Der KVS vor der Tour nach Markkleeberg

Kanuslalom

SCHWERTE Wer schafft es in den deutschen Nationalkader? Eine Antwort darauf wird es nach dem kommenden Wochenende (9./10. Mai) geben. Im sächsischen Markkleeberg steht die zweite Hälfte der Qualifikations-Rennen an. Mit dabei: die Sportler des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte (KVS).

von Von Bastian Bergmann

, 07.05.2009, 16:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Diese Strecke liegt uns mehr als Augsburg“, weiß KVS-Trainerin Kordula Striepecke und hat eine einfache Erklärung parat. „Wir haben dort mehr trainiert und die Sportler haben mehr Wettkampferfahrung in Markkleeberg.“ Einzig Jens Ewald hat aufgrund seiner Bundeswehrzeit, die er in Augsburg verbrachte, einen besseren Draht zur dortigen Strecke. Doch Augsburg ist abgehakt.

Im sächsischen Markkleeberg wartet eine Strecke, die aufgrund ihres konstanteren Wasserverlaufs etwas berechenbarer ist. Außerdem kann die Streckenführung leicht verändert werden, weshalb gerade der KVS Gefallen an Markkleeberg findet. Nach dem durchwachsenen Auftritt vor einer Woche gilt es nun, einen besseren Eindruck zu hinterlassen – oder aber: die teilweise guten Ausgangspositionen zu nutzen und zu festigen.

Für Jens Ewald ist das Spitzentrio von Platz sechs aus noch in Reichweite. „Wenn er unter den ersten Sechs bleibt, wäre das gut“, schätzt Striepecke die Situation ein. Denn die besten Sechs bestreiten im Sommer noch einen weiteren Qualifikationsteil. Nur ein Rennen, um 22 Uhr abends bei Flutlicht in Markleeberg. Diese Bedingungen sind wie geschaffen für Ewald, der unter Flutlicht zu den absolut Besten seiner Zunft gehört. „Er soll Gas geben. Denn das ist genau sein Ding“, weiß die Trainerin.

Im Soll ist aktuell auch Inga Heinz-Fischer. Ihren sechsten Platz will auch sie verteidigen, denn dann dürfte sie bei der Vorqualifikation zur Weltmeisterschaft starten. Ihr großes Ziel Juniorennationalmannschaft muss Jacqueline Strempfl hingegen wohl begraben. „Der Zug ist wohl leider abgefahren“, bedauert Striepecke. Ihr neues Ziel müsste jetzt sein: Im U23-Kader von NRW zu bleiben. Allerdings bleibt die Hoffnung auf eine Überraschung, denn auch den beiden Mädels liegt die Strecke im Osten der Republik ganz besonders gut.

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