt es denn eigentlich zum aktuellen Höhenflug der „Kleeblätter“? Das Training habe „eine ganz andere Nachhaltigkeit“ als in den vergangenen Jahren, verrät Wotzlawski – in Sachen Trainingsbeteiligung hat sich am Buschkampweg offenbar etwas zum Positiven verändert.

„Die jungen Burschen funktionieren zurzeit richtig gut. Aber bei ihnen ist es auch normal, dass sie schwankend sind in ihren Leistungen. Deshalb kann das Ganze in zwei, drei Monaten schon wieder ganz anders aussehen“, ergänzt Redel. Lieber wäre es ihm aber, wenn er mit dieser These daneben liegt.

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