Ein achtbares Remis, die ersten Punkte und der Sprung auf Platz fünf

rnFußball-Bezirksliga

So einen erfolgreichen Spieltag wie an diesem Sonntag haben der VfL Schwerte, Geisecker SV und ETuS/DJK Schwerte in der jungen Saison der Bezirksliga 8 bisher noch nicht hingelegt.

Schwerte

, 27.09.2020, 21:15 Uhr / Lesedauer: 4 min

VfL Schwerte - Königsborner SV 0:0

Am Ende benötigten die Schwerter ein bisschen Glück gegen die von Ex-Coach Andreas Feiler trainierten Königsborner, doch unter dem Strich hatten sie sich den Punkt redlich verdient. Aufsteiger Königsborn ist damit im vierten Saisonspiel erstmals nicht als Sieger vom Platz gegangen. „Wir können mit dem Unentschieden gegen einen starken Gegner gut leben“, lautete das Fazit des VfL-Trainers Dominik Buchwald.

Von Beginn an zeigten die Schwerter, dass sie ein unbequem zu spielender Gegner sind. Dank einer guten Defensivorganisation kamen die Gäste, die in den drei Spielen zuvor immerhin 16 Tore geschossen hatten, in den ersten 45 Minuten zu keiner einzigen nennenswerten Offensivaktion.

Da war der VfL dem Führungstor schon näher. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld fehlten bei Yannis Schwarze die berühmten Zentimeter (10.). Noch größer war die Möglichkeit, die Elias Sträter drei Minuten später hatte. Nach schöner Birnkraut-Flanke scheiterte er an Keeper Luncke.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts nahm die Partie deutlich mehr Fahrt auf. Zunächst hatte der VfL Glück, dass Mushaba eine schöne Kombination der Gäste kläglich abschloss. Im direkten Gegenzug drang Benjamin Gladkowski nach schöner Kombination in den Strafraum ein und schlenzte den Ball aufs lange Eck. Aber Torwart Luncke klärte mit einer spektakulären Flugeinlage – Applaus der 220 Zuschauer für beide.

Auch danach hielt der VfL die Partie lange offen, ehe Königsborn in der Schlussviertelstunde dann aber doch ein Übergewicht bekam und auch zwei dicke Chancen zum Siegtor hatte: Zunächst atmeten alle Beteiligten des VfL tief durch, als Wittwer aus Metern freistehend drüber schoss (79.) und sechs Minuten später parierte Keeper Graudejus aus kurzer Distanz gegen Lukas – eine Glanztat, mit der VfL-Schlussmann seiner Mannschaft letztlich das Unentschieden rettete.

Schwerte: David Graudejus, Luca Vöckel, Yannis Schwarze (88. Tim Bednarek), Mark Moldenhauer, Kai Hintzke (65. Alex Göbel), Jan Römmich, Tim Birnkraut, Sebastian Kozlowski, Benjamin Gladkowski (71. Lucas Tielemann), Nicolas Ortiz, Elias Sträter.

Holzwickeder SC 2 - Geisecker SV 0:2 (0:1)

Die Erleichterung war allen Geiseckern anzusehen. Nach intensiven 96 Minuten rissen die bis dahin punktlosen „Kleeblätter“ die Arme hoch, denn sie hatten bei der Zweitvertretung des Holzwickeder SC mit 2:0 gesiegt. Auch Trainer Thomas Wotzlawski zeigte sich erleichtert und resümierte: „Wir haben hier nicht unverdient gewonnen.“

Damit hatte er nicht unrecht. Denn über die gesamte Spielzeit waren die Geisecker das bessere Team. Sie konnten sich aber auch bei Torwart Sebastian Beutler bedanken, der sein Team mit zwei Paraden zu Beginn der zweiten Hälfte in Führung hielt.

Für diese Führung hatte Florian Ruß gesorgt. Nach dem schönsten Spielzug der Partie über Pietrzinski, Hüser und Scheen schloss der Stürmer aus kurzer Entfernung zum 1:0 ab (34.). Es war der Höhepunkt einer guten ersten Hälfte der Geisecker.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurden die Gastgeber aber stärker und drängten auf den Ausgleich. In der 50. Minute verfehlte ein Schlenzer nur knapp das Tor – Beutler wäre geschlagen gewesen. Zehn Minuten später parierte der Keeper dann einen Kopfball aus kurzer Entfernung. Den Ball hatten die meisten Zuschauer schon drin gesehen. Kurz darauf war Beutler wieder zur Stelle, als ein HSC-Stürmer frei vor ihm auftauchte.

