ETuS/DJK: Überholspur statt Ausfahrt

Fußball: Bezirksliga

Der ETuS/DJK ist nach dem Fast-Abstieg die Liga-Überraschung: Nach 15 Spielen steht die Mannschaft von Trainer André Haberschuss auf Platz drei der Bezirksliga 6. Dabei entkamen die Schwerter erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison knapp dem Abstieg in die Kreisliga.

SCHWERTE

, 28.12.2015, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Musa Yildiz (re.) und Florian Bartel (dahinter), hier in der Partie gegen die SG Hemer, spielen mit dem ETuS/DJK Schwerte bisher eine starke Saison – und stehen auf dem guten dritten Platz.

Musa Yildiz (re.) und Florian Bartel (dahinter), hier in der Partie gegen die SG Hemer, spielen mit dem ETuS/DJK Schwerte bisher eine starke Saison – und stehen auf dem guten dritten Platz.

Die aktuelle Saison des ETuS/DJK beginnt eigentlich im Juni. Damals robbte sich das Haberschuss-Team nach einer Siegesserie so eben auf den ersten Nichtabstiegsplatz. „Die Mannschaft ist dadurch zusammengerückt“, erzählt Trainer André Haberschuss.

Der Fast-Abstieg und seine Positiv-Folgen für den Mannschaftsgeist stecken bis heute in den Köpfen und Füßen der ETuS/DJK-Spieler. „Diese Zeit ist ausschlaggebend für die jetzige Saison“, bestätigt Haberschuss.

In 15 Spielen hat seine Mannschaft 27 Punkte gesammelt, es so auf den dritten Platz geschafft. Hatte der ETuS/DJK im Mai noch seinen Blinker Richtung Ausfahrt A-Liga gesetzt, düst er nun auf der Überholspur. Haberschuss ist trotzdem nicht vollends zufrieden. „Vier, fünf Punkte hätten wir eigentlich mehr holen müssen. In den Spielen haben wir gepennt. Dann wäre die Liga jetzt auch spannender“, meint er.

Trotzdem: Nach den Abgängen von Super-Torjäger Dennis Frohn, Vito Chiarella, Tim Minuth sowie den Ausfällen von Tobias Felgner und Serkan Arslan hat der ETuS/DJK die Überraschungsleistung der Liga hingelegt. „Das hat die Mannschaft gut kompensiert“, lobt ihr Trainer. Er hat mit dem zurückgekehrten Jasmin Smajlovic auch einen passenden Frohn-Ersatz gefunden. Er traf bisher 13 Mal, so oft wie kein anderer Schwerter Bezirksligaspieler.

Am Dienstag, 29. Dezember, startet der ETuS/DJK Schwerte in die Dortmunder Stadtmeisterschaften. „Wir wollen ein bisschen mehr davon haben als im letzten Jahr“, hofft Trainer André Haberschuss. 2014 schieden die Schwerter in der Vorrunde aus, diesmal soll es besser laufen. Mit ÖSG Viktoria und Körne hat der ETuS/DJK zwei B-Ligisten zugelost bekommen. „Da ist es unser Ziel, die Zwischenrunde zu erreichen“, fordert Haberschuss.

Wunschlos ist Haberschuss für die Rückrunde nicht. Zu Hause gab es bislang zwar sechs Siege und ein Remis. Nur auswärts läuft es nicht so gut. Da tritt der ETuS/DJK eher so auf, als habe er großes Heimweh. „Die Auswärtsschwäche gefällt mir nicht“, sagt Haberschuss, der in der Pause daran werkeln möchte. „Da ist noch Potenzial nach oben.“ Von oben lässt es sich allerdings auch einfacher arbeiten.

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