Droht dem VfL beim Angstgegner aus Oestrich wieder eine Packung?

Westfalenliga

SCHWERTE Der VfL Schwerte ist nach der 1:3-Niederlage gegen den Tabellenführer Erkenschwick erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Ausgerechnet jetzt müssen die Blau-Weißen zum Nachbarschaftsduell bei den Sportfreunden Oestrich-Iserlohn im Schledde-Stadion (Sonntag 18. Oktober, 15 Uhr) antreten. Gegen Oestrich konnte der VfL noch nie gewinnen.

von Von Jörg Krause

, 14.10.2009, 16:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Da wartet ein hartes Stück Arbeit auf die Abwehr des VfL Schwerte um Welf-Alexander, Marcel dos Santos und Sebastian Schrage (v.li.) am Sonntag in der Oestricher Schledde.

Da wartet ein hartes Stück Arbeit auf die Abwehr des VfL Schwerte um Welf-Alexander, Marcel dos Santos und Sebastian Schrage (v.li.) am Sonntag in der Oestricher Schledde.

Acht Vergleiche gab es in der Verbands- bzw. Westfalenliga, wie die Spielklasse seit der Vorsaison heißt, zwischen den beiden Lokalrivalen. Die Ausbeute: Drei Remis und fünf Niederlagen. Und die Niederlagen fielen zum Teil deftig aus. Ein 1:5 auf dem Schützenhof (Saison 2004/05) oder ein 0:4 auswärts (2002/03). Die letzte Begegnung in der Oestricher Schledde fand am 18. September 2005 statt. Hier gab es die höchste Pleite: 0:5 hieß es am Ende. Dabei waren die Schwerter als Tabellenzweiter damals angereist und kassierten mit dieser Packung die erst Saisonniederlage am fünften Spieltag. "Rabenschwarzer Derby-Tag" titelte unsere Zeitung damals. Oestrich schaffte am Ende der Saison den Aufstieg in die Oberliga.Oestrich blickt nach oben - Mittlerweile auf Platz fünf

In der Vorsaison mussten die Oestricher den Abstieg hinnehmen. Am letzten Spieltag, mit dem 1:1 gegen Arminia Bielefeld 2, wurde das Kapitel NRW-Liga vorerst geschlossen werden. Aber der Blick ist schon wieder nach oben gerichtet. Ganz klar, die Elf von Trainer Tim Langenbach gehört zu den Titelkandidaten. Nach einem mäßigen Start kommt sein Team langsam ins Rollen und ist mittlerweile auf Platz fünf angekommen.

Langenbach steht ein qualitativ gut bestückter Kader zur Verfügung. Der Konkurrenzkampf blüht. Auffällig ist, dass sich bei den Iserlohnern bisher schon elf verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Serafettin Sarisoy mit vier und Achilleas Courtoglou mit drei Treffern führen diese Liste an. Die Mannschaft ist also nur schwierig auszuschalten - da ist ein starkes Kollektiv gefragt.

Oestrich zu Hause noch ungeschlagen Die spielstarken Oestricher sind zudem für ihre Heimstärke bekannt. Vier Siege und ein Remis stehen in der Schledde zu Buche. Die letzten drei Heimspiele endeten 4:1 gegen Waltrop, 4:0 gegen Hombruch und zuletzt 5:1 gegen Langscheid/Enkhausen. Die Auswärtsbilanz der Schwerter, die seit sechs Spielen ohne Sieg sind: Null Siege, zwei Remis und drei Niederlagen. Droht da etwa wieder ein Debakel wie einst im September 2005?

Lesen Sie jetzt