„Wir haben dem Dauerdruck stand gehalten und unser Keeper hat uns da im Spiel gehalten. Aber dafür ist er ja auch da“, meinte Wotzlawski nach der Partie. Auf der Gegenseite spielten die Geisecker ihre vielversprechenden Kontermöglichkeiten nicht zu Ende. Pietrzinski hatte 20 Minuten vor dem Ende die beste Chance, doch sein Abschluss war nicht platziert genug – es blieb es spannend.

Eine Viertelstunde später erlöste Pietrzinski aber dann sein Team. Aus dem Gewühl landete der Ball bei dem Neuzugang, der mit seinem ersten Treffer zum umjubelten 2:0 traf. Damit waren die ersten drei Punkte eingefahren.

Geisecke: Sebastian Beutler, Pstrick Pietrzinski, Florian Ruß (84. Mathis Leuer), Patrick Filla (79. Tom Wotzlawski), Julian Hüser, Linus Scheen (77. Kevin Reinke), Luis Pothmann, Tommaso Loto, Marius Manecki, Tim Ollerdissen, Florian Kliegel (88. Julian Boethin).

Tore: 0:1 Ruß (34.), 0:2 Pietrzinski (85.).

BV Brambauer - ETuS/DJK Schwerte 1:2 (0:0)

Durchatmen beim ETuS/DJK Schwerte: Nach zuletzt zwei Niederlagen sind die „Östlichen“ am Sonntag beim BV Brambauer in die Erfolgsspur zurückgekehrt und konnten mit 2:1 den zweiten Saisonsieg einfahren.

Dabei taten sich die Schwerter im ersten Abschnitt noch schwer. „Wir hatte so gut wie keine Torchance, obwohl es spielerisch nicht so schlecht war“, meinte Trainer André Haberschuss. In der Glückauf Arena hatte sich der ETuS/DJK mit Fortuna angefreundet. Zumindest konnte er sich auf seinen Schlussmann verlassen.

„Brambauer hatte drei gute Chancen, aber Hedtheyer hat uns da im Spiel gehalten“, so Haberschuss. So konnten die Gäste mit dem 0:0 zur Pause gut leben.

Nach dem Wechsel folgte aber zunächst die kalte Dusche, als die Schwerter in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren und Sören Dvorak den BVB jubeln ließ. Doch die Haberschuss-Elf zeigte die richtige Reaktion. „Es war ein Hallo-Wach-Effekt“, berichtet der Trainer. Die „Östlichen“ ließen mit der Antwort nicht lange auf sich warten. Milos Bratic spielte in die Schnittstelle und fand Jasmin Smajlovic, der zum Ausgleich einnetzte. Nun hatten die Schwerter das Kommando übernommen und wollten den „Dreier“ mitnehmen. Der Siegtreffer fiel dann nach einer Ecke. Im Gewühl wurde der Ball noch quergelegt und Kadir Yilmaz drückte diesen letztlich über die Linie. Den knappen Vorsprung ließ sich der ETuS/DJK nicht mehr nehmen.

„Ich habe ja schon vor der Partie gesagt, mir wäre auch ein schmutziges 1:0 recht“, so André Haberschuss. „Der Gegner war auch nicht einfach zu spielen“, fand er. Der Schwerter Lohn für den Auswärtssieg ist der sprung auf den fünften Tabellenplatz.

Schwerte: Lukas Hedtheyer, Yücel Balta, Yannik Körner, Tobias Felgner (89. Eliezer Gaston-Mbunga), Milos Bratic, Jasmin Smajlovic, Marcel Neumann (60. Dennis Cela), Kevin Kinach, Serkan Arslan (89. Kevin Loke), Filipe Barreto Ferreira (60. Rodi Mohammad), Kadir Yilmaz.

Tore: 1:0 (46.), 1:1 Smajlovic (53.), 1:2 Yilmaz (72.).

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