Eine Hamburger Robbe – und was war mit dem Tee?

Bundesliga-Trainerspiel

SCHWERTE Spieler kaufen, elf Mann auf den Rasen schicken und bei glücklichem Händchen Punkte sammeln - beim Bundesliga-Trainerspiel der Ruhr Nachrichten können Fußball-Begeisterte zeigen, ob sie wirklich Experten sind. Das will auch Thomas Redel aus Schwerte beweisen, der in unserer wöchentlichen Kolumne von seinem Dasein als Online-Trainer berichtet.

von Von Thomas Redel

, 24.03.2010, 16:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was die Bayer-Elf aber nicht gemacht hat, das war ein Tor. Entweder agierte sie zu fahrlässig oder – ich muss es hier mal sagen – der Weidenfeller im Borussen-Tor hielt alles was kam. Sogar die Flanken hat er weggefaustet ohne einen Mitspieler niederzustrecken. Aber mal ehrlich, dass war eine 1A-Leistung vom Schnapper. Aber was passierte dann? Es gibt zwei Möglichkeiten: Erstens, irgendein Betreuer der Borussen hat den Tee von Bayer Leverkusen gemopst und ihn den Schwarz-Gelben in der Halbzeit eingeflößt oder der Kloppo hat der Werkself Baldrian in den Tee geschüttet. Was war das für eine zweite Hälfte – eine Drehung um 360 Grad, für beide Mannschaften. Dortmund spielte wie entfesselt und Bayer hatte die Hose voll. Sensationelles Tempospiel, frühes stellen und erfolgreiche Torabschlüsse, da war alles drin. Und wehe einer meckert noch über Barrios, der soll sich von mir aus 90 Minuten in den Strafraum stellen und die Dinger wegmachen.

Auch das Spiel HSV gegen Schalke entwickelte sich nach der Pause zu einem richtig geilen Fußballspiel mit guten Aktionen auf beiden Seiten. Etwas entschlossener wirkte dabei die Magath-Elf, die dann auch das Spiel drehte – wieder durch Kuranyi und einen Elfer. Wie sagt man so schön: ein Spiel mit offenem Visier. Die beste Szene dann nach dem Schalker Führungstor: Edu umkurvt Rost, schiebt den Ball Richtung Tor, ein Hamburger befördert den Ball an den Innenpfosten und der trudelt langsam die Torlinie entlang, und der Hamburger köpft im liegen – wie eine angeschossene Robbe – den Ball von der Linie. Das sah echt zum Schreien aus, war aber effektiv. So kam der HSV noch zum letztendlich auch verdienten 2:2 durch Pitroipa. Dortmund in Berlin wird kein Selbstläufer, schön aufpassen und Rang fünf sichern. Und für Schalke wird es in Leverkusen ein ganz heißer Tanz. Ich sag mal so: Punkt reicht. Erwähnte ich schon, dass die Bayern verloren haben.

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