Ein Brüderpaar, das das Derby dreht und zweimal 1:5 im Gleichschritt

rnFußball-Kreisliga A

Wohl dem, der Giuseppe und Domenico Restieri hat. Die Brüder waren die Sieggaranten für den VfB Westhofen in Holzen. Für zwei andere A-Ligisten ging der Saisonstart gründlich daneben.

Schwerte

, 06.09.2020, 20:53 Uhr / Lesedauer: 3 min

TuS Holzen-Sommerberg - VfB Westhofen 1:3 (0:0)

Eine Stunde lang blieb der VfB Westhofen im Lokalduell der Kreisliga A beim TuS Holzen-Sommerberg so ziemlich alles schuldig, was einen Aufstiegsaspiranten ausmacht. Am Ende aber ließen die Westhofener im Eintrachtstadion den Jubelkreis rotieren und stimmten „Derbysieger“-Sprechchöre an. Dank der Brüder Restieri drehten die gnadenlos effektiven Westhofener das Derby nach 0:1-Rückstand zu einem 3:1-Auswärtssieg.

Wie effektiv die Westhofener waren, belegt ein Blick auf den Sonntagnachmittag des Holzener Torwarts Louis Reeck. Der Schlussmann hatte bis zur 60. Minute schlichtweg nichts zu. Danach kam der VfB zu drei Torchancen und nutzte sie alle drei eiskalt in Person des Doppeltorschützen Giuseppe Restieri und seines Bruders Domenico.

So standen die Holzener mit leeren Händen da, obwohl sie über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht hatten. In der ersten Hälfte hatte der TuS mehr Spielanteile und hatte auch die besseren Abschlussmöglichkeiten – auch wenn echte Hochkaräter nicht zu verzeichnen waren.

Die zweite Halbzeit war noch keine Minute alt, da gingen die Platzherren in Führung. Ihr starker Kapitän Florian Kaiser drang über die linke Seite in den Strafraum ein und schlenzte den Ball überlegt ins lange Eck – die VfB-Abwehr war mit ihren Gedanken wohl noch in der Halbzeitpause.

Nach dem Rückstand musste nun erst recht mehr kommen von den ambitionierten Westhofenern – zunächst aber war da noch nicht viel. Im Gegenteil, ihr sicherer Torwart da Costa parierte aus kurzer Distanz gegen Peter Kleinschmidt – da fehlte nicht viel zum 2:0 (56.).

Aber dann trumpfte der VfB doch noch groß auf. Nach einer Stunde spielte sich Domenico Restieri bis zur Grundlinie durch und passte punktgenau in die Mitte, wo sein Bruder Giuseppe zum 1:1 den Fuß hinhielt – ein Ausgleichstor aus dem Nichts.

Und es war ein Treffer, der Wirkung zeigte bei Holzen. Die Westhofener dagegen waren nun endlich im Spiel und legten plötzlich auch eine ganz andere Körpersprache an den Tag. Mit einem Doppelschlag in der 79. und 82. Minute machten sie den Sack dann zu: Domenico Restieri traf zunächst mit einem satten Linksschuss von der Strafraumgrenze selbst und legte wenig später mustergültig für Giuseppe auf. Dieser hätte eigentlich den besser postierten Nebenmann anspielen müssen, machte es dann aber selber und brachte seine Farben damit endgültig auf die Siegerstraße.

Holzen: Louis Reeck, Joshua Wloch, Florian Klose, Peter Kleinschmidt, David Störmer, Justus Rettig, Florian Kaiser, Sam Armandeh, Dustin Pfeiffer (70. Patrick Malek), Christopher Herwert (46. Maximilian Ludas), Maximilian Leclaire.

Westhofen: Dominic da Costa, Marko Bosnjak (55. Santo Viola), Leon Bröckelmann (90. Nicola Frustace), Giuseppe Restieri, Matthias Knufmann (71. Björn Schulte-Tillmann), Domenico Restieri, Robin Becker (55. Serkan Gündüz), Jannik Braß, Pascal Monczka, Dustin Zahlmann, Maurice Bröckelmann.

Tore: 1:0 Kaiser (46.), 1:1 Giuseppe Restieri (60.), 1:2 Domenico Restieri (79.), 1:3 Giuseppe Restieri (82.).

SF Sümmern - Holzpfosten Schwerte 5:1 (3:0)

Es klingt paradox, dass Holzpfosten-Trainer Ben Gottstein seiner Mannschaft bei der 1:5-Schlappe bei den Sportfreunden Sümmern die bisher beste kämpferische und läuferische Leistung attestierte. Er war mit der Leistung keinesfalls unzufrieden, aber das Ergebnis war am Ende ernüchternd.

Gleich zu Beginn ließen die Schwerter zwei „dicke Dinger“ durch Tenspolde und Karunamoorthy liegen. Stattdessen ging Sümmern nach einer Ecke in Front und konnte nach einem Konter erhöhen. Nach einem individuellen Fehler fiel unmittelbar vor der Pause sogar noch das 0:3 – eine mächtige Hypothek.

Die „Pfosten“ ließen dann sogar einen Handelfmeter (55.) aus. Dinkelbachs Schuss war zu schwach. Sieben Minuten später machte Sümmern den Sack zu. Daniel Martella traf zwar zum 1:4, doch letztlich fanden sich die Holzpfosten mit 1:5 am Tabellenende wieder.

Schwerte: Alexander Blaha, Dennis Hegemann, Domenico Troiano (49. Francesco Gara), Sarusan Karunamoorthy (87. Frank Durst), Sebastian Wolf (74. Christoph Kleine), Ertunc Hezer, Maik Dinkelbach, Alexander Tönnies, Daniel Martella, Alexander Lange (81. Marvin Aufmhof), Sebastian Tenspolde.

Tore: 1:0 (23.), 2:0 (32.), 3:0 (45.), 4:0 (62.), 4:1 Martella (64.), 5:1 (88.).

VfL Platteheide - SG Eintracht Ergste 5:1 (0:1)

Trainer Welf-Alexander Wemmer sprach nach dem Spiel vom „Mysterium zweite Halbzeit.“ Denn eine genaue Erklärung hatte er nicht, warum sein Team nach guten 45 Minuten in der zweiten Hälfte einbrach und beim VfL Platteheide mit 1:5 verlor.

Gianluca Zocco hatte die Ergster mit einem schönen Flugkopfball in Führung gebracht. Ergste hatte das Spiel im Griff und die Führung war hochverdient.

Doch mit dem Ausgleich der Gastgeber war auf Ergster Seite kaum noch Gegenwehr (55.). Die Eintracht ließ sich den Schneid abkaufen und wurde immer mehr in die eigenen Hälfte gedrängt. Nach einer Stunde ging der Gastgeber mit 2:1 in Führung. Und mit dem dritten Treffer Platteheides war die Entscheidung gefallen (70.).

„Wir müssen noch viel an uns arbeiten. Die zweite Hälfte spiegelte die Vorbereitungsspiele wider“, so Wemmer nach der Partie.

Ergste: Ben Laurenzis, Welf-Alexander Wemmer, Janik Becker, Niklas Goertz, Din Mustajbasic, Robin Klüter (46. Ruslan Seidov), Timo Sievernich, Nemanja Nikolic (65. Dennis Manske), Gianluca Zocco (77. Dimitrios Mathioudakis), Kai Bühren (75. Justin Boz), Jonas Oelgeklaus.

Tore: 0:1 Zocco (34.), 1:1 (55.), 2:1 (60.), 3:1 (70., Foulelfmeter), 4:1 (74.), 5:1 (80.).

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