Die große Schlammschlacht ist ausgeblieben

23. Ergster Crosslauf

Die befürchtete Schlammschlacht beim 23. Ergster Crosslauf ist ausgeblieben. Bei frühlingshaften Temperaturen und trockenem Wetter gingen 147 Athleten (im Vorjahr waren es nur 129 Teilnehmer) die Herausforderung mit dem steilen Berg zu Beginn jeder Runde im Bürenbrucher Wald an.

SCHWERTE

06.03.2017, 11:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hatten die Verantwortlichen der SG Eintracht Ergste mit mehr Teilnehmern gerechnet. Vor allem die Beteiligung am Hauptlauf um die Siegerpokale der Ruhr Nachrichten war mäßig. Mit einem überlegenen Start-Ziel-Sieg konnte Fabian Dillendörfer (LG Olympia Dortmund) diesen Lauf über sechs Runden (6640 Meter) gewinnen und seiner Favoritenrolle gerecht werden. In ausgezeichneten 23:30,6 Minuten war Dillenhöfer vier Minuten schneller als der Sieger des Vorjahres. „Die Strecke war gut präpariert, meine Leistung hat gestimmt – für mich eine optimale Vorbereitung auf die Deutsche Crosslaufmeisterschaft nächste Woche“, sagte der strahlende Sieger. Starkes Ergster Duo Ein starkes Rennen lief auch Laurids Koster (SG Eintracht Ergste), der sich in 26:34,9 min den Silberrang sicherte. Bei den Frauen war Vorjahressiegerin Katja Schuchtmann von der heimischen SG Eintracht Ergste wieder nicht zu bezwingen. In 32:42,4 min war sie zwar ebenfalls schneller als 2016, war aber nicht ganz zufrieden: „Es hat wieder Spaß gemacht. Ich hatte allerdings aufgrund der warmen Temperaturen schwere Beine.“ Die weiteren Podestplätze belegten Nicole Schaffland (33:09,5 min) und Jacqueline Schmitt (PV Triathlon Witten). Über die Mittelstrecke von etwa 3400 Meter konnten sich die Athleten der LG Schwerte/Westhofen gut in Szene setzen: Bei den Frauen siegte einmal mehr Isabel Hafenmayer in guten 15:11,8 min. Theresa Feldhaus wurde hier Dritte in der Altersklasse W14 in 17:08,2 min. Ihr Bruder Niklas belegte in der männlichen Gesamtwertung den zweiten Rang (14:22,6 min) vor seinem Vereinskameraden Dean Lohse (14:32,4 min). Auch bei den Schülerläufen wussten die heimischen Athleten zu überzeugen. Beim jüngsten Nachwuchs, den Bambinis im Alter von drei bis fünf Jahren, und der Altersklasse U8 blieben sie unter sich. In der Altersklasse W/M9  über ca. 700m holte sich ein Zwillingspaar die Goldmedaille: Lotta Trute (SGE) setzte sich in 3:07,0 min gegen ihre Trainingskollegin Jorina Panzlaff (drei Sekunden zurück) durch, während Lottas Bruder, HVE-Handballer Anton Trute, die Altersklasse M9 in 3:04,8 min für sich entschied. Bei den ein Jahr jüngeren Schülerinnen siegte die Ergsterin Jara Tekhaus (3:56,4 min) vor Hannah Labs (4:02,2 min), während die gleichaltrigen Schüler mit Henning Schuster (3:14,2 min, HVE) und Lasse Milch (3:20,6 min, SGE) auf den Silber- und Bronzerang kamen. In der Altersklasse W10 feierte die LGS über 1240 Meter einen Doppelerfolg: Es siegte Lina Groneberg (5:33,3 min) vor Emmelie Klemann (5:36,1 min) knapp vor der Ergsterin Antje Wöllecke (5:36,8 min). Die ein Jahr ältere Tilia Eickenhorst gewann den Lauf in 5:25,3 min. Ihr Trainingskollege Leonard Brosko (M10) belegte in 5:34,1 min den dritten Platz. Sehr stark präsentierte sich die SG Eintracht über die Runde von 1240 Meter im Jungjahrgang der U14. Linda Schmid (W12) feierte einen überlegenen Sieg in 4:46,6 min, während ihre gleichaltrigen Vereinskameraden einen Dreifachtriumph verbuchten: Timo Stahlschmidt siegte souverän in 4:43,8 min vor Velten Koster (5:06,3 min) und Maximilian Hessner (5:12,6 min). Ski-Club ist stark vertreten Bei den ein Jahr älteren Läufern hatten die Schwerter die Nase vorn: Bei den Schülerinnen siegte Clara Hemmeke in 5:38,4 min, bei den Schülern Matthias Werhahn in 5:17,0 min; Dritter wurde Henrik Hötter (5:25,7 min). Auch die Nordic-Walker kamen über 7,5 Kilometer auf ihre Kosten. Hier war der Ski Club Schwerte mit 15 Teilnehmern am stärksten vertreten. Am Ende des Tages zog Jens Wöllecke, zuständig für die Organisation im Außenbereich, sein Fazit: „Die Strecke hat gehalten und dank der vielen Helfer hat alles reibungslos geklappt. Aber ein wenig mehr Teilnehmer hätten wir uns gewünscht. Außerdem fand ich es schade, dass die Zuschauer der Schülerläufe die starken Leistungen aller Sportler des Hauptlaufes, die den Berg gleich sechsmal bezwingen mussten, nicht begleiteten.“

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