Ein VVS-Sieg mit hohem Spaßfaktor und die Hennener Rückkehr in die Erfolgsspur

Volleyball-Oberliga

Gute Aufschläge, wuchtige Angriffsbälle und eine solide Abwehr – der VV Schwerte spielte gegen Ahaus richtig stark. Schmuckloser, aber ebenfalls erfolgreich war der Auftritt des SC Hennen.

Schwerte

, 03.03.2019 / Lesedauer: 4 min
Ein VVS-Sieg mit hohem Spaßfaktor und die Hennener Rückkehr in die Erfolgsspur

Jede Menge Spaß am Spiel hatten (v.li.) Jennifer Fornol, Felina Bönninger, Lisa Schulte-Schmale und Magdalena Stolz. Der VV Schwerte kam gegen den Tabellennachbarn VfL Ahaus zu einem überzeugenden und überraschend glatten 3:0-Sieg. © Bernd Paulitschke

VV Schwerte - VfL Ahaus 3:0 (25:17, 25:19, 25:15)

So hatte auch Trainer Tobias Windscheif nach den 75 Minuten in der Alfred-Berg-Sporthalle allen Grund zu einem entspannten Fazit: „Das tut richtig gut“, stellte der Coach nach dem glatten Erfolg des Tabellenfünften im Duell gegen den Sechsten fest.

Windscheif konnte gut damit leben, dass seine Schützlinge die Titelzeile des Spieltags-Blättchens nicht in die Tat umsetzten. „Thriller garantiert?“ hieß in der Broschüre vor dem Hintergrund, dass das Hinspiel gegen Ahaus ein Fünf-Satz-Krimi war und dass die Schwerterinnen ihr letztes Heimspiel gegen Borken nach 2:0-Satzführung noch vergeigt hatten. Diesmal aber spielten sie die Partie mit der nötigen Konsequenz zu Ende.

Die Gastgeberinnen nahmen von Beginn an das Heft in die Hand. Mit starken Aufschlägen war Lisa Schulte-Schmale wesentlich an der 7:2-Führung im ersten Satz beteiligt, auf die Ahaus mit einer Auszeit reagierte. Aber auch danach hatte Schwerte alles im Griff – näher als drei Punkte kam der Gegner nicht heran, ehe Felina Bönninger den ersten Satzball zum 25:17 verwandelte.

Ungewollter Kopftreffer

Ähnlich der zweite Durchgang: Der VVS ging mit 8:3 in Führung und gab auch diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Vor allem gegen Schulte-Schmales wuchtige Angriffsschläge war kein Kraut gewachsen. Beim Punkt zum 20:15 setzte sie sogar einen ungewollten Kopftreffer – die Ahauser Spielerin konnte einfach nicht schnell genug reagieren. Sie konnte aber sofort weiterspielen, ohne aber mit ihren Mitspielerinnen den 25:19-Satzgewinn der Schwerterinnen verhindern zu können.

Mit 2:0-Sätzen hatte der VVS auch vor zwei Wochen vorne gelegen, ein Déjà-vu blieb diesmal aber aus. Über 7:4 zogen die Gastgeberinnen im dritten Satz auf 13:6 davon – wieviel Spaß am Spiel sie hatten, ließ sich an den gelösten Gesichtern der Akteurinnen schon während der Partie ablesen.

Längst war auch die Zeit des Wechselns gekommen. So kam Nele Hoja aufs Parkett und fügte sich ebenso mit einem Punktgewinn als erster Aktion ein wie ein paar Minuten später Alina Westerhoff, die zum 21:15 punktete. Kurz danach war´s vollbracht – mit einer für den Spielverlauf bezeichnenden Szene als Matchball: Lisa Schulte-Schmale machte mit einem platzierten Angriffsschlag den Deckel drauf. Es war der Schlusspunkt unter ein Volleyballspiel mit einem hohen Spaßfaktor für alle Beteiligten des VV Schwerte.

Schwerte: Stefanie Herkelmann, Lea Hagemeister, Lisa Menke, Janina Mester, Magdalena Stolz, Alina Westerhoff, Frieda Gottschalk, Lisa Schulte-Schmale, Nele Hoja, Felina Bönninger, Jennifer Fornol.


SC Hennen -VfL Telstar Bochum 3:1 (25:20, 25:18, 19:25, 25:22)

Auch wenn spielerisch noch Wünsche offen blieben: Nach drei Niederlagen in Folge sind die Oberliga-Volleyballerinnen des SC Hennen in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Am späten Sonntagnachmittag schlugen die Hennenerinnen den Tabellensiebten aus Bochum in vier Sätzen und bleiben damit mit drei Punkten Rückstand auf den ebenfalls siegreichen Spitzenreiter Paderborn auf dem zweiten Tabellenplatz.

Eine gewisse Anspannung konnten die Gastgeberinnen zu Beginn der Partie nicht leugnen – drei Niederlagen am Stück lassen sich eben nicht so einfach aus den Kleidern schütteln. So ging Bochum in Führung und hielt diese auch bis zum 17:15. „Zum Glück haben wir dann aber die Trendwende noch geschafft“, sagte Trainer Christoph Schulte und berichtete von einer deutlich gesenkten Eigenfehlerquote und durchschlagskräftigen Angriffen, die zum 25:20 führten.

Satzgewinn gibt Sicherheit

Dieser Satzgewinn gab Sicherheit. Denn im zweiten Durchgang ließ Hennen keinen Zweifel aufkommen und spielte „so, wie ich mir das wünsche“, so Schulte – 25:18 und 2:0 nach Sätzen.

Zu Beginn des dritten Satzes standen dann mit Sophie Hohoff und Nele Bergmann zwei Spielerinnen auf dem Parkett, die eigentlich in der „Zweiten“ spielen. Trainer Schulte betonte jedoch ausdrücklich, dass es nicht an diesen beiden Akteurinnen gelegen habe, dass sein Team mit 2:11 ins Hintertreffen geriet. „Wir haben einfach viel zu wenig investiert“, musste der Coach feststellen. Ein bisschen konnte Hennen zwar noch verkürzen, der Satzverlust (19:25) war aber nicht mehr zu verhindern.

Geführt von Natascha Marks, nach Aussage ihres Trainers die beste Spielerin des Tages, kriegten die „Zebras“ aber im vierten Satz die Kurve. Zwar hieß es am Ende nur 25:22, „aber so richtig eng ist es in diesem Satz nicht geworden“, stellte Trainer Schulte abschließend fest.

Hennen: Natascha Marks, Victoria Drechsel, Tanja Köppe, Elisabeth Becker, Jana Ress, Kirstina Rabe, Lisa Düchting, Michaela Zimmerers, Sophie Hohoff, Nele Bergmann, Merle Weinrich.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt