Die Folgen des Sport-Lockdowns: Spielmodus der Handballer steht auf dem Prüfstand

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Wie in allen anderen Sportarten ruht auch bei den Handballern der Spielbetrieb. Wann die Saison fortgesetzt wird, ist offen - genauso wie die Frage, nach welchem Modus dann gespielt wird.

Schwerte

, 30.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Länger als die Entscheidungsträger anderer Sportarten hatten die Verantwortlichen des Handballverbandes Westfalen (HVW) gewartet.

Mit dem Sport-Lockdown, den Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am vergangenen Mittwoch als einer der Maßnahmen zur Bekämpfung der hohen Infektionszahlen verkündet haben, hat die HVW-Funktionäre aber nun die Realität eingeholt: Die Saison 2020/21 ist bis auf Weiteres unterbrochen worden.

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Wie lange es dauern wird, bis wieder gespielt werden kann, steht in den Sternen. „Wir haben beschlossen, erstmal so lange auszusetzen, wie es die Regierung vorschreibt. Eventuell können wir dann den Dezember noch nutzen, um in den Spielbetrieb zurückzukehren. Aber sicher ist das natürlich nicht. Wir müssen sehen, wie sich die Lage entwickelt“, sagt HVW-Präsident Wilhelm Barnhusen.

Video-Konferenz mit den elf Kreisvorsitzenden

Schon vor der Video-Konferenz des Erweiterten Präsidiums mit den Vorsitzenden der elf Kreise am Donnerstagabend hatte sich der HVW am Nachmittag zu einer Generalabsage des Spieltags entschieden, der für das kommende Wochenende angesetzt war. Weil der Lockdown erst ab 2. November gilt, hätte dieser Spieltag theoretisch noch stattfinden können.

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„Aber mehr als zwei Drittel der Spiele hatten die Vereine ohnehin schon abgesagt. Und bis zum Wochenende wären es wohl noch mehr geworden“, begründet Barnhusen diese Entscheidung.

Wilhelm Barnhusen: „Die Spieltechniker sind gefordert“

Bleibt die Frage, ob die Saison nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs - wann auch immer das sein wird - wie geplant über die Bühne gehen kann oder ob man aus terminlichen Gründen den Modus verändern muss.

Letzteres will Barnhusen zumindest nicht ausschließen. „Unsere beiden Spieltechniker im Verband, Andreas Tiemann und Bernd Kuropka, werden gefordert sein, mögliche Systeme als Alternativen auszuklügeln“, meint der Präsident.

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Aber was könnten solche Alternativsysteme sein? Eine Einfachrunde ab Januar statt kompletter Hin- und Rückrunde, ein Modus in Turnierform oder eine zeitliche Verschiebung der Saison in den Sommer - alles Varianten, die demnächst zur Diskussion stehen könnten.

Ein konkretes Modell favorisieren könne man zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht, sagt Wilhelm Barnhusen. „Dazu ist das alles noch zu frisch.“

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