Der Kreis schließt sich: Nils Klems macht Schluss

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Er war über viele Jahre ein prägendes Gesicht des Schwerter Sports, aber nun ist Schluss für Schwertes „Mister Futsal“: Nils Klems (30) beendet seine Karriere.

Schwerte

, 28.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Vor dem letzten Spiel für „seinen“ Verein, Holzpfosten Schwerte 05, am Samstag (30. März) um 19 Uhr in der Alfred-Berg-Sporthalle gegen Mülheim blicken wir auf das sportliche Wirken des 30-Jährigen zurück:

Der Kreis schließt sich: Nils Klems macht Schluss

Die B-Jugend des TuS Wandhofen 2004. © Oskar Neubauer

Angefangen mit dem Fußball hat Nils Klems als Kind beim TuS Wandhofen. Nach vier Jahren beim TSC Eintracht Dortmund kehrte Klems als B-Jugendlicher zum TuS zurück und wurde 2004 mit dem TuS Dritter bei den Hallenstadtmeisterschaften (Foto, stehend 3.v.li.). Als A-Jugendlicher kickte Klems für die Sportfreunde Oestrich-Iserlohn, ehe er das letzte halbe Jahr im Nachwuchsbereich für den VfB Westhofen am Ball war. Beim VfB erfolgte dann der Übergang in den Seniorenbereich.

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Der VfL Schwerte nach dem Gewinn des Aplerbecker Hecker-Cups 2008. © Foto: Oskar Neubauer

Bevor er seine Leidenschaft für Futsal entdeckte und seinen sportlichen Schwerpunkt auf den Sport mit dem sprungreduzierten Ball legte, spielte Nils Klems in der Saison 2008/09 eine Spielzeit lang für den VfL Schwerte in der Verbandsliga. „Ich habe mich damals als junger Spieler sehr gefreut, dass Kiki Kneuper angerufen hatte“, erinnert sich Klems gerne an sein Intermezzo auf dem Schützenhof zurück. Als ein Highlight seiner VfL-Zeit sei ihm der Gewinn des Aplerbecker Turniers um den Hecker-Cup in Erinnerung geblieben.

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Bis 2010 spielte spielte Nils Klems (3.v.re.) unter der Regie von Trainer Michael Kalwa (2.v.re.) für den VfB Westhofen, hier die Verabschiedung. © Oskar Neubauer

Erste Station im Seniorenbereich war der VfB Westhofen. Mit der Unterbrechung eines einjährigen Intermezzos beim VfL Schwerte spielte Nils Klems unter Trainer Michael Kalwa bis 2010 für die Westhofener. Als Fußballer war Klems danach nur noch sporadisch aktiv, ab der Saison 2011/12 für „seine“ Holzpfosten in der Kreisliga A. Klems‘ jüngster Erfolg als Fußballer mit den „Pfosten“: Der Gewinn der Hallenstadtmeisterschaft Anfang dieses Jahres. „Ganz nebenbei“ wurde Nils Klems zum besten Spieler des Turniers gewählt.

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Das emotionale Highlight in der Karriere des Nils Klems war das Finale um die Deutsche Meisterschaft mit Holzpfosten gegen die Hamburg Panthers vor etwa 2000 Zuschauern in Hagen. © Bernd Paulitschke

Gefragt nach seinem emotionalen Highlight seiner Karriere muss Nils Klems nicht lange überlegen: „Das Finale 2015“, sagt er. In Hagen traf Holzpfosten Schwerte 05 im Endspiel um die DFB-Futsalmeisterschaft auf die Hamburg Panthers. „Mit meinem Verein in diesem Endspiel vor 2000 Zuschauern zu stehen, von denen gefühlt 1999 uns angefeuert haben – das war Gänsehaut pur“, sagt Nils Klems. Dass die „Pfosten“ 4:7 nach Verlängerung verloren haben, kann diese intensiven und positiven Eindrücke kaum trüben.

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Als Kapitän der Nationalmannschaft lief Nils Klems im November 2016 bei der Länderspielpremiere in Hamburg auf. © dpa

Wie hoch Nils Klems‘ Ansehen in Futsal-Deutschland war, zeigte sich im Herbst 2016. Bei der offiziellen Länderspielpremiere einer deutschen Futsal-Nationalmannschaft in Hamburg trug Schwertes „Mister Futsal“ die Kapitänsbinde. „Bei den ersten beiden Länderspielen auflaufen zu dürfen, das war natürlich ein Riesenerlebnis“, sagt Klems rückblickend. Auch nach seiner Zeit als aktiver Nationalspieler blieb Klems als Experte am Mikro des Fernsehsenders Sport 1 in engem Kontakt zur deutschen Auswahl.

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Bei der Publikumswahl zum Schwerter Sport-Ass 2016 gewannen Volleyballerin Lynn Kosina und Nils Klems die Trophäe - eine sportartübergeifend Anerkennung für die sportlichen Leistungen. © Bernd Paulitschke

Anerkennung für seine sportlichen Leistungen erhielt Nils Klems auch sportartübergreifend. So freute sich Klems im Februar 2017 über die Auszeichnung zum „Schwerter Sport-Ass 2016“, einer Publikumsabstimmung dieser Zeitung. Ziemlich genau 40 Prozent der Stimmen gingen an den Schwerter, der etwa drei Monate vorher zum Futsal-Nationalspieler geworden war. Bei der Preisverleihung im Dortmunder Lensing Carrée Conference Center (LCC) nahm Klems die mit 300 Euro dotierte Trophäe entgegen.

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Die Nummer 13 - das Markenzeichen des Futsalers Nils Klems. © Bernd Paulitschke

Eine besondere Beziehung zu der Zahl 13 habe er gar nicht, verrät Nils Klems. Sein Markenzeichen ist das Futsaltrikot mit der Rückennummer 13 aber trotzdem geworden – sowohl im Verein, als auch in der Nationalmannschaft. „Es hat sich irgendwie so ergeben“, erklärt der 30-Jährige. So wird er auch zum letzten Spiel am Samstag gegen Mülheim noch einmal das Trikot mit der „13“ überstreifen, um dem Motto gerecht zu werden, unter das die Holzpfosten Klems‘ letzten Auftritt gestellt haben: „Einmal noch 13 sein“.

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