Ex-Spieler zerstört VfL-Siegträume - Hennens Kolatke als Prophet

Fußball-Landesliga 2

Der 13. Spieltag der Fußball-Landesliga bescherte eine Premiere: Erstmals in dieser Saison mussten weder der VfL Schwerte noch der SC Hennen eine Niederlage hinnehmen. Richtig zufrieden war allerdings nur Hennens Trainer. Beim VfL zerstörte ausgerechnet ein Ex-Spieler den Traum vom Sieg.

SCHWERTE

von Von Michael Dötsch

, 14.11.2011, 16:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ex-Spieler zerstört VfL-Siegträume - Hennens Kolatke als Prophet

Beginnen wir mit den Siegern: Mit dem 1:0 gegen den abstiegsgefährdeten Kiersper SC verdiente sich der SC Hennen zwar keinen Schönheitspreis, aber das war den "Zebras" ziemlich egal: "Wir haben schon oft genug in dieser Saison gut gespielt und nicht gewonnen - anders herum ist es mir lieber", meinte Trainer Stefan Kolatke in seiner Nachbetrachtung.

Obwohl es bis weit in die zweite Halbzeit hinein 0:0 stand, habe er immer an einen Sieg geglaubt, verriet Kolatke. "Ich habe schon Mitte der ersten Halbzeit vorausgesagt, dass wir 1:0 gewinnen. Hinten haben wir nichts zugelassen und dass wir vorne irgendwann einen reinstochern, war mir klar", so Prophet Kolatke.Kolatke: "Haben keinen Knipser" Wobei: Ein Stochertor war der Kopfballtreffer des Tages durch den gerade eingewechselten Andreas Zemljaric nun wirklich nicht. Dabei hatte der Glatzkopf in den Planungen des Hennener Trainergespanns allenfalls eine Nebenrolle gespielt, weil er in den letzten Wochen kaum trainieren konnte.

Dass Zemljaric dann doch kam, lag an der Erkenntnis, "dass wir nun mal keinen Knipser haben", stellt der Coach fest. Am deutlichsten wurde dies schon nach zehn Minuten: Der Hennener Anhang setzte schon zum Torjubel an, doch Marc Setzer vergeigte eine "Hundertprozentige" aus kurzer Entfernung. "Das war echt schwierig, dieses Tor nicht zu machen", kommentierte Kolatke die kuriose Szene launig - weil es am Ende zum angestrebten "Dreier" gereicht hat, konnte man im Lager der "Zebras" locker über Setzers Missgeschick hinwegsehen.

Erinnerung ans Nationalteam

So nahe an einem "Dreier" wie schon lange nicht mehr war auch der VfL Schwerte. Doch mit Alexander Klusch zerstörte ausgerechnet ein Ex-VfLer eine knappe Viertelstunde vor Schluss des Kellerduells in Hemer den blau-weißen Traum von einem Auswärtssieg.

Trainer Rüdiger Kürschners fühlte sich an das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in der Ukraine erinnert, denn wie das Löw-Team ließen sich seine Schützlinge im Anschluss an eine eigene Ecke auskontern. "Es sind immer wieder diese entscheidenden Kleinigkeiten, die wir falsch machen und die dann zu den Gegentoren führen", haderte Kürschers, der sich ein taktisches Foul seiner Mannschaft gewünscht hätte, um den Konter zu unterbinden.

Kürschners: "Nah dran ist nicht drin"

Und wie bewertet Kürschners den Spielverlauf insgesamt? "Nah dran ist nicht drin", meint der Coach. Ob der Punkt reiche oder dann doch zu wenig war, werde man erst am Ende der Saison sehen - der Auffassung, dass dieses Unentschieden beim sieglosen Schlusslicht im Abstiegskampf kaum weiterhelfe, wollte sich Kürschners jedenfalls nicht anschließen. "Zumindest für die Moral und für die Köpfe der Spieler ist dieser Punkt sehr wertvoll", so der Coach.

VfL testet am Samstag
Um trotz des bevorstehenden spielfreien Wochenendes im Spielrhythmus zu bleiben, absolviert der VfL am Samstag ein Freundschaftsspiel beim Gelsenkirchener Landesligisten SSV Buer.

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