Ein ungleiches Duell mit nur neun Gegentoren und ein Pflichtsieg ohne Glanz und Gloria

Handball-Landesliga

Die HVE Villigst-Ergste und die HSG Schwerte/Westhofen bleiben in der Erfolgsspur. Am Samstagabend kamen die beiden Landesliga-Lokalrivalen jeweils zu ungefährdeten Heimsiegen.

Schwerte

, 17.11.2019, 14:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein ungleiches Duell mit nur neun Gegentoren und ein Pflichtsieg ohne Glanz und Gloria

Alexander Hänel kommt in dieser Szene für die HVE Villigst-Ergste frei zum Wurf – es war bei Weitem nicht die einzige Szene, in denen der HVE-Gegner aus Evingsen das Nachsehen hatte. Am Ende gewann der Tabellenführer mit 26:9. © Bernd Paulitschke

HVE Villigst-Ergste - TS Evingsen 26:9 (15:3)

Eine Begegnung zweier Teams mit Landesliga-Niveau bekamen die Zuschauer am Samstagabend beim 26:9 (15:3) der HVE Villigst-Ergste gegen die Turnerschaft Evingsen nicht zu sehen. Denn das, was die Gäste in der Gänsewinkel-Sporthalle zeigten, stellte den verlustpunktfreien Tabellenführer vor keinerlei Herausforderungen.

Von der ersten Minute der Partie an wurde klar, dass die HVE gegen den Tabellenelften nicht stolpern würde: Die zaghaften und nicht gerade dynamischen Angriffsbemühungen erstickten die Villigst-Ergster im Keim, von Zusammenspiel konnte auf Seiten der Evingser keine Rede sein. Auch Dennis Friedrich im HVE-Tor war von Beginn an in der Partie, das Resultat war ein 9:0-Start der Stange-Schützlinge – man hätte die Partie auch nach zwölf Minuten abpfeifen können.

Im weiteren Verlauf gelang den Gästen dann zwar der eine oder andere Treffer, ein interessantes Handballspiel entwickelte sich allerdings nicht mehr: Evingsen sah sich im eigenen Angriff stets mit aggressiven und fokussierten HVE-Abwehrspielern konfrontiert und ins Tempospiel zu kommen, versuchte man gar nicht erst.

Ganz im Gegensatz zu den Gastgebern, die bei jeder Gelegenheit aufs Gaspedal traten und zu dementsprechend vielen freien Abschlüssen kamen. Im aufgebauten Angriff taten sich auch relativ schnell Lücken auf, wenn die HVE den Ball schnell machte – eine detailliertere sportliche Analyse gestaltet sich nach dieser Partie aufgrund der eindeutigen Kräfteverhältnisse schwierig.

Insgesamt kann man auf Seiten des Spitzenreiters sicherlich mit der Einstellung gegen einen klar unterlegenen Gegner zufrieden sein, der am Ende bei einer einstelligen Torausbeute blieb. Aber im weiteren Saisonverlauf warten noch ganz andere Kaliber auf die Villigst-Ergster, deren Trainer Thorsten Stange zum Spiel meinte: „Die Jungs haben unseren Plan von Anfang an umgesetzt und keinen Zweifel daran gelassen, dass wir gewinnen würden. Das war durchweg eine zufriedenstellende Leistung.“

Villigst-Ergste: Jan Schulte, Dennis Friedrich - Maxi Jäkel (2/1), Jan Ludwig (3), Philipp Koch (4), Alex Hänel (1), Marc Licha (2), Louis Marquis (4), Johannes Stolina, Jannis Mimberg (2), Jannik Lehmann (4), Felix Ständker, Robert Stelzer, Jan Speckmann (4).

HSG Schwerte/Westhofen - VfL Eintracht Hagen 3 34:27 (19:12)

Es war zwar kein Erfolg mit Glanz und Gloria. Doch dass die beiden Punkte im Spiel zwischen der HSG Schwerte/Westhofen und der punktlosen Drittvertretung des VfL Eintracht Hagen am Samstagabend in der FBG-Halle blieben, daran gab es über die gesamte Spielzeit kaum einen Zweifel. Die Schwerter gewannen mit 34:27 (19:12).

Ein ungleiches Duell mit nur neun Gegentoren und ein Pflichtsieg ohne Glanz und Gloria

Alexandr Denissov erzielte gegen Hagen zehn Tore, die meisten davon per Tempogegenstoß. Die HSG Schwerte/Westhofen kam zu einem 34:27-Erfolg. © Bernd Paulitschke

In der Anfangsphase offenbarten die Gastgeber ein paar Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr – wohl auch die Folge, dass im Innenblock Tim Decker und Sönke Braß nicht dabei waren. So war Hagen beim 6:5 noch auf Tuchfühlung (9.).

Doch mit zunehmender Spieldauer setzte sich der Tabellendritte ab und hatte schon zur Pause einen satten Sieben-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Das hatte auch maßgeblich damit zu tun, dass Alexandr Denissov bis zum Seitenwechsel schon sieben Treffer erzielt hatte, überwiegend per Tempogegenstoß. Am Ende kam der Linksaußen auf eine zweistellige Torausbeute.

Nach Wiederanpfiff beschränkten sich die Gastgeber darauf, den Vorsprung zu verwalten. Hagen konnte verkürzen und war sieben Minuten vor Schluss sogar auf drei Tore herangekommen (29:26). „Aber ernsthaft in Gefahr geraten sind wir trotzdem nicht“, stellte Trainer Mischa Quass fest. Zweimal Christoph Kämper, der mit acht Toren fast genauso erfolgreich war wie Denissov, sowie Nico Paukstadt mit seinem einzigen Treffer schraubten das Resultat auf 32:26 in die Höhe – die letzten Zweifel des glanzlosen Pflichtsieges waren vom Tisch. Somit festigte das Quass-Team als Tabellendritter mit 14:2-Punkten seine Position in der Spitzengruppe der Landesliga.

Schwerte/Westhofen: Daniel Evangelou, Mike Krüner - Dominik Yaltzis (1), Nico Paukstadt (1), Alexandr Denissov (10), Toni Mrcela (7), Lennart Schwies (2), Alexander Nickolay, Tim Schlütz (2), Dominik Thäsler (2), Niklas Linnemann (1), Christoph Kämper (8), Peter Hengstenberg.

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