Die Nachwirkungen eines Spiels mit handgreiflichen Auseinandersetzungen und Rudelbildung

rnBasketball-Pokalspiel

Auch drei Tage nach dem Pokalspiel zwischen der Schwerter TS und Grevenbroich wird fleißig gesprochen, geschrieben und diskutiert – aber nicht über den sportlichen Teil der Partie.

Schwerte

, 25.11.2019, 19:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Denn die unschönen Ereignisse, die sich am Freitagabend in der Gänsewinkel-Sporthalle abspielten, sorgen auch mit etwas Abstand für Gesprächsstoff. Und sie werden – je nach Sichtweise – unterschiedlich bewertet.

Disqualifikation zweier Streithähne

Bleiben wir bei den Fakten: Mitte der zweiten Halbzeit – zu einem Zeitpunkt, als die Partie zwischen der STS und dem drei Klassen höher spielenden Regionalligisten aus Grevenbroich längst zugunsten der Gäste entschieden ist – kommt es zu einer mehrminütigen Spielunterbrechung inklusive Rudelbildung und der anschließenden Disqualifikation zweier Streithähne: Miroslav Petrovski, Centerspieler der Schwerter TS, und der Grevenbroicher Jamal Smith lieferten sich eine handgreifliche Auseinandersetzung, der offenbar ein Spucken von Petrovski in Richtung eines Grevenbroicher Spielers vorausgegangen war.

„Werden versuchen, Sachaufklärung zu leisten“

So jedenfalls wird es in mehreren Fan-Foren und auf Facebook von Augenzeugen der Partie beschrieben. Ein Zuschauer, der nicht öffentlich genannt werden möchte, nach eigenen Angaben aber als neutraler Zuschauer in der Halle war, schildert: „Es waren rund 250 Zuschauer in der Halle, davon haben es 248 gesehen.“ Damit spielte er auf die Aussage von STS-Trainer Manuel Boruch an, der am Sonntag auf Anfrage gesagt hatte, von einem Spucken seines Spielers habe er nichts mitbekommen.

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Auch Alexander Prinz saß beim Spiel auf der Tribüne. Dass dem Basketball-Abteilungsvorsitzenden der Schwerter TS die Geschehnisse allein schon Imagegründen nicht gefallen haben, versteht sich fast von selbst. Sanktionen von Vereinsseite gegen Petrovski zu verhängen, davon sieht Prinz aber (noch) ab. „Bevor wir so etwas tun, werden wir versuchen, Sachaufklärung zu leisten“, so Prinz. Dazu gehöre auch ein Gespräch mit dem Spieler, so der Vorsitzende.

Offizielle Aufforderung zu einer Stellungnahme

Vom Pokalspielleiter Michael Bolg (Herzogenrath) sind die STS-Verantwortlichen am Sonntag offiziell aufgefordert worden, eine Stellungnahme zu den Vorfällen abzugeben. Gleiches gilt für die Grevenbroicher Vereinsverantwortlichen. Wann ein Strafmaß für die disqualifizierten Spieler verkündet werden kann, hänge auch davon ab, wie schnell diese Stellungnahmen bei ihm eingehen, so Bolg.

„Mein Ziel ist es, bis Samstag Entscheidungen treffen zu können“, so der Spielleiter auf Anfrage.

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